Aktuelles

Informationen zu aktuellen Themen

Informationen über das aktuelle Tagungsprogramm erhalten Sie, indem Sie auf den Navigationspunkt Jahresprogramm  klicken. Sie können das Programm als Tabelle mit verschiedenen Filterfunktionen aufrufen. Zum Download halten wir auch eine PDF-Datei für Sie vor. Zwei Wochen vor Tagungsbeginn können Sie unter der Rubrik Tagungsprogramme das ausführliche Programm der in den Tagungsstätten in Trier und Wustrau stattfindenden Tagungen aufrufen.







Informationsabend der IHK Trier zur Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Im Rahmen der Tagung „Aktuelle Fragen des Asyl- und Ausländerrechts“ stellte die Industrie- und Handelskammer Trier (IHK) in der Deutschen Richterakademie ihre Bemühungen und Erfolge zur Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vor. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Glockauer berichtete gemeinsam mit der Bereichsleiterin des DIHK in Berlin Dr. Sandra Hartig am 12.12.2018 über praktische Beispiele der Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Während IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Glockauer vor allem Integrationsbeispiele aus der Region Trier schilderte, stellte Frau Dr. Hartig Fallbeispiele aus weiteren Bundesländern und aktuelle rechtliche Fragestellungen aus dem Bereich der Gesetzgebung in den Mittelpunkt ihres Vortrags. In der anschließenden intensiven Diskussion mit den anwesenden rund 40 Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichtern gingen Frau Dr. Hartig und Herr Dr. Glockauer außerdem auf zahlreiche weitere Punkte wie die Frage nach einer gesetzlichen Regelung der Fachkräftezuwanderung und zukünftige Herausforderungen der Integration ein. Abgerundet wurde der Informationsabend durch Gespräche in kleiner Runde. Am Ende der Veranstaltung dankte Akademiedirektor Dr. Tratz der IHK Trier für die interessanten Einblicke in die Praxis und äußerte die Hoffnung auf eine weiterhin guten Zusammenarbeit.
                                                    

In der vom Bundesland Bayern jährlich ausgerichteten Tagung zum Asyl- und Ausländerrecht wurden unter Leitung des Richters am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Clemens Kurzidem zahlreiche Fragen des Migrationsrechts aus verschiedenen Blickwinkeln erörtert. So referierten unter anderem der Vorsitzende Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Uwe Berlit zur aktuellen Rechtsprechung, Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Harald Dörig zum Thema der Fortentwicklung des EU-Migrationsrechts durch nationale Richter und die Direktorin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Gräfin Ursula Praschma zur Informationsgewinnung und Entscheidungspraxis des Bundesamtes. Im Rahmen der Tagung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern Erfahrungen und Informationen auszutauschen.

Delegation der School of Magistrates aus Albanien in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Unter Führung ihres Direktors Sokol Sadushaj besuchte eine 16köpfige Delegation der School of Magistrates aus Albanien im Rahmen eines Arbeitsbesuchs die Deutsche Richterakademie. Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz begrüßte die Kolleginnen und Kollegen aus Albanien sehr herzlich in der Tagungsstätte Trier. Die Deutsche Richterakademie freue sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus Albanien über die Aus- und Fortbildung der Juristinnen und Juristen in Deutschland zu diskutieren und gemeinsam über Möglichkeiten zur Optimierung der Fortbildung zu beraten.
                

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte versammelten sich die Mitglieder der Delegation im Konferenzraum der Tagungsstätte. Zunächst stellte Akademiedirektor Dr. Tratz die richterliche und die staatsanwaltschaftliche Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland vor. So erläuterte Dr. Tratz die Konstruktion und die Finanzierung der Deutschen Richterakademie als Bund-Länder-Einrichtung. Die Themen eines Fortbildungsjahrs würden in einer Programmkonferenz gemeinsam beraten und beschlossen. Hierbei würden auch die Wünsche der rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlich rund 150 Fortbildungsveranstaltungen berücksichtigt, die im Rahmen einer Evaluation jeder Tagung abgefragt würden. Aufgrund der hohen Auslastung der Deutschen Richterakademie mit deutlich über 90 % glaube man, den zutreffenden Fortbildungsbedarf der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte ermittelt zu haben, so Direktor Dr. Tratz.

Besonders interessiert zeigten sich die Gäste aus der Albanien an den verhaltensorientierten Tagungen der Deutschen Richterakademie, der konkreten Auswahl der Referentinnen und Referenten sowie der Zusammenstellung des Jahresprogramms. Auch über die Vor- und Nachteile von E-learning wurde intensiv diskutiert.

Abgerundet wurde der Delegationsbesuch mit einem gemeinsamen Mittagessen im Speisesaal der Deutschen Richterakademie. Die Gäste aus Albanien zeigten sich hierbei von der Leistung des Küchenteams der Deutschen Richterakademie sehr angetan.


Delegation der Electoral Judicial School of Mexiko zu Gast in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Die Organisation der Deutschen Richterakademie und die Ermittlung des Fortbildungsbedarfs in der Bundesrepublik Deutschland standen im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs einer Delegation der Electoral Judicial School of Mexiko in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie.

Die Delegation unter Führung des Direktors der Judicial School Dr. Carlos Soriano Cienfuegos wurde am 04.12.2018 sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Nach den Worten von Akademiedirektor Dr. Tratz habe die Deutsche Richterakademie ein großes Interesse, mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern über die Aus- und Fortbildung der Juristinnen und Juristen zu diskutieren und gegenseitig Ideen sowie Erfahrungen auszutauschen.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte  versammelten sich die 6 Mitglieder der Delegation, darunter auch Head of the research unit Dr. Leopoldo Gama und Mr. Justice Felipe de la Mata Pizana, im Pavillon des Schlossgebäudes zu einer Arbeitssitzung. Zunächst stellte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung in Deutschland vor. So erläuterte Dr. Tratz die Konstruktion und die Finanzierung der Deutschen Richterakademie als Bund-Länder-Einrichtung. Die Themen eines Fortbildungsjahrs würden in mehreren Programmkonferenzen gemeinsam beraten und beschlossen. Hierbei würden vor allem die Anregungen der rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlich ca. 150 Fortbildungsveranstaltungen berücksichtigt, die im Rahmen einer umfassenden Evaluation jeder einzelnen Tagung abgefragt würden. Jeder Tagungsgast erhalte zu Beginn einer Fortbildungsveranstaltung einen Fragebogen, der gegen Ende der Tagung anonym zurückgegen würde. In diesem Fragebogen sollten die Referentinnen und Referenten des besuchten Seminars sowie die Tagungsbedingungen bewertet werden. Außerdem würden die Anregungen und Wünsche der Praxis nach neuen Themen und Formaten für Fortbildungsveranstaltungen abgefragt. Aufgrund der hohen Auslastung der Deutschen Richterakademie mit deutlich über 90 % sei man davon überzeugt, die richtigen Schwerpunkte zu setzen, so Direktor Dr. Tratz. Besonders interessiert zeigten sich die Gäste aus Mexico an den verhaltensorientierten und interaktiven Seminaren, der konkreten Auswahl der Referentinnen und Referenten sowie der Themenauswahl für die Fortbildungsveranstaltungen.

