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Wehrrecht

Tagungsnr.: 02c
Veranstaltende JV: Bund
Tagungsort: Wustrau
Datum: 17.01. - 22.01.2027
 

Die Tagung wen­det sich an Rich­te­rin­nen und Rich­ter aller Gerichts­bar­kei­ten, Staats­an­wäl­tin­nen und Staats­an­wäl­te sowie Juris­ten der Wehr­ver­wal­tung.
Die durch den Angriff der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on auf die Ukrai­ne bewirk­te „Zei­ten­wen­de“ hat zu einer Kor­rek­tur der Ver­tei­di­gungs­po­li­tik geführt, die nicht nur aus den Rei­hen der Streit­kräf­te, son­dern auch der Wis­sen­schaft — ins­be­son­de­re dort aus dem Bereich der Stra­te­gi­schen Inter­na­tio­na­len Poli­tik — bereits zuvor ein­ge­for­dert wor­den war. Der poli­ti­sche Kurs­wech­sel hat inzwi­schen auch das Recht erreicht und dazu geführt, dass Fra­gen des huma­ni­tä­ren Völ­ker­rechts, vor allem aber auch des Wehrverfassungs- und des ein­fa­chen Wehr­rechts ver­stärkt dis­ku­tiert wer­den — so etwa die Fra­ge des zuläs­si­gen Umfangs an mili­tä­ri­schem Bei­stand oder die Wie­der­ein­set­zung der Wehr­pflicht und die damit ver­bun­de­nen (Rechts-)Folgen.
Die Tagung soll die fol­gen­den Schwer­punkt­the­men behandeln:

  • Die mili­tär­his­to­ri­sche Ent­wick­lung seit dem Bestehen der Bun­des­re­pu­blik und der frü­he­ren DDR (NATO-Warschauer Pakt; NATO-Doppelbeschluss; Zusam­men­bruch der Sowjet­uni­on, Zeit der „Frie­dens­di­vi­den­de“)
  • Der Stel­len­wert von Streit­kräf­ten als Instru­men­ta­ri­en der Diplomatie
  • Die aktu­el­le mili­tä­ri­sche Faktenlage
  • Grund­sät­ze des huma­ni­tä­ren Völ­ker­rechts, ins­be­son­de­re zur Reich­wei­te des Verteidigungsrechts
  • Grund­sät­ze des deut­schen Wehr­ver­fas­sungs­rechts, ins­be­son­de­re: Die Bun­des­wehr als Par­la­ments­herr — Auslandseinsätze
  • Quer­ver­bin­dun­gen des Wehr­rechts zu sons­ti­gen Rechts­ge­bie­ten, ins­be­son­de­re zum Straf­recht, all­ge­mei­nem Dienst­recht und zum Wehr­dis­zi­pli­nar­recht, wel­ches im Zusam­men­hang mit rechts­extre­mis­ti­schen Bestre­bun­gen an Bedeu­tung gewon­nen hat.