Chronik


1968 Vom 5. bis 12. März findet in Bad Driburg die erste Tagung der im Jahr zuvor von der 35. Justizministerkonferenz ins Leben gerufenen sog. „Fliegenden Richterakademie" statt. Die Eröffnungsansprachen halten der Bundesminister der Justiz Dr. Dr. Gustav W. Heinemann und der nordrhein-westfälische Justizminister Dr. Dr. Josef Neuberger.
1968 - 1972 In Ausführung des Beschlusses der 35. Justizministerkonferenz richten die Länder im Wechsel etwa 40 Fortbildungsveranstaltungen an verschiedenen Orten für Richter und Staatsanwälte aus dem gesamten Bundesgebiet aus. Die „Fliegende Richterakademie" ist jedoch von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht.
1969 Die 38. Justizministerkonferenz spricht sich mit Nachdruck dafür aus, dass die Deutsche Richterakademie unverzüglich einen festen Standort erhält.
1970 Die im Mai in Bad Pyrmont tagende Sonderkonferenz der Justizminister und -senatoren entscheidet sich für Trier als Standort der Deutschen Richterakademie.
1971 Der Grundstein für das Gebäude der Deutschen Richterakademie wird am 25. Februar gelegt. Das Richtfest wird am 17. Dezember gefeiert.
1973 Die Justizminister und -senatoren sowie der Bundesminister der Justiz unterzeichnen am 12. Januar in Trier die Verwaltungsvereinbarung über die Deutsche Richterakademie. Am 16. Februar findet in der Tagungsstätte ein Festakt aus Anlass der Eröffnung der Deutschen Richterakademie statt. Die Eröffnungsansprachen halten der Bundesminister der Justiz, Gerhard Jahn, und der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Helmut Kohl. Am 19. Februar beginnen die ersten beiden Fortbildungsveranstaltungen mit je 40 Teilnehmern. Die Tagungen, ausgerichtet von Baden-Württemberg und dem Saarland, widmen sich den Themen „Familienrecht" sowie „Europarecht und nationales Recht".
1987 Der 25.000ste Tagungsteilnehmer ist in Trier zu Gast.
1990 Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober erhalten auch die Richter und Staatsanwälte der neuen Länder die Möglichkeit, an den Fortbildungsveranstaltungen der Deutschen Richterakademie teilzunehmen.
1991 Im November bekräftigen die Justizminister und -senatoren im Rahmen der 62. Justizministerkonferenz ihren Entschluss, die Tagungsstätte in Wustrau in die Deutsche Richterakademie aufzunehmen.
1991 - 1992 Die Liegenschaft Wustrau wird renoviert, um sie als zweite Tagungsstätte der Deutschen Richterakademie nutzen zu können.
1993 Am 1. Januar tritt die neue Verwaltungsvereinbarung über die Deutsche Richterakademie in Kraft. Danach wird die Deutsche Richterakademie vom Bund und den 16 Ländern getragen. Die im Land Brandenburg gelegene Tagungsstätte Wustrau tritt als selbständige, gleichberechtigte Tagungsstätte der Deutschen Richterakademie neben die Tagungsstätte Trier. Vom 3. bis 13. Februar finden in Wustrau die ersten beiden Tagungen für je 35 Teilnehmer statt, und zwar zu den Themen „Auf dem Weg zur Rechtseinheit in Deutschland" und „Einführung in die elektronische Datenverarbeitung". Veranstalterländer sind Brandenburg und Bayern. Am 24. Mai wird im Rahmen eines Festaktes die Tagungsstätte Wustrau feierlich eröffnet. Im Herbst findet in Trier die 1.000ste Tagung der Deutschen Richterakademie statt.
ab 1993 Jährlich werden in Trier und Wustrau zwischen 130 und 140 Tagungen veranstaltet, bei denen insgesamt etwa 5.000 Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen.
1998 Das 25jährige Bestehen der Tagungsstätte Trier, zugleich das 5jährige Bestehen der Tagungsstätte Wustrau, werden am 3. März 1998 im Rahmen eines Festaktes gewürdigt. In Trier wird der 50.000ste, in Wustrau der 10.000ste Teilnehmer begrüßt.
2003 Die Deutsche Richterakademie besteht seit 30 Jahren. Die Tagungsstätte Wustrau ist seit 10 Jahren Bestandteil der Akademie. Bis Anfang d. J. 2003 haben ca. 80.000 Teilnehmer beide Tagungsstätten besucht.
2007 In Trier wird die - bezogen auf beide Tagungsstätten - 100.000ste Teilnehmerin begrüßt.
2008 Der 30.000ste Teilnehmer besucht eine Fortbildungsveranstaltung der DRA in der Tagungsstätte Wustrau.
2009 Die Deutsche Richterakademie ist Vorbild für Konzepte zur justiziellen Fortbildung im europäischen und außereuropäischen Raum. Insbesondere Vertreter der Justizverwaltungen aus den Reformstaaten Mittel- und Osteuropas aber auch aus dem Nahen Osten, China, der Mongolei und Korea informieren sich bei Arbeitsbesuchen in Trier und Wustrau über das Angebot, die Organisation und die Arbeit der Deutschen Richterakademie.
In einer Feierstunde wird die 75.000ste Teilnehmerin  einer in der Trierer Tagungsstätte ausgerichteten Tagung begrüßt.
Mit einer Gesamtauslastung von 95,5 v.H. erreicht der Zuspruch zu den Veranstaltungen der Deutschen Richterakademie einen neuen Spitzenwert.
2010 Die Programmkonferenz beschließt aufgrund der großen Nachfrage eine nochmalige Erhöhung der Gesamtzahl der Tagungsveranstaltungen in Trier und Wustrau. Die internationalen Kontakte der DRA können weiter vertieft werden. Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte aus Estland, Finnland, Großbritannien, Italien, Korea, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Schweden, Ungarn und der Volksrepublik China nehmen an den für ausländische Gäste geöffneten Tagungen teil. Zu Fachgesprächen werden Justizdelegationen aus Italien, den palästinensischen Autonomiegebieten, Russland, Usbekistan, Vietnam und der Volksrepublik China in Trier und Wustrau empfangen.
2011 In Trier wird der 40. Jahrestag der Grundsteinlegung zur Errichtung der heutigen Tagungstätte  der Deutschen Richterakademie begangen.
2013 In Trier wurde mit der Vizepräsidentin des Oberverwaltungsgerichts des Saarlandes, Frau Barbara Beckmann-Roth, die 125.000 Teilnehmerin einer Tagung der Deutschen Richterakademie seit 1973 – bezogen auf beide Tagungsstätten – begrüßt.