Abgerundet wurde der Delegationsbesuch mit einem gemeinsamen Abendessen im festlich geschmückten Pavillon der Deutschen Richterakademie.

Arbeitsbesuch des Justizstaatssekretärs der Republik Kroatien in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Die Organisation der Fortbildung von Richterinnen und Richter sowie  Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in der Bundesrepublik Deutschland stand im Mittelpunkt eines Arbeitsbesuchs des Justizstaatssekretärs der Republik Kroatien Kristijan Turkalj in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Begleitet wurde Staatssekretär Turkalj unter anderem durch Direktorin der Kroatischen Justizakademie Andrea Posavec Franic und die Referatsleiterin im  Justizministerium Vanessa Pomykalo. 

Die Gäste aus Kroatien wurden am 29. November 2018 durch die Verwaltungsleiterin der Tagungsstätte Wustrau Birgit Maaß und ihre Vertreterin Liliane Vollrath-Petruschke willkommen geheißen. Frau Maaß bestellte Staatssekretär Turkalj herzliche Grüße von Akademiedirektor Dr. Stefan Tratz, der sich zeitgleich auf einer Dienstreise in Usbekistan aufhalte. Herr Dr. Tratz bedauere, den Staatssekretär nicht persönlich begrüßen zu können. Zunächst besichtigte die Delegation aus Kroatien die Räumlichkeiten der Tagungsstätte und wurden über den Stand der Baumaßnahmen am historischen Schlossgebäude informiert. Frau Maaß berichtete, durch die Baumaßnahmen würden mehrere neue Seminar- und Kleingruppenräume entstehen, die aufgrund der zunehmenden Interaktivität der Fortbildungsveranstaltungen dringend benötigt würden. Man hoffe, dass die Baumaßnahmen in den ersten Monaten des kommenden Jahres abgeschlossen werden können. Die 16 Bundesländer und der Bund würden rund 1 Million Euro zur Optimierung der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung in das Zieten-Schloss investieren.

Nach der Besichtigung der Räumlichkeiten informierte Verwaltungsleiterin Maaß über die Grundlagen der Aus- und Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie der Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in Deutschland. Anschließend stellte Frau Maaß die Deutsche Richterakademie mit den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau sowie das Fortbildungsprogramm für das Jahr 2019 vor. Auf starke Beachtung der Gäste stießen vor allem die interdisziplinären und verhaltensorientierten Tagungen der Deutschen Richterakademie. Anhand von einzelnen Tagungen wurden durch Frau Maaß und Frau Vollrath-Petruschke die interaktive Vorgehensweise und die einzelnen Themen der Veranstaltungen geschildert.

Besonders interessiert waren die Gäste an der Ermittlung des Fortbildungsbedarfs, der Themenauswahl durch die Programmkonferenz und der Auswahl der Referentinnen und Referenten. Frau Maaß erläuterte, dass die Deutsche Richterakademie über keine eigenen Referentinnen und Referenten verfüge, sondern für jede einzelne Tagung fachlich geeignete Experten ausgesucht würden. Auch zu den Grundprinzipien und zum Ablauf der juristischen Ausbildung wurde sich ausgetauscht.

Zum Abschluss des Besuchs dankte Staatssekretär Turkalj für die freundliche Aufnahme in der Deutschen Richterakademie und regte an, weiterhin in Kontakt zu bleiben.



Seminar zur richterlichen Weiterbildung beim Zentrum für die Juristische Fortbildung  in der usbekischen Hauptstadt Taschkent

Die Organisation und die Ausgestaltung der Fortbildung von Richterinnen und Richtern war Hauptthema eines von der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstalteten Workshops beim Zentrum für die Juristische Fortbildung (Lawyers Training Center) in der usbekischen Hauptstadt. Im Rahmen des Seminars berichtete der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz über die für Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in Deutschland organisierten Seminare und Trainingseinheiten.

Direktor Dr. Tratz sowie die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden am 28.11.2018 durch den Direktor des Zentrums für die Juristische Fortbildung Prof. Dr. Farrukh Mukhamedov sehr herzlich in den Schulungsräumen des Zentrums in Taschkent willkommen geheißen. Die Erfahrungen der Deutschen Richterakademie seien für die usbekische Fortbildungseinrichtung für Richterinnen und Richter von besonderem Interesse. Direktor Prof. Dr. Mukhamedov dankte der Friedrich-Ebert-Stiftung und der örtlichen Repräsentantin der Stiftung Dr. Naylya Rezyapova für die Organisation des Seminars und die Auswahl des hochrangigen deutschen Referenten. Eine besondere Ehre für die Veranstaltung sei die Anwesenheit des Vizepräsidenten des Verfassungsgerichts der Republik Usbekistan Askar Gafurov, der sich besonders für die Erfahrungen der Deutschen Richterakademie interessiere.

Zu Beginn seiner Ausführungen schilderte Direktor Dr. Tratz die Organisation der Deutschen Richterakademie. So würden jährlich rund 150 wöchentliche Seminare veranstaltet, an denen rund 5.000 Personen teilnehmen könnten. Im Jahr 2017 habe die Auslastung der Deutschen Richterakademie erfreulicherweise deutlich über 90 % gelegen. Dies beweise, dass die Themenauswahl für die Fortbildungsveranstaltungen richtig getroffen worden sei. Bei den meisten Seminaren würden Staatsanwältinnen und Staatsanwälte gemeinsam mit Richterinnen und Richtern unterrichtet. Neben Tagungen zu rein juristischen Themen seien in den letzten Jahren verhaltensorientierte Veranstaltungen ausgeweitet worden. Bei allen Seminaren und Trainingseinheiten stünde der praktische Nutzen für die Kolleginnen und Kollegen bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften im Vordergrund, so Akademiedirektor Dr. Tratz. Auf Bitten der Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer ging Dr. Tratz zudem ausführlich auf die Ausgestaltung der Ersten und Zweiten Juristischen Staatsprüfung ein. Auch die Einstellungsvoraussetzungen für die richterliche und staatsanwaltschaftliche Tätigkeit stießen auf ein reges Interesse der Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer.
                                                      

Im zweiten Teil der Veranstaltung standen die zahlreichen Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vordergrund. Unter anderem ging  Direktor Dr. Tratz auf die Freiwilligkeit der Fortbildung in Deutschland, das Beurteilungswesen für Richterinnen und Richter sowie den Inhalt und die Auswahl der Prüfungsthemen in den beiden Staatsprüfungen ein.

