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Die Psychologie des Überzeugens - Der überzeugende Auftritt der Staatsanwaltschaft vor Gericht

Tagungsnr.: 25a
Veranstaltende JV: Baden-Württemberg
Tagungsort: Trier
Datum: 07.09.2026 - 11.09.2026
 
Die Tagung wen­det sich ins­be­son­de­re an Staats­an­wäl­tin­nen und Staats­an­wäl­te, die regel­mä­ßig die Sit­zungs­ver­tre­tung in Haupt­ver­hand­lun­gen wahr­neh­men. Dass die Kunst des Über­zeu­gens zum Bestand pro­fes­sio­nel­len juris­ti­schen Kön­nens zählt, steht außer Fra­ge. Ob als Werk­zeug, als Waf­fe oder als Schlüs­sel titu­liert, das wich­tigs­te Mit­tel juris­ti­scher Arbeit ist und bleibt die Spra­che. Mit ihr wer­den Infor­ma­tio­nen aus­ge­tauscht, Argu­men­te ver­mit­telt, Mei­nun­gen trans­por­tiert. Doch was über­zeugt? Die­ser Fra­ge wid­met sich die Ver­an­stal­tung. Dabei wer­den psy­cho­lo­gi­sche Erkennt­nis­se gezielt für die prak­ti­sche Anwen­dung durch die Staats­an­walt­schaft frucht­bar gemacht. Da sich in der straf­recht­li­chen Haupt­ver­hand­lung in der Regel der Aus­gang eines Straf­ver­fah­rens ent­schei­det, wer­den dabei ver­schie­de­ne Abschnit­te der Haupt­ver­hand­lung (ins­be­son­de­re Vor­be­rei­tung, Beginn, Zeu­gen­ver­neh­mun­gen, Stel­lung­nah­men, Plä­doy­er) unter dem Gesichts­punkt des sou­ve­rä­nen Auf­tritts und der Über­zeu­gungs­kraft ins Visier genom­men. Vor dem Hin­ter­grund psy­cho­lo­gi­scher Erkennt­nis­se wird dabei ein beson­de­rer Fokus auf die Mög­lich­kei­ten sprach­li­cher Ein­fluss­nah­me auf die Über­zeu­gungs­bil­dung gelegt, um Mani­pu­la­ti­ons­ver­su­che zu erken­nen, ihnen zu begeg­nen und Über­zeu­gungs­tech­ni­ken prak­tisch zu nut­zen. Einen wei­te­ren Schwer­punkt der Ver­an­stal­tung bil­det der kom­mu­ni­ka­ti­ve Umgang mit typi­schen Kon­flikt­si­tua­tio­nen vor Gericht. Dabei wer­den sowohl Dees­ka­la­ti­ons­tech­ni­ken als auch Grund­sys­te­me der Schlag­fer­tig­keit ver­mit­telt, mit denen schwie­ri­ge Situa­tio­nen sou­ve­rän gemeis­tert wer­den kön­nen. In Anbe­tracht der zuneh­men­den prak­ti­schen Bedeu­tung, wer­den in einem geson­der­ten Teil der Ver­an­stal­tung Grund­la­gen der Ver­hand­lungs­psy­cho­lo­gie und deren prak­ti­sche Anwen­dung im Rah­men der straf­recht­li­chen Ver­stän­di­gungs­ge­sprä­che (§ 257c StPO) behan­delt. Ziel des Semi­nars ist es, den Teil­neh­men­den einen auf psy­cho­lo­gi­schen Erkennt­nis­sen basie­ren­den und prak­tisch unmit­tel­bar nutz­ba­ren „rhe­to­ri­schen Werk­zeug­kof­fer“ an die Hand zu geben, wel­chen sie indi­vi­du­ell aus­bau­en und auf den sie in zukünf­ti­gen Haupt­ver­hand­lun­gen mühe­los zurück­grei­fen können.