Was wirkt in einer Familie? Das Systemische Modell - Theorie und Selbsterfahrung


Tagungsnr.: 29d
Veranstaltende JV: Sachsen-Anhalt
Datum: 13.10.2019 - 18.10.2019

Die Tagung richtet sich vorrangig an Richterinnen und Richter, die mit Familien- und Strafsachen befasst sind, sowie an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die in Jugendstrafsachen tätig sind. Folgende Schwerpunkte sind vorgesehen: Richterinnen, Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sind in ihrem beruflichen Alltag regelmäßig oder gelegentlich mit familiären Problemen und/oder verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen konfrontiert. Häufig stoßen sie dabei auf Verhaltensweisen, die mit rein juristischem Wissen nur schwer zu verstehen und zu lösen sind. Hier können Kenntnisse aus der Systemischen Familientherapie helfen. Kerngedanke der systemischen Arbeit ist die Annahme, dass der Schlüssel zum Verständnis und zur Veränderung von Problemen weniger in der auffälligen Person selbst liegt, sondern vielmehr im familiären Zusammenhang zu finden ist, in dem sich die Mitglieder gegenseitig beeinflussen. In der Tagung sollen die systemischen Zusammenhänge innerhalb einer Familie, insbesondere die Stellung von Eltern und Kindern innerhalb des Systems, die komplexen Probleme von Patchwork-Familien und der Einfluss von Trennung und Tod einzelner Mitglieder auf das System sowie typische Konflikte und mögliche Lösungsansätze dargestellt, erörtert und erfahrbar gemacht werden. Neben der theoretischen Modelldarstellung erfolgt die Erarbeitung der Thematik in angeleiteten Übungen zur Fremd- und Eigenwahrnehmung, durch körperorientierte Arbeit, systemische Interventionen sowie persönlichen Austausch in Kleingruppen und in der gesamten Gruppe.

Vorausgesetzt wird bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bereitschaft, sich auf gruppendynamische Prozesse einzulassen und sich an Selbsterfahrungsübungen zu beteiligen.


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