Am zweiten Tag des Besuchs in Usbekistan referierte Direktor Dr. Tratz vor den Lehrkräften der Akademie der Generalstaatsanwaltschaft der Republik Usbekistan über das Thema „Neue Entwicklungen in der Fortbildungsarbeit in Deutschland“. So beschäftige man sich im Fortbildungsjahr 2019 in mehreren Veranstaltungen mit der Digitalisierung. Konkrete Themen seien unter anderem die Bereiche „Legal Tech“ und „Amtsgericht 4.0“. In diesem Jahr habe man sich erstmals mit dem Thema „Resilienz“ beschäftigt. Diese Veranstaltung sei auf ein überragendes Teilnahmeinteresse gestoßen. Die Teilnahmeplätze seien um ein Mehrfaches überbucht gewesen. Die Lehrkräfte der Akademie der Generalstaatsanwaltschaft zeigten großes Interesse an den neuen Tendenzen in Deutschland und stellten zahlreiche Nachfragen. Als Dank für die Ausführungen überreichte der Direktor der Akademie der Generalstaatsanwaltschaft Evgeny Kolenko seinem Kollegen aus Deutschland einen Ehrenteller der Akademie der Generalstaatsanwaltschaft von Usbekistan.
      

Im Anschluss an das Referat trafen sich Direktor Kolenko und Direktor Dr. Tratz zu einem intensiven Meinungsaustausch. Hierbei berichtete Direktor Kolenko, dass man sich bei der Generalstaatsanwaltschaft unter anderem aufgrund der Schilderung über den Verlauf und die Ausgestaltung des Referendariats in Deutschland durch Herrn Dr. Tratz bei seinem letzten Besuch in Taschkent im vergangenen Jahr dazu entschieden habe, für die Staatsanwaltschaften in Usbekistan einen ähnlichen Vorbereitungsdienst wie in Deutschland einzuführen. Dies zeige, dass die Erfahrungen aus Deutschland überaus nützlich und fruchtbringend seine. Bei einem festlichen Abendessen äußerte Direktor Kolenko außerdem den Wunsch, die Zusammenarbeit mit der Deutschen Richterakademie weiter auszubauen.



Informationsbesuch einer Delegation des Suzhou People`s Court aus der Volksrepublik China in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland stand im Mittelpunkt eines Besuchs einer  Delegation des Suzhou People`s Court in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Die 16 Kolleginnen und Kollegen aus der Volksrepublik China unter Leitung des Vizepräsidenten des Suzhou Intermediate People`s Court Xinhua Zhao wurden am 23. November 2018 durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich in der Tagungsstätte Trier willkommen geheißen. Akademiedirektor Dr. Tratz betonte, für die Deutsche Richterakademie sei der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus China von besonderer Bedeutung. Auch wenn zwischen China und Deutschland eine Entfernung von rund 7.200 Kilometer läge, sei es aufgrund der internationalen Verflechtungen in Wirtschaft und Politik  erforderlich, solide Kenntnisse über andere Rechtssysteme zu verfügen.
                                     

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten in Deutschland. In den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau biete man jährlich rund 150 Fortbildungstagungen an, die von etwa 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht würden. In der Bundesrepublik Deutschland bestehe keine Verpflichtung zur Fortbildung. Vielmehr sei es die freie Entscheidung der Kolleginnen und Kollegen, eine Fortbildungsveranstaltung bei der Deutschen Richterakademie zu besuchen. Daher sei man sehr froh, dass die Fortbildungsangebote sehr gut angenommen würden. So habe die Auslastung der Deutschen Richterakademie im Jahr 2017 bei 91,2 % gelegen. Die Ermittlung des zukünftigen Fortbildungsbedarfs erfolge unter anderem über Fragebögen, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einer Veranstaltung ausgehändigt bekomme, so Direktor Dr. Tratz. Aus der Auswertung der anonymen Fragebögen könne man sehr gut entnehmen, welcher Fortbildungsbedarf bei den Kolleginnen und Kollegen bestehe.

Besonders interessiert zeigten sich die Kolleginnen und Kollegen aus China an den konkreten Einstellungsvoraussetzungen für Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Auch Fragen der dienstlichen Beurteilung sowie des Beförderungssystems wurden  in der intensiven Diskussion mit Akademiedirektor Dr. Tratz erörtert.

150.000ster Teilnehmer bei einer Fachtagung der Deutschen Richterakademie

Am 21. November 2018 konnte mit Johannes Gebauer der 150.000 Teilnehmer einer Tagung der Deutschen Richterakademie mit ihren beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau begrüßt werden. Der von der Staatsanwaltschaft Offenburg stammende Oberstaatsanwalt ist derzeit Teilnehmer der vom Bundesland Bremen veranstalteten Fortbildungsveranstaltung „Resilienz – Schlüssel zu mehr Arbeits- und Lebensqualität“. Im Zentrum dieser viertägigen Veranstaltung steht das Thema „Resilienz“, d. h. die psychische Widerstandsfähigkeit des Menschen zur Bewältigung von krisenhaften Situationen. Nach einer Vorstellung des aktuellen Forschungsstands durch Wissenschaftler des Deutschen Resilienz-Zentrums der Johannes-Guttenberg-Universität in Mainz erörtern und trainieren die rund 50 Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte unter Anleitung der Experten Möglichkeiten und Strategien zur Steigerung der persönlichen Resilienz.

Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz dankte dem sichtlich überraschten Teilnehmer für den Besuch der Deutschen Richterakademie und überreichte Oberstaatsanwalt Gebauer ein kleines Weinpräsent sowie ein Buch über die Stadt Trier zur Erinnerung.

Akademiedirektor Dr. Tratz zeigte sich zudem über die gleichbleibend hohe Akzeptanz der Deutschen Richterakademie im Kreis der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten in der gesamten Bundesrepublik hoch erfreut. Die Zahl von 150.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bedeute, dass in der seit 1973 bestehenden Tagungsstätte Trier und in der 1993 eröffneten zweiten Fortbildungsstätte in Wustrau jährlich weit über 3.000 Personen Fachtagungen  besucht hätten. Im vergangenen Jahr habe die Auslastung der Deutschen Richterakademie bei 91,2 % und damit nahe an der Vollauslastung gelegen. Dies zeige  das große Interesse der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte an der inhaltlichen Fortbildung sowie dem kollegialen Austausch.
Einen Zeitungsartikel können Sie unter folgendem Link nachlesen: Artikel


Gut besuchte Vernissage der Ausstellung „Stadt, Land, Meer“ der beiden Künstlerinnen Ruth-Ellen Schaeffer und Isolde Hesse in der Tagungsstätte Trier

Mit einer feierlichen Vernissage wurde am 24.10.2018 die neue Ausstellung der beiden in Frankenthal lebenden und arbeitenden Künstlerinnen Dr. Ruth-Ellen Schaeffer und Isolde Hesse in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie eröffnet. In der unter dem Motto „Stadt, Land, Meer“ stehenden Ausstellung werden jeweils rund 30 Gemälde der beiden Künstlerinnen ausgestellt, die sich in dem seit 46 Jahren bestehenden Kunstverein „Die Treidler“ in Frankenthal kennengelernt haben.
     

