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Virtual Reality in der Justiz

Tagungsnr.: 02b
Veranstaltende JV: Nordrhein-Westfalen
Tagungsort: Trier
Datum: 18.01. - 21.01.2027
 
Die Tagung wen­det sich Rich­te­rin­nen und Rich­ter aller Gerichts­bar­kei­ten sowie Staats­an­wäl­tin­nen und Staats­an­wäl­te mit beson­de­rem Inter­es­se für IT- und Digi­ta­li­sie­rungs­the­men, die bereit sind, die Ver­an­stal­tung aktiv mit­zu­ge­stal­ten. „Vir­tu­al Rea­li­ty“ (VR) ist im All­tag der Men­schen ange­kom­men – im pri­va­ten Bereich tau­chen Gamer in fan­tas­ti­sche Wel­ten ab, Fach­ar­bei­ter wer­den in VR-Simulationen geschult, Mak­ler bie­ten vir­tu­el­le Besich­ti­gun­gen an. Auch für Gerichts­ver­fah­ren erge­ben sich durch VR neue Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten. Ers­te Anwen­dungs­fäl­le gibt es bereits: Am 7.7.2022 „beging“ ein Vor­sit­zen­der Rich­ter vom Sit­zungs­saal aus mit einer VR-Brille den Tat­ort der „Polizisten-Morde von Kus­el“, eben­so in einem Cold Case ein Schwur­ge­richts­vor­sit­zen­der des LG Würz­burg. Meh­re­re Lan­des­kri­mi­nal­äm­ter haben sog. VR-Caves oder VR-Powerwalls ein­ge­rich­tet, die das vir­tu­el­le Ein­tau­chen in rea­le Tat­or­te zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten ermög­licht. Sach­ver­stän­di­ge, etwa in Ver­kehrs­un­fall­sa­chen, bie­ten Gerich­ten an, die Unfall­re­kon­struk­ti­on über VR-Brillen zu erle­ben. Vie­le wei­te­re Anwen­dungs­fäl­le – bei­spiels­wei­se in privat- und öffentlich-rechtlichen Bau­sa­chen – sind denk­bar. Die Tagung soll die recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen und die prak­ti­sche Anwen­dung von „Vir­tu­al Rea­li­ty“ in Gerichts­ver­hand­lun­gen, aber auch für die Aus- und Fort­bil­dung, beleuch­ten. Zudem wer­den die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer in einem vir­tu­el­len Gerichts­saal einen mit ChatGPT gekop­pel­ten Zeu­gen ver­neh­men und wei­te­re VR-Anwendungen live aus­pro­bie­ren können.