Bedrohungsmanagement


Tagungsnr.: 27b
Veranstaltende JV: Rheinland-Pfalz
Datum: 29.09.2019 - 02.10.2019

Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, auch an Behördenleiterinnen und Behördenleiter, die sich mit dem Aufbau eines Bedrohungsmanagements befassen. Unter Bedrohungsmanagement versteht man einen Ansatz zur Prävention von schwerer Gewalt wie z.B. von Amokläufen oder von Tötungsdelikten durch Intimpartner. Schwere zielgerichtete Gewalttaten geschehen so gut wie nie aus heiterem Himmel, sondern sie kündigen sich vorher durch bestimmte Verhaltensweisen an. Solche Verhaltensweisen können zum Beispiel direkte Drohungen sein, Ankündigungen gegenüber Dritten oder das Beschaffen von Waffen. Gerade in der Justiz hat man es oft mit Menschen zu tun, die nichts zu verlieren haben oder die sich in ihrer Existenz bedroht sehen. Die Teilnehmenden der Tagung lernen die Warnverhaltensweisen und verschiedene Risikobewertungssysteme kennen. Anhand von realen Fallbeispielen aus der Justiz werden unterschiedliche Verläufe bewertet und geeignete Fallmanagementmaßnahmen besprochen. Bedrohungsmanagementstrukturen in der Justiz können dazu beitragen, potentielle Täter frühzeitig zu identifizieren und Gewalttaten zu verhindern. Dabei wird beim Bedrohungsmanagement sowohl in der Risikoeinschätzung als auch im Fallmanagement fach- und abteilungsübergreifend vorgegangen. Das Bedrohungsmanagement ist geeignet, auch auf mildere Formen von grenzüberschreitendem Verhalten durch Deeskalation zu reagieren. Die Teilnehmenden lernen die notwendigen Strukturen und den Aufbau eines Bedrohungsmanagements kennen.


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