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Rechtsextremismus in Deutschland - Kontinuitäten und aktuelle Tendenzen

Tagungsnr.: 37a
Veranstaltende JV: Niedersachsen
Tagungsort: Trier
Datum: 06.12.2026 - 11.12.2026
 

Die Tagung wen­det sich an Rich­te­rin­nen und Rich­ter aller Gerichts­bar­kei­ten sowie an Staats­an­wäl­tin­nen und Staatsanwälte.
Spä­tes­tens die Mord­ta­ten des NSU (Natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Unter­grund) haben den Rechts­extre­mis­mus in den Mit­tel­punkt des all­ge­mei­nen Inter­es­ses gerückt. Vor allem Ver­fas­sungs­schutz und Poli­zei müs­sen sich die Fra­ge gefal­len las­sen, ob das Phä­no­men nicht zu lan­ge unter­schätzt wur­de. Nicht sel­ten wird die­se Fra­ge aber auch an die Jus­tiz gerichtet.
Gewalt­ta­ten wie die Ermor­dung des Poli­ti­kers Wal­ter Lüb­cke (2019) sowie die töd­li­chen Anschlä­ge von Hal­le (2019) und Hanau (2020) ver­deut­li­chen die Mili­tanz und gefähr­li­che Dyna­mik der rechts­extre­men Sze­ne in jüngs­ter Zeit.
Im Rah­men der Tagung soll ein­füh­rend die schwie­ri­ge Auf­ar­bei­tung des NS-Unrechts in der Bun­des­re­pu­blik kri­tisch reflek­tiert werden.
Wei­ter wer­den aktu­el­le Erschei­nungs­for­men des Rechts­extre­mis­mus behan­delt. Das gilt bei­spiels­wei­se für den auch intel­lek­tu­ell anspruchs­voll daher­kom­men­den Rechts­extre­mis­mus eben­so wie für rabia­te Pro­pa­gan­da­for­men (Musik etc.). Nicht zuletzt wird die Rele­vanz des Inter­nets für Radi­ka­li­sie­rungs­pro­zes­se rechts­extre­mer Täter in den Blick genom­men. Ein wei­te­rer Schwer­punkt liegt auf der Erör­te­rung von Schwie­rig­kei­ten und Pro­ble­men bei der Straf­ver­fol­gung des Rechts­extre­mis­mus anhand von Berich­ten aus der Praxis.
Die­se Tagung wird auch im Rah­men des Euro­pean Judi­cial Trai­ning Net­work (EJTN) aus­ge­schrie­ben. Sie ist in beson­de­rem Maße auch für aus­län­di­sche Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer geeignet.