In seiner Begrüßungsansprache zeigte sich der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr erfreut, dass mit der Künstlerin Dr. Ruth-Ellen Schaeffer die ehemalige Direktorin des Amtsgerichts Speyer künstlerisch in die Deutsche Richterakademie zurückkehre. Anschließend ging Dr. Tratz auf das von den beiden Künstlerinnen gewählte Ausstellungsmotto „Stadt, Land, Meer“ ein. Beim erstmaligen Lesen des Ausstellungsmottos habe er spontan an das ihm aus Kindheitstagen bekannte Spiel „Stadt, Land, Fluss“ gedacht. Dieses Spiel sei nach einem bekannten Lexikon bereits Ende des 19. Jahrhundert von Schülerinnen und Schülern gespielt worden. Nach einem Wandel der Unterrichtsmethoden habe das Spiel offiziell Einzug in den normalen Schulalltag der staatlichen Schulen gefunden. Heute werde das Spiel in vielen Sprach- und Sachkundeschulbüchern als Hilfsmittel eingesetzt. Als Jurist habe er sich aber auch an den Markenrechtsstreit über das Spiel „Stadt, Land Fluss“ erinnert. Ein Spieleverlag wollte sein Markenrecht an „Stadt, Land, Fluss“ durchsetzen. Anlass des Rechtsstreits sei die Entwicklung einer gleichnamigen App gewesen. Mit Urteil aus dem Jahr 2013 habe aber das Kammergericht das Ansinnen abgelehnt. An dem seit Generationen gespielten Klassiker „Stadt, Land, Fluss“ stehe niemandem das Markenrecht zu. Vielmehr sei das Spiel durch Überlieferung seit Generationen weitergegeben worden.

Aber was wollten die beiden Künstlerinnen mit ihrem Motto ausdrücken. Vielleicht könne man sagen, die Künstlerinnen hätten aus „Stadt, Land, Fluss“ mehr gemacht, so Dr. Tratz. Sie hätten sich nicht mit einem Fluss zufrieden gegeben, sondern orientierten sich gleich an den Welt-Meeren, in denen die meisten Flüsse enden. Vielleicht wollten die beiden Künstlerinnen auch das Spielerische überwinden und sich auf dem Weg zu etwas größeren machen. Er sei gespannt, welche Erklärung die Künstlerinnen für die Wahl des Ausstellungsmottos hätten.

Besonders erfreut zeigte sich Direktor Dr. Tratz über die Anwesenheit der beiden bekannten Künstlers Leo Dellwo sowie Rolf Weiland, die ab Januar 2019 gemeinsam in den Räumlichkeiten der Tagungsstätte Trier ihre Kunstwerke ausstellen werden.

Anschließend interviewten sich die beiden Künstlerinnen im Rahmen eines „Künstlergesprächs“ gegenseitig. Frau Hesse bezeichnete ihre Arbeitsweise als „informell abstrakte Malerei“. Sie sei neugierig auf neue Arbeitsmethoden. Viele Auslandsaufenthalte hätten sie beeinflusst. Aktuell entwickele sie sich von der abstrakten Kunst wieder mehr in Richtung einer gegenständlichen Kunstrichtung. Frau Dr. Schaeffer bezeichnete sich als „Autodidaktin“, die eher durch Zufall zur Kunst gekommen sei. Sie bevorzuge rote und blaue Farbtöne. Die Farbe Blau stehe für Himmel und Meer. Inspiration finde sie bei häufigen Besuchen an der Nordsee. Die Farbe Rot stehe für Feuer, Leben, Liebe und Glut. Diese Farbe würde Energie freisetzen.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungeröffnung durch die Musikgruppe „Akustikl“ aus Frankenthal. Die Gruppe setzt sich aus Kai Büttner, der für die Gitarrenklänge und den Gesang zuständig ist, und Dr. Klaus Schaeffer am Cachon zusammen. Direktor Dr. Tratz konnte mit Dr. Klaus Schaeffer, dem Ehemann der Künstlerin Ruth-Ellen Schaeffer, zudem einen ehemaligen Vorsitzenden Richter am VGH Mannheim und früheren Referenten an der Richterakademie begrüßen.



Nun konnten die rund 100 Gäste die ausgestellten Kunstwerke näher in Augenschein nehmen und untereinander sowie mit den beiden Künstlerinnen erörtern. Bei Getränken und Speisen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie zubereitet worden waren, wurden die gewonnenen Eindrücke rege diskutiert.

Ruth-Ellen Schaeffer & Isolde Hesse: „Stadt, Land, Meer“, Deutsche Richterakademie, Berliner Allee 7, 54295 Trier; Vernissage: 25.10.2018, 19.30 Uhr; Ausstellung vom 25.10. bis zum 13.12.2018; Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 09.00 – 16.30 Uhr, freitags 09.00 – 14.00 Uhr; Eintritt frei.


Delegation des Obersten Richterrates der Republik Kasachstan in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Unter der Leitung des Sekretärs und Leiters der Verwaltung des Obersten Richterrats der Republik Kasachstan Herrn Anvar Sabirov besuchte eine sechsköpfige Delegation im Rahmen eines Informationsbesuchs über die richterliche Fortbildung die Tagungsstätte Trier der Deutsche Richterakademie. Die Delegation wurde am 22.10.2018 durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz in der Tagungsstätte Trier willkommen geheißen. Er freue sich, nach 2016 erneut Kolleginnen und Kollegen aus Kasachstan zu Fachgesprächen empfangen zu können. Die Deutsche Richterakademie sei auch weiterhin sehr stark an einem kollegialen Austausch mit Fortbildungsverantwortlichen anderer Länder interessiert, so Direktor Dr. Tratz.

