Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten, an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, Amtsanwältinnen und Amtsanwälte sowie Führungskräfte aus dem höheren Justizdienst.
Besonders angesprochen werden Personen, die in ihrer täglichen Arbeit mit Fragen der richterlichen — gerichtlichen Unabhängigkeit, institutionellen Stabilität und/ oder der Verteidigung rechtsstaatlicher Prinzipien konfrontiert sind.
Rechtsstaatliche Resilienz ist eine Schlüsselkompetenz in einer Zeit, in der demokratische Institutionen zunehmenden Herausforde-rungen ausgesetzt sind. Gerade Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie Amtsanwältinnen und Amtsanwälte, stehen im Zentrum des Spannungsfelds zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, politischen Entwicklungen und der Wahrung der Unabhängigkeit des Rechtsstaats. Auch mit Blick auf die Rolle der Justiz in der deutschen NS-Vergangenheit sowie aktueller Verfassungskrisen und Justizreformen in europäischen Nachbarländern ist es Ziel dieses Fortbildungskonzepts, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sensibilisieren für die Wertekonzepte, Dimensionen und Gefährdungen der rechtsstaatlichen Ordnung. Es geht auch darum, etwaige Handlungsoptionen aufzuzeigen und individuelle wie institutionelle Widerstandsfähigkeit (Resilienz) zu stärken.
Geplante Inhalte sind unter anderem:
- Vermittlung von Grundlagenwissen zu rechtsstaatlichen Prinzipien und deren Bedrohungen in Gegenwart und Zukunft
- Stärkung der individuellen und institutionellen Resilienz gegenüber Angriffen auf den Rechtsstaat
- Förderung der Sensibilität für subtile Einflussnahmen und Gefahrenpotenziale (z.B. durch Social Media-Kampagnen).