Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten sowie an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Es handelt sich um ein Schwerpunktseminar, in dem
- die Trainingsanteile (Übungen, Rollenspiele, Feedbackschleifen) im Vordergrund stehen,
- die Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis von Interaktion und Wirkfaktoren in forensischen Kommunikationssituationen gewinnen,
- gut funktionierende, in der Praxis bewährte Gesprächsführungstechniken systematisch trainiert und reflektiert werden und
- der Transfer in die konkrete Praxis (Vernehmungen, Anhörungen, Gespräche mit Verfahrensbeteiligten) konsequent mitgedacht wird.
Rhetorische Elemente (z. B. Strukturierung von Beiträgen, sprachliche Prägnanz, Stimme und Körpersprache) sollen darin bewusst psychologisch eingebettet werden – als Teil gelingender Interaktion –, nicht im Sinne eines klassischen „Rednertrainings“. Es handelt sich also ausdrücklich nicht um ein Seminar in „klassischer Rhetorik“, sondern um ein psychologisch fundiertes Kommunikationstraining mit forensischem Fokus.