Aktuelles

Informationen zu aktuellen Themen

Informationen über das aktuelle Tagungsprogramm erhalten Sie, indem Sie auf den Navigationspunkt Jahresprogramm  klicken. Sie können das Programm als Tabelle mit verschiedenen Filterfunktionen aufrufen. Zum Download halten wir auch eine PDF-Datei für Sie vor. Zwei Wochen vor Tagungsbeginn können Sie unter der Rubrik Tagungsprogramme das ausführliche Programm der in den Tagungsstätten in Trier und Wustrau stattfindenden Tagungen aufrufen.









Lothar de Maizière als Referent bei der Deutschen Richterakademie in Wustrau

Über die Herstellung der Deutschen Einheit in rechtlicher und politischer Hinsicht sprach der letzte Ministerpräsident der DDR und spätere Bundesminister für besondere Aufgaben Dr. Lothar de Maizière in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Dr. Lothar de Maizière, der heute als Rechtsanwalt in Berlin arbeitet, war einer der Hauptredner der von Niedersachsen veranstalteten Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Deutsche Justizgeschichte ab 1945“. Im Rahmen der Tagung informierten sich rund 40 Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte über die unterschiedliche Entwicklung der Justizsysteme in der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen DDR. Weitere Themen der Tagung unter Moderation des Tagungsleiters Hennig von Alten waren die Aufklärung und Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen, die Geschichte der RAF und der Wiederaufbau der Justiz nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz begrüßte Dr. Lothar de Maizière sehr herzlich im Zieten-Schloss zu Wustrau. Akademiedirektor Dr. Tratz hob hervor, es sei eine besondere Ehre für die Deutsche Richterakademie, dass Dr. de Maizière als Referent an einer Tagung mitwirke. Für die Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer seien der Vortrag und das Gespräch mit Dr. de Maizière ein besonderes Highlight der Tagung. Die Deutsche Richterakademie wolle erreichen, dass die Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer die Möglichkeit bekämen, aus erster Hand profunde Informationen über die Herstellung der Deutschen Einheit von einem der maßgeblich handelnden Politiker zu erhalten.


Besuch des Vorsitzenden der Länderkommission der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter Staatssekretär a. D. Rainer Dopp in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit standen im Mittelpunkt eines Arbeitsbesuchs des Vorsitzenden der Länderkommission der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter Staatssekretär a. D. Rainer Dopp in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Begleitet wurde Staatssekretär a. D. Dopp durch das Vorstandsmitglied der Nationalen Stelle Ministerialdirigent a. D. Dr. Helmut Roos. Die Vertreter der Nationalen Stelle wurden durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich in den Räumlichkeiten des Zieten-Schlosses willkommen geheißen. Er freue sich mit Rainer Dopp den ehemaligen Justizstaatssekretär von Mecklenburg-Vorpommern und mit Dr. Helmut Roos einen früheren Tagungsleiter von Fortbildungsveranstaltungen des Bundeslandes Hessen in der Tagungsstätte begrüßen zu können. Für die Deutsche Richterakademie sei es von großem Interesse, mit der Nationalen Stelle ins Gespräch zu kommen, so Akademiedirektor Dr. Tratz. 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im festlich geschmückten Pavillon des Schlossgebäudes präsentierte Direktor Dr. Tratz den Gästen der Nationalen Stelle die Räumlichkeiten der Tagungsstätte Wustrau. Insbesondere ging er auf die für den Sommer geplanten größeren Baumaßnahmen ein, in deren Rahmen das Dachgeschoss des Schlossgebäudes für den Tagungsbetrieb optimiert werden soll. Erfreulicherweise habe die Deutsche Richterakademie auch im Fortbildungsjahr 2017 eine Auslastung von über 91 % und damit quasi eine Vollauslastung erreichen können. Dieses rege Teilnahmeinteresse zeige, dass die Fortbildungsverantwortlichen der Programmkonferenz der Deutschen Richterakademie die richtigen Schwerpunkte gesetzt hätten.  Aufgrund der hohen Auslastung müssten aber insbesondere für interaktive Veranstaltungen weitere Tagungskapazitäten erschlossen werden.