Am 29.05.2013 wurde das 40jährige Bestehen der Tagungsstätte Trier und das 20jährige Bestehen der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie im Beisein von Generalbundesanwalt Harald Range, des Ministers der Justiz und für Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz Jochen Hartloff und des Ministers der Justiz des Landes Brandenburg Dr. Volkmar Schöneburg begangen.
2015 In der Tagungsstätte Trier wurde auf Einladung von Bischof Dr. Stephan Ackermann das Frauenforum des Bistums Trier mit 230 Gästen veranstaltet.

Im Rahmen einer Festveranstaltung wurde der 250. Geburtstag des Landrates Friedrich Graf von Zieten, des ehemaligen Hausherren des Zieten-Schlosses zu Wustrau, im Beisein zahlreicher Ehrengäste unter anderem des Staatssekretärs im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Herrn Martin Gorholt, begangen.
2016 Gemeinsamer Informationsbesuch der Hessischen Ministerin der Justiz Eva Kühne-Hörmann und des rheinland-pfälzischen Ministers der Justiz und für Verbraucherschutz Prof. Dr. Gerhard Robbers in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie.

Mit Richterin am Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht Frauke Holmer besuchte der 90.000ste Tagungsgast die Tagungsstätte Trier.

5. Ruppiner Wirtschaftsfest mit dem Finanzminister und stellvertretendem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Christian Görke im Zietenschloss der Deutschen Richterakademie in Wustrau.
2017 Informationsbesuch des Staatsministers der Justiz des Landes Rheinland-Pfalz Herbert Mertin in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie.

Mit der Direktorin des Amtsgerichts Weilburg, Frau Bettina Tayefeh Mahmoudi, konnte der 50.000ste Tagungsgast in der Tagungsstätte Wustrau begrüßt werden.

Deutsche Richterakademie - Tagungsstätte Trier: trier(at)deutsche-richterakademie.de - Tagungsstätte Wustrau: wustrau(at)deutsche-richterakademie.de