                                                                                                                                

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die Strukturen und die Organisation der Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten in der Bundesrepublik Deutschland. Das Jahresprogramm der Deutschen Richterakademie werde nach einer iAntensiven Ermittlung des Fortbildungsbedarfs der Kolleginnen und Kollegen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften  durch die Programmkonferenz der Deutschen Richterakademie erarbeitet. In dieser Konferenz seien die Fortbildungsverantwortlichen aller 16 Bundesländer und des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz sowie Standesvertreter repräsentiert. In der Deutschen Richterakademie mit ihren zwei Tagungsstätten in Trier und Wustrau biete man jährlich rund 150 Fortbildungstagungen an, die von rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht würden. Im Jahr 2017 seien die angebotenen Fortbildungsveranstaltungen zu 91,2 % ausgelastet gewesen. Die Ermittlung des Fortbildungsbedarfs erfolge zumeist über anonyme Fragebögen, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einer Veranstaltung der Deutschen Richterakademie zu Beginn ausgehändigt bekomme und am Ende der jeweiligen Tagung eingesammelt werden, so Direktor Dr. Tratz. Die Auswertung der Fragebögen erfolge direkt durch die Verwaltung der Deutschen Richterakademie und die Organisatoren der einzelnen Fortbildungsveranstaltungen. Durch diese Vorgehensweise habe man einen guten Überblick über die Fortbildungswünsche der Kolleginnen und Kollegen.
                                                                    

Besonders interessiert zeigte sich die kasachische Delegation an den zahlreichen verhaltensorientierten Tagungen der Deutschen Richterakademie. Auch zur Organisation und dem Ablauf des Referendariats sowie den Einstellungsvoraussetzungen für das Richteramt in den 16 Bundesländern wurden zahlreiche Nachfragen gestellt.

Der Besuch der Deutschen Richterakademie wurde durch ein gemeinsames Mittagessen in den Räumlichkeiten der Akademie abgerundet. Der Besuch der Delegation aus der Republik Kasachstan wurde von der Deutschen Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit e. V. (IRZ) organisiert.


Informationsbesuch von Fortbildungsverantwortlichen aus Bulgarien, Italien, der Tschechischen Republik und der Europäischen Rechtsakademie (ERA) in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie 

Über die Fortbildung von Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in der Bundesrepublik Deutschland informierte sich eine fünfköpfige Delegation europäischer Fortbildungseinrichtungen bei einem Informationsbesuch in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Die Kolleginnen und Kollegen aus Bulgarien, Italien, der Tschechischen Republik und der Europäischen Rechtsakademie (ERA) wurden durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz am 16.10.2018 sehr herzlich willkommen geheißen. Dr. Tratz betonte, man könne stets von den Erfahrungen und Methoden anderer Fortbildungseinrichtungen profitieren. Daher freue er sich auf den kollegialen Austausch mit den Experten aus vergleichbaren Einrichtungen.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte, insbesondere der Schulungsräume, informierte Akademiedirektor Dr. Tratz den Kollegen Nikolay Krastev aus Bulgarien, die Kollegin Maria Teresa Rubini aus Italien, den Kollegen Antonio Scalera aus Italien, die Kollegin Tereza Tupa aus der Tschechischen Republik  und den Kollegen Jaroslav Opravil von der Europäischen Rechtsakademie (ERA) über die Organisation und die inhaltliche Planung der richterlichen und staatsanwaltlichen Fortbildung in Deutschland. So biete die Deutsche Richterakademie in ihren beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau jährlich rund 150 Fortbildungsveranstaltungen an, die von etwa 5.000 Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten besucht würden. Im vergangenen Jahr 2017 seien die Seminare und Trainingseinheiten zu 91,2 % und damit fast vollständig ausgelastet gewesen, so Akademieleiter Dr. Tratz. Inhaltlich biete man eine Mischung aus rein juristischen Fortbildungsveranstaltungen und verhaltensorientierte sowie interdisziplinäre Seminare an.

In einer anschließenden Gesprächsrunde diskutierten die Kolleginnen und Kollegen intensiv die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fortbildung in den verschiedenen Mitgliedsländern der Europäischen Union. Besonders interessiert zeigten sich die Mitglieder der Delegation an den Voraussetzungen der Einstellung von Richterinnen und Richtern in Deutschland. Diskutiert wurde auch über die Möglichkeiten der Unterstützung der Fortbildung durch elektronische Medien.

Der Besuch der Kolleginnen und Kollegen wurde durch ein gemeinsames Mittagessen in den Räumlichkeiten der Akademie abgerundet.


Justizdelegation aus Singapur zu Gast in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Das Familienrecht und die Fortbildung der Familienrichterinnen und Familienrichter in der Bundesrepublik Deutschland standen im Mittelpunkt eines zweitägigen Besuchs einer dreiköpfigen Delegation aus Singapur in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Die aus den Familienrichterinnen District Judge Yarni Loi und District Judge Suzanne Chin sowie der Mitarbeiterin der Abteilung Strategic Planning Senior Assistant Director Han Nguyen bestehende Delegation wurde durch die emeritierte Lehrstuhlinhaberin für deutsches, europäisches und internationales Privat- und Prozessrecht an der Universität Göttingen Prof. Dr. Dagmar Coester-Waltjen begleitet.

Die Delegation wurde am 09.10.2018 sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Die Deutsche Richterakademie freue sich über das Interesse der Kolleginnen aus Singapur an der Arbeit der Deutschen Richterakademie und stelle gerne die Bemühungen zur Optimierung der Fortbildung der Familienrichterinnen und Familienrichter vor. Die Delegation habe den richtigen Besuchszeitpunkt gewählt, da in dieser Woche das erfolgreiche Seminar „Konfliktlösung im Sorge- und Umgangsrechtsverfahren“ von Sachsen-Anhalt veranstaltet werde. In dieser Fortbildungsveranstaltung werden unter der Tagungsleitung von RiinAG Ute Flotho spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten zur Vernehmung von Kindern unterschiedlichen Alters und zur Lösung besonderer Problemsituationen vermittelt, so Direktor Dr. Tratz.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Tagungsstätte trafen sich die Delegation und Direktor Dr. Tratz zu weiterführenden Gesprächen. Zunächst stellte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung in Deutschland vor. So erläuterte Dr. Tratz die Konstruktion und die Finanzierung der Deutschen Richterakademie als Bund-Länder-Einrichtung. Die Themen eines Fortbildungsjahrs würden in mehreren Programmkonferenzen gemeinsam beraten und beschlossen. Hierbei würden vor allem die Anregungen der rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlich ca. 150 Fortbildungsveranstaltungen berücksichtigt, die im Rahmen einer umfassenden Evaluation jeder einzelnen Tagung abgefragt würden. Jeder Tagungsgast erhalte zu Beginn einer Fortbildungsveranstaltung einen Fragebogen, der gegen Ende der Tagung wieder eingesammelt werde. In diesem Fragebogen könnten die Referentinnen und Referenten des besuchten Seminars sowie die Tagungsbedingungen anonym bewertet werden. Aufgrund der hohen Auslastung der Deutschen Richterakademie mit über 91 % im Jahr 2017 sei man davon überzeugt, bisher die richtigen Schwerpunkte gesetzt zu haben, so Direktor Dr. Tratz.

