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Sicherer Umgang mit Aussage und Vernehmung

Tagungsnr.: 07a
Veranstaltende JV: Baden-Württemberg
Tagungsort: Trier
Datum: 02.03.2026 - 06.03.2026
 

Die Tagung wen­det sich an Rich­te­rin­nen und Rich­ter aller Gerichts­bar­kei­ten sowie an Staats­an­wäl­tin­nen und Staats­an­wäl­te.
Wo immer Aus­sa­gen — von Zeu­gen, Par­tei­en oder Beschul­dig­ten — zur Auf­klä­rung her­an­ge­zo­gen wer­den, bestehen typi­sche Risi­ken, dass der auf ihrer Grund­la­ge zu tref­fen­den Ent­schei­dung womög­lich nicht der „wah­re“ Sach­ver­halt zugrun­de liegt: Von fal­scher Wahr­neh­mung und feh­ler­an­fäl­li­gen Gedächt­nis­pro­zes­sen über Lügen hin zu Miss­ver­ständ­nis­sen und psy­cho­lo­gi­schen Effek­ten bei den Ver­neh­men­den gibt es eine Fül­le an mög­li­chen Feh­ler­quel­len.
Die Tagung will in enger Ver­zah­nung von theo­re­ti­scher Dar­stel­lung und prak­ti­schen Übun­gen das Wis­sen, die Metho­den und die Fer­tig­kei­ten ver­mit­teln, um die­se Risi­ken zu erken­nen und zu mini­mie­ren.
Sie ver­mit­telt den Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern insbesondere:

  • Aus­sa­gen hypo­the­sen­ge­lei­tet zu prü­fen (BGH: „Null­hy­po­the­se“)
  • Glaub­haf­tig­keits­merk­ma­le und Kom­pe­tenz­ana­ly­se in der Pra­xis sicher zu handhaben
  • Lügen­ste­reo­ty­pe (z. B. Kör­per­spra­che) und Ent­schei­dungs­heu­ris­ti­ken der Ver­neh­men­den zu erken­nen und einzuschätzen
  • Feh­ler­quel­len bei Wahr­neh­mung, Erin­ne­rung und Kom­mu­ni­ka­ti­on zu erken­nen und — wo mög­lich — zu vermeiden
  • Ver­neh­mun­gen mit Blick auf die Glaub­haf­tig­keits­ana­ly­se zu pla­nen und durchzuführen
  • Pro­to­kol­le zu verbessern
  • Die Glaub­haf­tig­keits­ana­ly­se in juris­ti­schen Ent­schei­dun­gen (i. d. R. Tex­ten) trans­pa­rent und sicher umzusetzen.

Die akti­ve Mit­ar­beit der Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer ist unbe­dingt erforderlich.