Im Rahmen des Gesprächs stellte der Vorsitzende der Länderkommission der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter die Arbeit der Institution vor. Die Einrichtung der Nationalen Stelle beruhe auf dem Zusatzprotokoll des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlungen. Aufgabe der Nationalen Stelle sei der regelmäßige Besuch von Orten der Freiheitsentziehung, um Empfehlungen und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Jährlich werde der Bundesregierung, den Landesregierungen und den Parlamenten berichtet. Die Mitglieder der Länderkommission würden von der Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister ernannt, so Staatssekretär a. D. Rainer Dopp.

Am Ende des Gesprächs vereinbarten Staatssekretär a. D. Dopp und Direktor Dr. Tratz in Kontakt zu bleiben.


Informationsbesuch einer Delegation des Beijing High People`s Court aus der Volksrepublik China in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung stand im Mittelpunkt eines Besuchs einer 20köpfigen Delegation des Beijing High People`s Court in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie.  Die Kolleginnen und Kollegen aus der Volksrepublik China wurden am 31. Januar 2018 durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Akademiedirektor Dr. Tratz betonte, für die Deutsche Richterakademie sei der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus China von besonderer Bedeutung. Auch wenn China und Deutschland rund 7.200 Kilometer voneinander entfernt lägen, sei es aufgrund der internationalen Verzahnung in Wirtschaft und Politik erforderlich, über solide Kenntnisse und Informationen anderer Rechtssysteme zu verfügen. Dies gelte aufgrund ihrer internationalen Bedeutung besonders für die Volksrepublik China.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Liegenschaft und die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten in der Bundesrepublik Deutschland. In den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau biete man jährlich rund 150 Fortbildungstagungen an, die von etwa 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht würden. In der Bundesrepublik Deutschland bestehe keine Verpflichtung zur Fortbildung. Vielmehr sei es die freie Entscheidung der Kolleginnen und Kollegen, eine Fortbildungsveranstaltung bei der Deutschen Richterakademie zu besuchen. Daher sei man sehr froh, dass die Fortbildungsangebote sehr gut angenommen würden. So habe die Auslastung der Deutschen Richterakademie im Jahr 2017 bei 91,2 % gelegen. Bei Berücksichtigung kurzfristiger krankheitsbedingter Ausfälle könne man von einer faktischen Vollauslastung sprechen.

Besonders interessiert zeigten sich die Kolleginnen und Kollegen aus Peking an der Ermittlung des zukünftigen Fortbildungsbedarfs. Diese erfolge zumeist über Fragebögen, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einer Veranstaltung ausgehändigt bekomme, so Direktor Dr. Tratz. Im Jahr 2017 seien rund 80 % der Fragebögen zurückgegeben worden. Aus der Auswertung der anonymen Fragebögen könne sehr gut entnommen werden, welcher Fortbildungsbedarf bei den Kolleginnen und Kollegen bestehe.


Präsident des Bundessozialgerichts Prof. Dr. Rainer Schlegel als Referent in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Im Rahmen der Tagung „SGB V – Aktuelle Entwicklungen im Recht der gesetzlichen Krankenversicherung“ referierte der Präsident des Bundessozialgerichts Prof. Dr. Rainer Schlegel am 29. Januar 2018 in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Der Präsident des Bundessozialgerichts wurde von den Tagungsleitern der von Schleswig-Holstein veranstalteten Tagung Richterin am Sozialgericht Janine Gall und Richter am Sozialgericht Morten Adams sowie dem Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich willkommen geheißen. Direktor Dr. Tratz zeigte sich hocherfreut, dass Prof. Dr. Schlegel als Präsident eines der fünf obersten Gerichtshöfe des Bundes im Jahr 2018 wiederum aktiv als Referent an einer Fortbildungsveranstaltung für Kolleginnen und Kollegen mitwirke. Dies sei ein deutliches Signal der Unterstützung für die richterliche Fortbildung in der Deutschen Richterakademie. Er hoffe, Prof. Dr. Schlegel auch zukünftig als Referent bei Veranstaltungen der Deutschen Richterakademie begrüßen zu können, so Direktor Dr. Tratz.