Bei einem gemeinsamen Abendessen mit den Referentinnen und der Tagungsleiterin der Tagung „Konfliktlösung im Sorge- und Umgangsrechtsverfahren“ hatte die Delegation die Möglichkeit, zahlreiche thematische Aspekte zu diskutieren und ihre Fragen beantwortet zu bekommen.

Am zweiten Tag ihres Besuches nahm die Delegation als Gäste an der vom Bundesland Sachsen-Anhalt organisierten Veranstaltung zur Konfliktlösung in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren teil. Hierbei konnten sich die Richterinnen aus Singapur einen unmittelbaren Eindruck vom Ablauf der Fortbildungsveranstaltung machen. Thematisch standen die Gestaltung von Kindesanhörungen und die Implementierung des Kindeswohls im Zentrum dieses Seminartags. Die Delegation aus Singapur zeigte sich von den Inhalten und der Art der Vermittlung sehr angetan.

Am Ende des Besuchs resümierten die Gäste aus Singapur sowie Direktor Dr. Tratz, der gemeinsame Austausch habe viele Anregungen geliefert. Beide Seiten äußerten zudem das Interesse, weiter in Kontakt zu bleiben.


Gute Fortschritte bei den Baumaßnahmen in der Tagungsstätte Wustrau

Mit dem Entkernen des Dachgeschosses des Zieten-Schlosses konnten die seit Juli 2018 laufenden Baumaßnahmen in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Fertigstellung nehmen. In den zurückliegenden Sommermonaten wurden die  unzureichende Dämmung des Dachgeschosses ausgebaut und die bisherigen Wände entfernt, um den Weg für die Errichtung der neuen Lehrsäle und Workshop-Räume frei zu machen. In den nächsten Monaten werden im nun frei geräumten Dachgeschoss neue Trockenbauwände für den geplanten Raumzuschnitt eingebaut. Auch die Elektroinstallation des Dachgeschosses sowie die technischen Ausstattungen werden modernisiert.
      

Trotz der Baumaßnahmen im Dachgeschoss konnte der Seminarbetrieb in der Tagungsstätte pünktlich Ende August 2018 wieder aufgenommen werden. Durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden zuvor umfangreiche Säuberungsarbeiten im Erdgeschoss des Schloss-Gebäudes durchgeführt, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmer trotz der weiter voranschreitenden Baumaßnahmen im Dachgeschoss einen regulären Tagungsbetrieb bieten zu können. In diesem Zusammenhang wurde auch der Speisesaal durch Mitarbeiter der Tagungsstätte frisch gestrichen. Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und ihre hohe Motivation. Es sei erkennbar, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Ergebnisse des Dachgeschossumbaus des historischen Schloss-Gebäudes freuen würden. Direktor Dr. Tratz dankte aber auch allen Bundesländern und dem Bund für die Investition in die Tagungsstätte Wustrau, welche auch die Bedeutung der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung sowie die Stellung der Deutschen Richterakademie unter Beweis stellen würde.

Während der Bauzeit werden die Tagungen in den Räumen des benachbarten Gutshauses und eines Gästehauses durchgeführt. Bei den ab August 2018 veranstalteten Seminaren wurden diese alternativen Tagungsräumlichkeiten gut bewertet. Die Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer hätten sich zudem erfreut gezeigt, dass die Tagungsstätte Wustrau durch die laufenden Baumaßnahmen für zukünftige Fortbildungsveranstaltungen optimiert werde, so Direktor Dr. Tratz. Viele Tagungsgäste seien überaus interessiert, die Ergebnisse der Baumaßnahmen bei zukünftigen Fortbildungsveranstaltungen persönlich in Augenschein zu nehmen.
Einen Zeitungsartikel können Sie unter folgendem Link nachlesen: Artikel


Arbeitstagung der Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter der Fortbildungsabteilungen des Bundes und der Länder in der Tagungsstätte Trier

Zur weiteren Optimierung der Arbeitsabläufe zwischen den Fortbildungsabteilungen des Bundes und der Länder sowie der Verwaltung der Deutschen Richterakademie trafen sich die zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter mit der Verwaltung der Deutschen Richterakademie zu einer dreitägigen Arbeitstagung in der Tagungsstätte Trier.

Die Kolleginnen und Kollegen wurden am 24. September 2018 sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz in Trier willkommen geheißen. Durch den intensiven kollegialen Austausch und die Diskussion der Kolleginnen und Kollegen könnten sicherlich zahlreiche organisatorische Aspekte der Fortbildung weiter verbessert werden, so Direktor Dr. Tratz.  Das persönliche Kennenlernen erleichtere außerdem die zukünftige Zusammenarbeit.
                                     

Nach einer Führung durch die Tagungsstätte Trier, bei der insbesondere die baulichen Veränderungen der letzten zwei Jahre wie die Erneuerung der Weinstube und der Einbau von Treppenliften zur Verbesserung der Barrierefreiheit gezeigt wurden, versammelten sich die rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitstagung gemeinsam mit Akademieleiter Dr. Tratz zur ersten Arbeitssitzung. Zunächst berichtete Direktor Dr. Tratz über den bisherigen Verlauf des Fortbildungsjahrs 2018. Trotz der Baumaßnahmen in der Tagungsstätte Wustrau sei die Auslastung beider Tagungsstätten stabil geblieben. Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei den Tagungen des Formats „Deutsche Richterakademie aktuell“, die sich mit besonders aktuellen Fragestellungen beschäftigen würden. Bei diesen Tagungen hätte die Nachfrage zumeist das Platzkontingent deutlich überstiegen. Zudem seien diese Tagungen mit regelmäßig über 8 von 9 möglichen Punkten sehr gut bewertet gewesen.

In den weiteren Arbeitssitzungen beschäftigten sich die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter unter anderem mit der Organisation der Vergabe der Tagungsplätzen, den Einladungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den einzelnen Tagungen und den finanziellen Aspekten der Fortbildungsveranstaltungen. Auch die Betreuung internationaler Gäste und die Einbindung der Deutschen Richterakademie in das europäische Fortbildungsnetzwerk (EJTN) wurden thematisiert.

