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Psychologie für Familienrichterinnen und Familienrichter – Grundkenntnisse gem. § 23b III S. 3 GVG n.F.

Tagungsnr.: 02a
Veranstaltende JV: Nordrhein-Westfalen
Tagungsort: Trier
Datum: 18.01. - 21.01.2027
 
Die Tagung rich­tet sich an Fami­li­en­rich­te­rin­nen und Fami­li­en­rich­ter. Die­se benö­ti­gen — ins­be­son­de­re für die Bear­bei­tung von Kind­schafts­sa­chen — psy­cho­lo­gi­sche Grund­kennt­nis­se. Dem hat auch der Gesetz­ge­ber Rech­nung getra­gen, indem er Fami­li­en­rich­te­rin­nen und Fami­li­en­rich­ter in § 23b III S. 3 GVG unter ande­rem ver­pflich­tet, beleg­ba­re Grund­kennt­nis­se der Psy­cho­lo­gie, ins­be­son­de­re der Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie des Kin­des, und der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kin­dern zu erwer­ben. Auf den Erwerb die­ser Kennt­nis­se zielt der vor­lie­gen­de Grund­kurs. Es wer­den Grund­kennt­nis­se über die Ent­wick­lung von Kin­dern, die Bin­dungs­theo­rie und deren Anwen­dung, Grund­be­dürf­nis­se und Trau­ma­ta ver­mit­telt. Ent­spre­chen­de Impli­ka­tio­nen für Kin­des­an­hö­run­gen sol­len erör­tert und dis­ku­tiert wer­den. Dar­über hin­aus wer­den Aspek­te des Kin­des­wohls dar­ge­stellt und hin­sicht­lich fami­li­en­recht­li­cher Gesichts­punk­te ver­tie­fend behan­delt. In die­sem Zusam­men­hang wer­den auch Kin­des­wil­le, Bewäl­ti­gungs­res­sour­cen und Resi­li­enz the­ma­ti­siert. Psy­cho­lo­gi­sche Theo­rien und deren Anwend­bar­keit wer­den in den Blick genom­men. Sie sol­len anhand von Pra­xis­bei­spie­len ver­an­schau­licht wer­den, um ein tie­fe­res Ver­ständ­nis zu ermög­li­chen. Abschlie­ßend wer­den Min­dest­an­for­de­run­gen und Stan­dards für Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten dargestellt.