Medizinstrafrecht


Tagungsnr.: 4d
Veranstaltende JV: Bayern
Datum: 26.01.2020 - 31.01.2020

Die Tagung wendet sich in erster Linie an Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die mit der Bearbeitung medizinrechtlicher und insbesondere arztstrafrechtlicher Sachverhalte befasst sind. Das Tagungsprogramm ist darauf ausgerichtet, das Spektrum der in der „klassischen“ medizinstrafrechtlichen Praxis auftretenden Probleme weitgehend abzudecken. Dabei werden auch medizinische und medizinethische Hintergründe berücksichtigt; unter anderem ist eine Exkursion in das Institut für Rechtsmedizin der Charité ins Auge gefasst. Die Tagung behandelt auch vertieft ärztliche Entscheidungen am Lebensende und eignet sich daher auch für Richter, die mit betreuungsrechtlichen und (anderen) medizinzivilrechtlichen Fragen befasst sind. Nicht Gegenstand der Tagung sind Vermögens-, Korruptions- und Urkundsdelikte sowie das Betäubungsmittel- und Lauterkeitsstrafrecht.
Folgende juristische Schwerpunkte sind vorgesehen:
  • Ermittlungsverfahren und Hauptverhandlung in medizinstrafrechtlichen Fällen
  • Grundlagen und Aktuelles zum haftungsrechtlichen Standard und zur Patientenautonomie
  • Kapitaldelikte (insbesondere in Zusammenhang mit BtM-Überlassung, Datenmanipulation bei Organspende, ärztlicher und nichtärztlicher Suizidbeihilfe sowie passiver u. indirekter Sterbehilfe)
  • Ggf. noch weitere medizinstrafrechtliche Probleme aus dem Bereich des Nebenstrafrechts.
  • bgesehen von dem gerichtsmedizinischen Part kommen Mediziner auch zu folgenden Themen zu Wort:
  • Ärztliche Handlungspraxis am Lebensende
  • Gutachterliche Möglichkeiten der Tatsachenfeststellung
  • Qualitätsmanagement.

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