Prof. Dr. Schlegel referierte zum Thema „Ausgewählte Probleme des Versicherungs- und Beitragsrechts“. In dem von Schleswig-Holstein organisierten Seminar erörterten rund 40 Richterinnen und Richter der Sozialgerichtsbarkeit aller 16 Bundesländer rechtliche Fragestellungen und praktische Herausforderungen aus dem Recht der gesetzlichen Krankenversicherung. Thematisiert wurden beispielsweise Rechtsfragen aus dem Bereich Abrechnung von Krankenhausbehandlungen sowie dem Krankenversicherungsrecht mit Auslandsbezug. Auch die Arzneimittelversorgung und die Methodenbewertung im SGB V waren Bestandteil des Programms der Tagung.

Weitere Kooperation der Deutschen Richterakademie und der IHK Trier im Jahr 2018

Zu Gesprächen über die weitere Zusammenarbeit im Jahr 2018 trafen sich der  Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Trier (IHK) Dr. Jan Glockauer und der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz am 23. Januar 2018 in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Im November 2017 hatte erstmals im Rahmen der Tagung „Aktuelle Fragen des Asyl- und Ausländerrechts“ ein Informationsabend der Industrie- und Handelskammer Trier zu den Bemühungen und Erfolgen der Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in der Tagungsstätte  stattgefunden. Bei diesem Informationsabend berichteten IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Glockauer gemeinsam mit der Bereichsleiterin des DIHK in Berlin Dr. Sandra Hartig über praktische Beispiele der Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. In der anschließenden intensiven Diskussion mit den anwesenden rund 40 Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichtern gingen Frau Dr. Hartig und Herr Dr. Glockauer außerdem auf zahlreiche weitere Punkte wie die Frage nach einem Einwanderungsgesetz und zukünftige Herausforderungen der Integration ein. Die Rückmeldungen zu dieser Veranstaltung seien sehr positiv gewesen, konnte Direktor Dr. Tratz seinem Gesprächspartner Dr. Glockauer berichten. Auch der IHK-Hauptgeschäftsführer bewertete die Veranstaltung als vollen Erfolg. Daher biete man der Deutschen Richterakademie diese und ähnliche Veranstaltungen für das Fortbildungsjahr 2018 erneut an, so Dr. Glockauer. Direktor Dr. Tratz zeigte sich über dieses Angebot hocherfreut und versprach die Möglichkeiten der Realisierung mit den Programmverantwortlichen zu prüfen. Sowohl der Hauptgeschäftsführer der IHK Trier Dr. Glockauer als auch Direktor Dr. Tratz bekräftigten am Ende des Gespräch ihren Willen, die guten Kontakte und Beziehungen beider Institutionen auch im Jahr 2018 fortzusetzen.




Festliche Eröffnung der Ausstellung „Licht und Luft“ der Künstlerin Hélène Michel in der Tagungsstätte Trier

Mit einer gut besuchten Vernissage wurde am 18. Januar 2018 die neue Ausstellung der Künstlerin Hélène Michel in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie eröffnet. In der unter dem Motto „Licht und Luft“ stehenden Ausstellung werden mehrere Dutzend Gemälde der in Vietnam geborenen und in Bonn lebenden sowie arbeitenden Künstlerin gezeigt.

