Kindliche Beeinträchtigung durch elterliche Partnerschaftsgewalt und die Gestaltung kindschaftsrechtlicher Verfahren


Tagungsnr.: 22a
Veranstaltende JV: Saarland
Datum: 28.06.2021 - 02.07.2021

Die Tagung wendet sich vorrangig an Richterinnen und Richter der ordentlichen Gerichtsbarkeit, die mit Familiensachen befasst sind. Elterliche Partnerschaftsgewalt ist als Indikator potenzieller Kindeswohlgefährdung zu werten. Die interdisziplinäre Tagung beleuchtet Art und Umfang der kindlichen Schädigungen aus entwicklungspsychologischer, medizinischer sowie kinderpsychiatrischer Sicht, zeichnet Heilungsbedingungen auf und setzt diese in Bezug zu den rechtlichen Anforderungen im familiengerichtlichen Verfahren, insbesondere zu den Regelungen der elterlichen Sorge und des Umgangs. Für den kollegialen Erfahrungsaustausch steht ausreichend Raum zur Verfügung. Im Einzelnen werden die folgenden Aspekte erörtert:
  • Ausmaß und Art kindlicher Schädigung durch elterliche Partnerschaftsgewalt
  • Kriterien und Verfahren zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung
  • Die Bedeutung kindlicher Bindung für Traumatisierung und Heilung
  • Befragungstechniken der richterlichen Exploration von Kindern zu belastenden Themen
  • Auswirkungen (kinder-) therapeutischer Behandlung auf die Aussagetüchtigkeit bzw. -verwertbarkeit
  • Auswirkungen der Partnerschaftsgewalt auf die Eltern als Sorge- und Umgangsberechtigte bzw. –begehrende
  • Die Gestaltung von Sorge- und insbesondere Umgangsregelungen vor dem Hintergrund der dargestellten neuesten Erkenntnisse aus entwicklungspsychologischer, pädagogischer und medizinischer Forschung
  • Die Vereinbarung von Gewaltschutz und Kinderschutz
  • Soziale Trainingskurse für Partnerschaftsgewalt ausübende Elternteile zur Förderung der Erziehungsfähigkeit.


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