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“Ein Spiel mit dem Verborgenen”
Ausstellung von Hiltrud Faßbender in Trier eröffnet

Unter dem viel­sa­gen­den Titel „Die Ent­hül­lung – Ein Spiel mit dem Ver­bor­ge­nen“ wur­de am Don­ners­tag, den 20. August 2026, eine facet­ten­rei­che Aus­stel­lung der renom­mier­ten Künst­le­rin Hil­trud Faß­ben­der in der Tagungs­stät­te Trier der Deut­schen Rich­ter­aka­de­mie eröff­net. Vor zahl­rei­chen Gäs­ten aus Jus­tiz, Kul­tur und Gesell­schaft bot der Eröff­nungs­abend nicht nur span­nen­de Ein­bli­cke in ein jahr­zehn­te­lan­ges künst­le­ri­sches Schaf­fen, son­dern auch einen ech­ten Höhe­punkt mit der fei­er­li­chen Ent­hül­lung eines neu­en drei­di­men­sio­na­len Kunstwerks.

In sei­ner Begrü­ßungs­re­de zog der Direk­tor der Deut­schen Rich­ter­aka­de­mie, Oli­ver Ser­vas, eine Par­al­le­le zwi­schen dem juris­ti­schen All­tag und der künst­le­ri­schen Kon­zep­ti­on der Aus­stel­lung: Wäh­rend die Jus­tiz im Dienst der Wahr­heits­fin­dung danach stre­be, Sach­ver­hal­te trans­pa­rent zu machen und Ver­bor­ge­nes auf­zu­de­cken, lade die Kunst dazu ein, mit dem Ver­bor­ge­nen zu spie­len. Schich­ten, Andeu­tun­gen und Rät­sel­haf­tes sei­en in der Bil­den­den Kunst wesent­li­che Ele­men­te, die dem Betrach­ter Raum für eige­ne Wahr­neh­mun­gen und Deu­tun­gen eröffneten.

Ausstellung von Hiltrud Faßbender in Trier
Ausstellung von Hiltrud Faßbender in Trier

Zudem zeich­ne­te er den bemer­kens­wer­ten Lebens- und Ent­wick­lungs­weg der in Trier gebo­re­nen und in Konz leben­den Künst­le­rin nach, die bereits im Alter von 14 Jah­ren mit dem Schü­ler­preis des Muse­ums Sime­on­stift aus­ge­zeich­net wur­de. Wäh­rend ihres Lehr­amts­stu­di­um und ihrer lang­jäh­ri­gen Tätig­keit im Schul­dienst in den Fächern Kunst und Sport blieb sie ihrer Kunst stets eng ver­bun­den. Dabei ent­wi­ckel­ten sich ihre Arbei­ten schritt­wei­se vom klas­si­schen Aqua­rell hin zu kraft­vol­ler Acryl­ma­le­rei. Cha­rak­te­ris­tisch für ihr Werk ist das Span­nungs­feld zwi­schen Gegen­ständ­lich­keit und Abs­trak­ti­on: Figu­ren und Land­schaf­ten blei­ben sche­men­haft spür­bar, über­las­sen die end­gül­ti­ge Inter­pre­ta­ti­on jedoch dem indi­vi­du­el­len Blick der Betrachtenden.

Einen sehr per­sön­li­chen Ein­blick in das Leben und Schaf­fen von Frau Faß­ben­der gewähr­te sodann Ihre Enke­lin Jen­ni­fer Welter aus Ham­burg im Rah­men ihrer Lau­da­tio, die dann auch zum Höhe­punkt des Abends über­lei­te­te, dem Akt der „Ent­hül­lung“. Nach ihrem Ein­tritt in den Ruhe­stand hat sich Hil­trud Faß­ben­der mit gro­ßer Schaf­fens­kraft der drit­ten Dimen­si­on zuge­wandt. Eine von ihr geschaf­fe­ne, bis zu die­sem Moment streng ver­hüll­te Plas­tik in Form einer Lam­pe wur­de vor den Augen des Publi­kums erst­mals fei­er­lich der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert und stieß auf ein­hel­li­ge Begeisterung.

Ausstellung von Hiltrud Faßbender in Trier

Musi­ka­lisch umrahmt wur­de die Ver­nis­sa­ge durch ein fein­sin­nig abge­stimm­tes Zusam­men­spiel von Catrin Ste­cker an der Kla­ri­net­te und Ange­la Simons am Cello.

Ausstellung von Hiltrud Faßbender in Trier
Ausstellung von Hiltrud Faßbender in Trier

Die Aus­stel­lung ist noch bis zum 8. Okto­ber 2026 in den Räum­lich­kei­ten der Deut­schen Rich­ter­aka­de­mie in Trier zu sehen, jeweils Diens­tag bis Don­ners­tag 09:00 – 15:30 Uhr und Frei­tag 09:00 – 13:00 Uhr