Der MENSCH in der Robe (Grundtagung)


Tagungsnr.: 11c
Veranstaltende JV: Nordrhein-Westfalen
Datum: 24.03.2019 - 29.03.2019

Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten sowie an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Sowohl die eigene persönliche Lebensgeschichte als auch die Erfahrungen und Beziehungen im Berufsumfeld prägen und beeinflussen unser Denken, Fühlen und Handeln. Dies wird auch in der richterlichen Tätigkeit wirksam: Die individuellen Prägungen kommen in der Verhandlungsführung zum Ausdruck und können sich bis in die Beweiswürdigung und Entscheidungsfindung auswirken. Was bedeutet das? Wo und wie können Faktoren wirksam werden, die das richterliche Handeln beeinflussen? Und wie kommt man seinen Prägungen und Haltungen, seinem „Vorverständnis“ auf die Spur? Die Tagung gibt die Gelegenheit und schafft den Raum, dies zu reflektieren und auch zu erforschen. Sie lädt ein, den eigenen persönlichen und beruflichen Erfahrungen sowie ihren Folgen für die eigene Entwicklung nachzugehen und eigene Antriebskräfte, typische Verhaltensmuster sowie deren Ursachen zu erkennen. Dies schafft Möglichkeiten, das eigene Verhalten in Gesprächs- und Verhandlungssituationen zielorientiert zu verbessern. Ziel ist es zudem, mehr Zugang zur eigenen inneren Stärke für den beruflichen und privaten Lebensweg zu gewinnen. Da die Thematik nicht in Vorträgen erarbeitet werden kann, werden Möglichkeiten der Selbsterfahrung und des Selbsterlebens u. a. in körperorientierten Übungen angeboten.

Die Tagung eignet sich besonders für diejenigen, die bereits an kommunikationsbezogenen Tagungen mit Selbst- und Körpererfahrung teilgenommen haben oder sonst dafür offen sind. Vorausgesetzt wird bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bereitschaft, sich auf gruppendynamische Prozesse einzulassen und an Selbsterfahrungsübungen zu beteiligen.


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