Kunst und Recht


Tagungsnr.: 27c
Veranstaltende JV: Hessen
Datum: 06.09.2021 - 10.09.2021

Die Tagung richtet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten und an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Sie vermittelt einen Überblick über eine Bandbreite von Themen, die bedacht werden müssen, wenn man sich mit der Kunst und dem Kunsthandel unter juristischen Gesichtspunkten beschäftigt. Denn Umgang mit Kunst in privaten und öffentlichen Sammlungen und spektakulären Ausstellungen auf dem internationalen Kunstmarkt oder in Publikationen impliziert stets auch rechtlich relevantes Handeln, oft über nationale Grenzen hinaus. Rechtsprobleme durchziehen die gesamte Kunstwelt wie ein feines Netz. Hierzu gehören die Provenienzforschung, der Kulturgüterschutz, das Urheberrecht sowie der Kunstmarkt mit den Fragen des Gutachterwesens bei Fälschungen oder der Rückabwicklung des Kunsterwerbs, die von der Verfassung an sich schrankenlos gewährte Kunstfreiheit sowie inzwischen durchaus auch die Problematik der Geldwäsche. Es geht um eine Verfeinerung der Beurteilungskriterien angesichts der neueren Entwicklungen in der Praxis und der Gesetzgebung. Die Referentinnen und Referenten kommen sowohl aus der Praxis als auch aus der universitären Lehre, um die zu erwartenden Diskussion mit zahlreichen Fallbeispielen zu beleben. Zur Veranschaulichung der Fragen an Objekten ist auch eine Exkursion in eine Gemäldegalerie (Potsdam) vorgesehen.

Diese Tagung wird auch im Rahmen des European Judicial Training Network (EJTN) ausgeschrieben. Sie ist in besonderem Maße auch für ausländische Teilnehmerinnen und Teilnehmer geeignet.


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