Schiedsverfahren – Inspirationsquelle für staatliche Gerichte?


Tagungsnr.: 6b
Veranstaltende JV: Bund
Datum: 22.02.2021 - 26.02.2021

Die Tagung richtet sich an Zivilrichterinnen und Zivilrichter, die sich für die Schiedsgerichtsbarkeit und ihre Berührungspunkte mit dem Zivilprozess interessieren. In der Schiedsgerichtsbarkeit haben sich Verfahrensschritte und Usancen ausgebildet, die möglicherweise auch für Verfahren vor den staatlichen Gerichten fruchtbar gemacht werden können. Die Veranstaltung führt zunächst in die Schiedsgerichtsbarkeit samt ihren Schnittstellen zu den staatlichen Gerichten ein. Dabei werden auch Möglichkeit und Grenzen einer Schiedsrichtertätigkeit als Nebentätigkeit von Zivilrichterinnen und Zivilrichtern erörtert. Sodann werden im Dialog der beiden Streitschlichtungsoptionen Fragen der Verfahrensgestaltung vor staatlichen Gerichten und Schiedsgerichten auf der Grundlage von Recht und Praxis diskutiert, beispielsweise die Strukturierung von Verfahren, der Umgang mit „Großverfahren“, die Förderung einvernehmlicher Streitbeilegung oder der mögliche Einsatz von IT-Infrastruktur. Abschließend soll in einer offenen Diskussion herausgearbeitet werden, ob und inwieweit Techniken der Schiedsgerichtsbarkeit für den Zivilprozess nutzbar gemacht werden können. Für die Tagung konnten der Präsident des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main und Vorsitzende des dortigen Schiedssenats, die Leiterin der Prozessabteilung der Siemens AG, erfahrene Richterinnen und Richter sowie führende Vertreterinnen und Vertreter der Schiedsgerichtsbarkeit in Deutschland gewonnen werden.

Die Tagung wird auch im Rahmen des European Judicial Training Network (EJTN) ausgeschrieben. Sie ist in besonderem Maße auch für ausländische Teilnehmerinnen und Teilnehmer geeignet.


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