Das Rosenburg-Projekt und die Folgerungen daraus


Tagungsnr.: 1c
Veranstaltende JV: Bund
Datum: 10.01.2021 - 15.01.2021

Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten sowie an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Rosenburg-Projekt, das mit dem im Oktober 2016 veröffentlichten Buch „Die Akte Rosenburg“ eine zusammenfassende Darstellung erfahren hat. Das Projekt befasst sich mit der Frage, wie man im Bundesministerium der Justiz nach 1949 mit der NS-Vergangenheit im eigenen Haus verfuhr. Nach fünfjährigen Forschungsarbeiten hat die im Jahre 2012 eingesetzte Unabhängige Wissenschaftliche Kommission unter der Leitung des Historikers Prof. Manfred Görtemaker von der Universität Potsdam und des Strafrechtlers Prof. Christoph Safferling, Universität Erlangen-Nürnberg, die große NS-Verstrickung des damaligen Führungspersonals und dessen Auswirkungen auf die inhaltliche Arbeit des Ministeriums aufgezeigt. Die beiden Wissenschaftler werden die Ergebnisse ihrer Forschungen vortragen und erläutern.

In weiteren Vorträgen soll die Personalpolitik im Ministerium der Justiz der DDR von 1945 bis 1953 beleuchtet und die NS-Aufarbeitung in der Bundes- und Landesjustiz an ausgewählten Beispielen vorgestellt und diskutiert werden. Zudem werden Folgerungen und Konsequenzen aus dem Rosenburg-Projekt (z. B. berufsethische Fragestellungen, Fragen juristischer Aus- und -fortbildung) aus verschiedenen, fachübergreifenden Perspektiven beleuchtet. Auch ist eine Fachexkursion geplant.

Die Tagung wird auch im Rahmen des European Judicial Training Network (EJTN) ausgeschrieben. Sie ist in besonderem Maße auch für ausländische Teilnehmerinnen und Teilnehmer geeignet.


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