Hass im Internet – Möglichkeiten einer effektiven Bekämpfung


Tagungsnr.: 12c
Veranstaltende JV: Bund
Datum: 28.03.2021 - 31.03.2021

Die Tagung richtet sich an Strafrichterinnen und Strafrichter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die strafbare Inhalte in sozialen Medien zu beurteilen und über die rechtlichen Folgen zu entscheiden haben. Hassrede in sozialen Netzwerken ist ein ernstzunehmendes Problem. Seit Jahren erreicht es auch die deutschen Strafverfolgungsbehörden und Gerichte, da in vielen Fällen die Grenzen der Strafbarkeit überschritten werden. Hinzu kommt, dass es nicht immer Einzeltäter sind, die Hass in den sozialen Medien verbreiten. Oft handelt es sich um organisierte Strukturen, die gezielte Einschüchterungs- und Hasskampagnen u. a. gegen politische Gegner, Medien und Institutionen planen. Sie nutzen soziale Medien, um ihre politischen und ideologischen Botschaften zu verbreiten und politischen Wandel über strategische Polarisierung herbeizuführen. Zu der Strategie gehört, dass Medien instrumentalisiert und Schwachstellen der neuen Medien ausgenutzt werden. Die Tagung wird das Phänomen Hate Speech näher beleuchten sowie den strafrechtlichen Umgang mit Hassreden im Internet untersuchen und konkrete Vorschläge für eine effektive Bekämpfung und Strafverfolgung von Hate Speech entwickeln und diskutieren.

Die Tagung wird auch im Rahmen des European Judicial Training Network (EJTN) ausgeschrieben. Sie ist in besonderem Maße auch für ausländische Teilnehmerinnen und Teilnehmer geeignet.


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