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Das Recht und der Tod

Tagungsnr.: 14a
Veranstaltende JV: Bayern
Tagungsort: Trier
Datum: 26.04. - 30.04.2027
 

Die Tagung rich­tet sich an inter­es­sier­te Rich­te­rin­nen und Rich­ter sowie Staats­an­wäl­tin­nen und Staats­an­wäl­te.
Es han­delt sich um ein Grund­satz­the­ma mit recht­li­chen, aber auch medi­zi­ni­schen und phi­lo­so­phi­schen Aspek­ten. Aus­gangs­punkt ist der Umstand, dass es kei­ne gesetz­li­che Defi­ni­ti­on des Todes gibt. Im Trans­plan­ta­ti­ons­ge­setz sind Bedin­gun­gen für eine Organ­ent­nah­me ent­hal­ten, die sowohl auf den „Tod“ als auch den „Hirn­tod“ Bezug neh­men (§ 3 Abs. 1 und 2 TPG). Im Mün­che­ner Kom­men­tar zum BGB heißt es in der Kom­men­tie­rung zu § 1922, das TPG ver­mö­ge die Fra­ge des Todes­zeit­punkts „nicht ein­mal für sei­nen eige­nen Anwen­dungs­be­reich ein­deu­tig zu ent­schei­den“ (Lei­pold: in: MüKoBGB § 1922 Rn. 12).
Die Tagung soll inter­dis­zi­pli­när den Tod als Rechts­be­griff von ver­schie­de­nen Sei­ten beleuch­ten, insbesondere:

  • Das Ende des Lebens aus grund­recht­li­cher Sicht
  • Das „Recht des Todes“ – ein neu­es Rechtsgebiet?
  • Wie tot sind Pati­en­ten mit einem irrever­si­blen Hirnfunktionsausfall?
  • Ster­bend oder tot. Von der Not­wen­dig­keit der Unterscheidung
  • Die Fest­stel­lung des Todes­zeit­punkts post mor­tem aus der Sicht der Rechtsmedizin
  • Die ärzt­li­che Lei­chen­schau – Pra­xis, Pro­ble­me und Feh­ler­quel­len — Selbst­be­stimm­tes Ster­ben durch Behandlungsverzicht
  • Sui­zid, Sui­zid­hil­fe und Sui­zid­prä­ven­ti­on: wie weit trägt der freie Wille?
  • Die Rege­lun­gen zu Tod und Hirn­tod im Transplantationsgesetz
  • Bestat­tungs­recht und Totenfürsorge.