Mit einer Stadtführung auf den Spuren von Karl Marx und einer gemeinsamen Weinprobe in den Räumen der Tagungsstätte wurde die Arbeitstagung abgerundet. Am Ende der Konferenz wurde allseits der Wunsch nach einer Wiederholung der Tagung in zwei Jahren geäußert, um die Umsetzung der besprochenen Maßnahmen evaluieren zu können.   


Delegation der Botschaft der Vereinigen Staaten von Amerika in Berlin zu Gast in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Über die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland informierte sich eine hochrangige Delegation der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika bei einem Besuch der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie.

Die Delegation unter Führung von Counselor for Global Affairs Laura Malenas wurden am 19. September 2018 sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Die Deutsche Richterakademie freue sich über das Interesse der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika an den Inhalten und der Organisation der Fortbildung in Deutschland. Die Deutsche Richterakademie sei sehr gerne bereit, über ihre Arbeit zu informieren.

Bei einer ausführlichen Führung durch das Gelände der Tagungsstätte erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die aktuell laufenden Baumaßnahmen im Dachgeschoss des Schlossgebäudes. Nach Fertigstellung stünden den Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmern mehrere zusätzliche Schulungs- und Kleingruppenräume zur Verfügung, die insbesondere für interaktive Fortbildungsveranstaltungen benötigt würden.

Im Anschluss an den Rundgang durch die Liegenschaft traf sich die dreiköpfige Delegation darunter auch Legal Advisor Markus Schmidt mit Direktor Dr. Tratz zu einem Informations- und Gedankenaustausch in einem der Tagungsräume. Zunächst stellte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung in Deutschland vor. Die Themen eines Fortbildungsjahrs würden in mehreren Programmkonferenzen gemeinsam mit den Fortbildungsverantwortlichen der Bundesländer und des Bundes beraten. Hierbei würden vor allem die Anregungen der rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlich ca. 150 Fortbildungsveranstaltungen berücksichtigt, die im Rahmen einer umfassenden Evaluation jeder einzelnen Tagung abgefragt würden. Jeder Tagungsgast erhalte zu Beginn einer Fortbildungsveranstaltung einen Fragebogen, der gegen Ende der Tagung anonym zurückgegen werde. In diesem Fragebogen sollten die Referentinnen und Referenten des besuchten Seminars sowie die Tagungsbedingungen bewertet werden. Außerdem würden die Anregungen und Wünsche der Praxis nach neuen Themen und Formaten für Fortbildungsveranstaltungen abgefragt. Aufgrund der hohen Auslastung der Deutschen Richterakademie von 91,2 % im Jahr 2017 sei man davon überzeugt, bisher die richtigen Schwerpunkte gesetzt zu haben, so Direktor Dr. Tratz.

Beendet wurde der Delegationsbesuch mit einem gemeinsamen Mittagessen im festlich geschmückten Pavillon der Deutschen Richterakademie. Die Gäste zeigten sich von der Leistung des Küchenteams der Deutschen Richterakademie beeindruckt und dankten der Deutschen Richterakademie für die freundliche Aufnahme.

Tagung zur „Flugsicherheit - Redlichkeitskultur“ in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in der Deutschen Richterakademie

Auf ein reges Teilnahmeinteresse stieß die erstmals vom Bundesland Hessen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur veranstaltete Tagung zum Thema „Flugsicherheit – Redlichkeitskultur“ in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie.

                                     

Über 25 Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie Gäste aus dem Bereich des Luftverkehrs informierten sich über aktuelle rechtliche Entwicklungen im Bereich der Flugsicherheit und der sog. „Redlichkeitskultur“. Anhand von Beispielsfällen wurden Fragen der konkreten Behandlung von Ereignissen in der Zivilluftfahrt und hieraus resultierende Meldepflichten aufgrund der EU-Verordnung Nr. 376/2014 erörtert. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur kamen auch Repräsentanten der Deutschen Flugsicherung DFS GmbH, der Deutschen Lufthansa, der Vereinigung Cockpit und des Luftfahrt-Bundesamts zu Wort. Insbesondere wurden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Rechtspflege mit den weiteren vertretenen Institutionen erörtert.

Am Ende der durch Regierungsdirektor Kamp vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und Ministerialrätin Weisbart vom Hessischen Ministerium der Justiz geleiteten Tagung bilanzierten alle Anwesende, der kommunikative Austausch habe zu einer Verbesserung des Verständnisses für die Anliegen der Flugsicherheit und der Redlichkeitskultur geführt. 


Deutsch-Chinesisches Seminar für Richterinnen und Richter in der Tagungsstätte Trier

Die Bekämpfung häuslicher Gewalt in China und Deutschland war Thema des vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gemeinsam mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisierten Deutsch-Chinesischen Richterseminars in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Hierzu trafen sich rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus China und der Bundesrepublik Deutschland vom 02. bis 08. September 2018 in Trier zu einem intensiven kollegialen Austausch.
                                   

Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz hieß die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr herzlich willkommen. Der Deutschen Richterakademie sei es ein besonderes Anliegen die internationalen Kontakte weiter zu vertiefen und den kollegialen Austausch auszubauen. So habe die Deutsche Richterakademie im Jahr 2018 bereits mehrere international ausgerichtete Seminare mit direkten Nachbarländern veranstaltet. Von ganz besonderer Bedeutung für die Deutsche Richterakademie sei aber das heute beginnende Deutsch-Chinesische Richterseminar. Die Affinität der Deutschen Richterakademie zu China könne bereits daran erkannt werden, dass die letzten drei Fortbildungsjahre unter einem Motto des chinesischen Philosophen Konfuzius standen. Auch wenn China und Deutschland geographisch rund 7200 Kilometer voneinander entfernt wären, sei es sehr wichtig  Kenntnisse über das chinesische Rechtssystem zu erlangen, so Akademiedirektor Dr. Tratz. Dies habe er auch in der vergangenen Woche dem Justizminister der Volksrepublik China, Herrn Minister Fu Zhenghua, berichten können, den er anlässlich des Besuchs des Herrn Ministers gemeinsam mit der Bundesjustizministerin Dr. Katarina Barley in Trier treffen durfte.

Seitens des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz begrüßte Frau Regierungsdirektorin Dr. Beatrix Lindner die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung. Der Rechtsstaatsdialog zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China bestehe mittlerweile bereits 18 Jahre. Der Dialog sei quasi „volljährig“ geworden. Ein wichtiger Teil dieses Dialogs sei das Richterseminar, welches zum 11. Mal durchgeführt werde. Das Thema der Tagung „Rechtliche Regelungssysteme zur Bekämpfung häuslicher Gewalt“ sei für beide Länder von besonderer Bedeutung. Sie freue sich auf den Austausch und die Diskussion zwischen den Kolleginnen und Kollegen, so Frau Dr. Lindner.

