Skip to content

Legal Tech in der Zivilgerichtsbarkeit: Zukunft der Justiz gestalten

Tagungsnr.: 33T
Veranstaltende JV: Bund
Tagungsort: online
Datum: 10.11.2026 - 11.11.2026
 

Die Kon­fe­renz rich­tet sich an Füh­rungs­kräf­te der Gerich­te und Staats­an­walt­schaf­ten sowie an enga­gier­te Rich­te­rin­nen und Rich­ter aller Gerichts­bar­kei­ten und Staats­an­wäl­tin­nen und Staats­an­wäl­te, die den digi­ta­len Wan­del aktiv mit­ge­stal­ten möchten.
Digi­ta­le Inno­va­tio­nen durch­drin­gen unse­ren All­tag und haben auch in vie­len Berei­chen der Jus­tiz bereits Ein­zug gehal­ten. Die eAk­te, Video­kon­fe­renz­sys­te­me, der Ein­satz digi­ta­ler Werk­zeu­ge sowie die geziel­te Erpro­bung KI-gestützter Assis­tenz­sys­te­me sind inzwi­schen fes­ter Bestand­teil des Jus­tiz­all­tags. Sie eröff­nen neue Mög­lich­kei­ten für effi­zi­en­te­re Abläu­fe, fle­xi­ble­re Arbeits­pro­zes­se und mehr Trans­pa­renz. Die­ses Poten­zi­al ist jedoch noch längst nicht aus­ge­schöpft. Der ver­stärk­te Ein­satz fort­schritt­li­cher Tech­no­lo­gien bie­tet die Chan­ce, die Jus­tiz zukunfts­fä­hig zu gestal­ten – modern, effi­zi­ent und bürgernah.
Die Bund-Länder-Reformkommission „Zivil­pro­zess der Zukunft“ hat wei­te­res Digi­ta­li­sie­rungs­po­ten­zi­al iden­ti­fi­ziert. Bei ihrer grund­le­gen­den Über­prü­fung der zivil­pro­zes­sua­len Rege­lun­gen hat sie an zahl­rei­chen Stel­len Anpassungs- und Reform­be­darf auf­ge­zeigt. Dabei kommt die Reform­kom­mis­si­on zu dem Ergeb­nis, dass die kon­se­quen­te Digi­ta­li­sie­rung ein wesent­li­cher Schlüs­sel ist, um die Jus­tiz als moder­nes Ange­bot zur Streit­bei­le­gung zu positionieren.
Doch wie genau kann die­se Digi­ta­li­sie­rung in der Pra­xis umge­setzt und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den? Wie kön­nen wir sicher­stel­len, dass die grund­le­gen­den Prin­zi­pi­en der Jus­tiz und die rich­ter­li­che Unab­hän­gig­keit in einem digi­tal trans­for­mier­ten Umfeld gewahrt blei­ben, um sowohl den Zugang zum Recht als auch fai­re Ver­fah­ren zu gewähr­leis­ten? Wel­che Poten­zia­le bie­ten intel­li­gen­te Assis­tenz­sys­te­me für die Bear­bei­tung kom­ple­xer Ver­fah­ren, und wie kön­nen sie ver­ant­wor­tungs­voll und effi­zi­ent in den Jus­tiz­all­tag inte­griert wer­den? Wel­che recht­li­chen und ethi­schen Rah­men­be­din­gun­gen müs­sen dabei beach­tet wer­den? Inwie­weit kön­nen inter­na­tio­na­le Erfah­run­gen und Best Prac­ti­ces bei der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on der Jus­tiz hilf­reich sein?
Die­se und ähn­li­che Fra­gen bil­den die Grund­la­ge der Tagungs­the­men. Ziel ist es, die neu­es­ten digi­ta­len und recht­li­chen Ent­wick­lun­gen auf­zu­zei­gen und den Teil­neh­men­den pra­xis­na­he Unter­stüt­zung für die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on im Jus­tiz­be­reich zu bieten.
Die­se Tagung wird auch im Rah­men des Euro­pean Judi­cial Trai­ning Net­work (EJTN) aus­ge­schrie­ben und rich­tet sich gezielt auch an inter­na­tio­na­le Teil­neh­men­de, die von den Erfah­run­gen ande­rer Län­der pro­fi­tie­ren möchten.