Vermögensabschöpfung


Tagungsnr.: 24d
Veranstaltende JV: Bund
Datum: 09.09.2019 - 13.09.2019

Die Tagung wendet sich Richterinnen und Richter sowie an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Vermögensabschöpfung gewinnt sowohl in nationalen Strafverfahren als auch im grenzüberschreitenden Verkehr zunehmend Bedeutung. Das Gesetz zur Reform des Rechts der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung ist am 1. Juli 2017 in Kraft getreten. Neben einem Erfahrungsaustausch hierzu sollen die Einziehung von Tatprodukten, -mitteln und -objekten nach §§ 74 ff. StGB,  Rechtsfragen bei der Abschöpfung nach § 29a OWiG, die Abschöpfung in "Krypto"-Währungen und das Verhältnis der Vermögensabschöpfung nach §§ 73 ff. StGB und § 29a OWiG zu der Abschöpfung im Wege der Geldbuße gegen juristische Personen und Personenvereinigungen nach § 30 OWiG behandelt werden. Bis zum Beginn der Tagung wird die unmittelbar anwendbare Verordnung des Europäischen Parlamentes und des Rates über die gegenseitige Anerkennung von Sicherstellungs- und Einziehungsentscheidungen voraussichtlich verabschiedet sein. Das formal und inhaltlich neue Verfahren der Vermögens-abschöpfung im Verhältnis zwischen Mitgliedstaaten der  Europäischen Union soll vorgestellt und anhand von Praxisbeispielen erprobt werden. Durch den Beitritt Deutschland zur UNCAC gewinnt jenseits der Außengrenzen der EU die weltweite Zusammenarbeit zunehmend Bedeutung. Rechtsgrundlagen und Erfahrungen sollen dargestellt werden. Zudem wird die Geltendmachung von Opferansprüchen thematisiert, wenn Vermögen im Ausland gesichert wurde.

Diese Tagung wird auch im Rahmen des European Judicial Training Network (EJTN) ausgeschrieben. Sie ist in besonderem Maße auch für ausländische Teilnehmerinnen und Teilnehmer geeignet.


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