Sicherer Umgang mit Aussage und Vernehmung


Tagungsnr.: 12a
Veranstaltende JV: Baden-Württemberg
Datum: 08.04.2019 - 12.04.2019

Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten sowie an  Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Wo immer Aussagen - von Zeugen, Parteien oder Beschuldigten - zur Aufklärung herangezogen werden, bestehen typische Risiken, dass der auf ihrer Grundlage zu treffenden Entscheidung womöglich nicht der „wahre“ Sachverhalt zugrunde liegt: Von falscher Wahrnehmung und fehleranfälligen Gedächtnisprozessen über Lügen hin zu Missverständnissen und psychologischen Effekten bei den Vernehmenden gibt es eine Fülle an möglichen Fehlerquellen. Die Tagung will in enger Verzahnung von theoretischer Darstellung und praktischen Übungen das Wissen, die Methoden und die Fertigkeiten vermitteln, um diese Risiken zu erkennen und zu minimieren. Sie vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern insbesondere:
  • Aussagen hypothesengeleitet zu prüfen (BGH: „Nullhypothese“),
  • Glaubhaftigkeitsmerkmale und Kompetenzanalyse in der Praxis sicher zu handhaben,
  • Lügenstereotype (z. B. Körpersprache) und Entscheidungsheuristiken der Vernehmenden zu erkennen und einzuschätzen,
  • Fehlerquellen bei Wahrnehmung, Erinnerung und Kommunikation zu erkennen und - wo möglich - zu vermeiden,
  • Vernehmungen mit Blick auf die Glaubhaftigkeitsanalyse zu planen und durchzuführen,
  • Protokolle zu verbessern,
  • die Glaubhaftigkeitsanalyse in juristischen Entscheidungen (in der Regel Texten) transparent und sicher umzusetzen.

Die aktive Mitarbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist unbedingt erforderlich.


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