Für die chinesische Delegation ergriff Frau Prof. Lyu Fang, die Leiterin des Fachmagazins „Rechtsanwendung“, das Wort. Die Volksrepublik China habe bewusst das Thema „Häusliche Gewalt“ in den Mittelpunkt des 11. Deutsch-Chinesischen Richterseminars gestellt. Die Volksrepublik China habe kürzlich eine neue gesetzliche Regelung zur Bekämpfung der häuslichen Gewalt eingeführt, welche Parallelen zur deutschen Regelung besitze. Daher sei es sehr interessant, mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen über die praktische Anwendung der gesetzlichen Grundlagen zu sprechen. In China besitze außerdem die Zahl „11“ eine besondere Bedeutung. Sie verkörpere die Verbindung von Ying und Yang. Auch symbolisiere sie die Konzentration auf ein Thema. Daher freue sie sich auf die konzentrierte Erörterung des Tagungsthemas mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen während des 11. Deutsch-Chinesischen Richterseminars, so Frau Prof. Lyu Fang.

Während der Tagung besprachen und diskutierten die Richterinnen und Richter aus Deutschland und China ausführlich die gesetzlichen Regelungssysteme in beiden Ländern zur Bekämpfung der häuslichen Gewalt. Anhand von Beispielsfällen wurden das gerichtliche Verfahren zum Erlass einer Gewaltschutzanordnung, die Gewährung von vorläufigem Rechtsschutz und die Vollstreckung gerichtlicher Schutzanordnungen erörtert.

Außerdem besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars das Polizeipräsidium Trier, um sich von der Opferschutzbeauftragten der Polizei über deren Erfahrungen informieren zu lassen. Abgerundet wurde der Besuch durch eine Führung durch die Landesausstellung „Karl Marx 1818 – 1883 / Leben, Werk, Zeit“ sowie eine Weinprobe.


Feierliche Eröffnung der Ausstellung „Ansichten“ des Künstlers Harald Reiter in der Tagungsstätte Trier

Mit einer stark frequentierten Vernissage wurde am 23. August 2018 die neue Ausstellung des in Trier geborenen Künstlers Harald Reiter in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie eröffnet. Gezeigt werden rund 60 zum Teil großformatige Gemälde sowie Skulpturen. Das größte Bild der Ausstellung „ATALANTIS“ beeindruckt mit seinen nahezu vier Metern in der Breite und verarbeitet die Ereignisse des 11. September 2001 in New York.

       

                 

In seiner Begrüßungsansprache ging der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz auf das Motto der Ausstellung „Ansichten“ ein. Dieser Begriff habe unterschiedliche Bedeutungen. So äußere man eine „Ansicht“, wenn man seine Meinung zu einem bestimmten Thema öffentlich mache. Nach der Erkenntnistheorie sei eine Ansicht eine von Wissen und Glauben zu unterscheidende Form des Fürwahrhaltens. Von „Wissen“ könne man sprechen, wenn etwas sowohl subjektiv als auch objektiv als hinreichend begründet angesehen werde. „Glauben“ läge dagegen vor, wenn zwar subjektiv aber nicht objektiv eine Begründung angegeben werden könne. Eine „Ansicht“ äußere man aber bereits dann, wenn für diese sowohl subjektiv als auch objektiv eine hinreichende Begründung fehle. Diese philosophische Gedankenwelt habe Harald Reiter nach seiner Auffassung wohl nicht gemeint, so Direktor Dr. Tratz. Von einer „Ansicht“ spreche man aber auch im Zusammenhang mit optischen Wahrnehmungen. Sicherlich würden sich viele der Anwesenden an ihren zurückliegenden Sommerurlaub erinnern, bei dem sie ein berühmtes Bauwerk in einer ganz speziellen Ansicht wahrnehmen konnten. Dies könne beispielsweise von einem speziellen Blickwinkel wie einer Anhöhe oder bei hervorragenden Lichtverhältnissen gewesen sein. Der Begriff „Ansichten“ stehe also auch im Zusammenhang mit der optischen Wahrnehmung unserer Augen. Dieses Begriffsverständnis lasse sich gut  auf die Kunst übertragen. Harald Reiter zeige den Ausstellungsbesucherinnen und Ausstellungsbesuchern, wie er die Welt wahrnehme. Diese „künstlerische Sicht“ könne naturalistisch oder abstrakt sein. Aber vielleicht entdecke man auch die ganz spezielle Sichtweise von Harald Reiter.

                                                                      

In das Werk von Harald Reiter führte Martin Lautwein ein. Der Direktor der Realschule Pius in Konz, die der Künstler Harald Reiter als Kind besuchte und in der seine künstlerische Begabung erkannt und gefördert wurde, führte aus, der Duktus der Malerei von Harald Reiter fuße in den Stilrichtungen der Klassischen Moderne. Diese habe seine Malerei inspiriert und die zielgerichtete Entwicklung hin zu seinem von ihm entwickelten Malstil „KALEIDOSKOPISMUS“ initiiert. Der Kaleidoskopismus gebe dem Kunstwerk eine prägnante, gestalterische Spannung und etabliere sich in einer erzählerischen, unbefangenen Farben- und Formenvielfalt. Die gegliederte Formenstruktur betone in einer eigenen Sprache die Modulation der Farbklänge und transportiere eine unbeschwerte Betrachtungsweise, so Martin Lautwein. Im Vordergrund stehe die Zergliederung des Lichts in Farben und Formen sowie die Auflösung der Form in Licht und Farbe. Es seien Bilder für „Jedermann“, Bilder die erzählen. Zweck der Bilder sei es, eine wohltuende Anmutung zu vermitteln, so Martin Lautwein.

Anschließend ergriff der Künstler Harald Reiter persönlich das Wort. Er freue sich über die große Resonanz der Ausstellung und danke allen Anwesenden für Ihr Kommen.



Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungeröffnung durch den bekannten Trierer Tenor Prof. h. c. Thomas Kiessling. Durch seinen gesanglichen Vortrag unter anderem der Arie „Nessun dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini begeisterte er die anwesenden Gäste.

Nun konnten die rund 110 Gäste die ausgestellten Kunstwerke von Harald Reiter näher in Augenschein nehmen und mit dem Künstler erörtern. Bei Getränken und Speisen aus der Küche der Tagungsstätte, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie mit Liebe zubereitet worden waren, wurden die gewonnenen Eindrücke rege diskutiert.






Harald Reiter: „Ansichten – Gemälde und Skulpturen“,

Deutsche Richterakademie, Berliner Allee 7, 54295 Trier;

Ausstellung vom 24.08. bis zum 18.10.2018; Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 09.00 – 16.30 Uhr, freitags 09.00 – 14.00 Uhr; Eintritt frei.



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