           
           

                       

In seiner Begrüßungsansprache ging der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz auf das Motto der Ausstellung „Licht und Luft“ ein. Für jede Malerin und jeden Maler seien diese beiden Elemente von großer Bedeutung. In der Natur könne man beobachten, dass sich die Wahrnehmung von Objekten je nach Art und Intensität des Lichts verändern würde. Vergrößere man die Distanz zu einem Gegenstand, führe dies mit wachsender Entfernung zu einer Veränderung der Farbwahrnehmung dieses Objekts. Ursache sei die Streuung des Sonnenlichts beispielsweise durch Verschmutzung der Luft oder andere Einflüsse. Warme Farben würden bei zunehmender Distanz weniger wahrgenommen, dagegen würden kalte Farben umso intensiver hervortreten. Zumeist nehme man warme Farben mit wachsender Entfernung in einem bläulichen Ton wahr, d. h. warmen Farben „verblauen“.  Grund hierfür sei, dass sich langwellige Strahlen, aus denen die warmen Farben bestehen, mit zunehmender Entfernung zerstreuten. Beim Betrachten eines Gemäldes würden daher warme Farben wie Gelb, Orange und Rot als nah wahrgenommen. Kalte Farben wie Grün und Blau wirkten hingegen fern. Die Effekte des Lichts seien seit Jahrhunderten von Künstlerinnen und Künstlern genutzt worden, wobei die physikalischen Ursachen wohl erst seit den Forschungsergebnissen von Max Planck und Albert Einstein zur Quantenhypothese nachvollzogen werden könnten. Aber auch die Luft stelle einen prägenden Faktor für die Malerei dar. Hier denke er primär an die Freilichtmalerei, d. h. das Malen im Freien bei natürlichen Licht- und Schattenverhältnissen, so Akademieleiter Dr. Tratz. Die Vorzüge des Malens im Freien habe bereits Leonardo da Vinci in seinem berühmten Essay „Traktat über die natürliche Malerei“ beschrieben. Er wüsste nicht, ob die Künstlerin ihre kompletten Gemälde im Freien malen würde. Er vermute aber, dass insbesondere ihre Gemälde von Venedig zumindest auch auf tatsächlichen Wahrnehmungen in der Lagunenstadt beruhten. Besonders erfreut zeigte sich Direktor Dr. Tratz über die Anwesenheit des Künstlers Leo Dellwo und des ehemaligen Richters am Bundesgerichtshof Wolfgang Pfister.

In das Werk von Hélène Michel führte Ihr Ehemann ein, da die ursprünglich vorgesehene Laudatorin aufgrund eines schweren Unwetters an der Anreise gehindert war. Für seine Frau, die ihre künstlerische Reife bei Dozenten in Frankreich und Deutschland erhalten habe, sei insbesondere die Harmonie der Farben von entscheidender Bedeutung. Die Verwendung der Farben würde zudem der chinesischen Malerei ähneln. Anschließend ergriff die Künstlerin Hélène Michel persönlich das Wort. Sie danke allen Anwesenden für ihr Kommen und freue sich auf den Austausch mit allen Besucherinnen und Besuchern der Vernissage.



Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungeröffnung durch Elise Hartmann und Katharina Wiesenfeldt. Die Flötendarbietungen der beiden Künstlerinnen wurden von den begeisterten Gästen der Vernissage mit viel Beifall honoriert.


Nun konnten die rund 70 Gäste die ausgestellten Kunstwerke von Hélène Michel näher in Augenschein nehmen und untereinander sowie mit der Künstlerin erörtern. Bei Getränken und Speisen aus der Küche der Tagungsstätte, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie zubereitet worden waren, wurden die gewonnenen Eindrücke rege diskutiert.

Hélène Michel : „Licht und Luft“, Deutsche Richterakademie, Berliner Allee 7, 54295 Trier;

Vernissage: 18.01.2018, 19.30 Uhr; Ausstellung vom 18.01. bis zum 22.03.2018; Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 09.00 – 16.30 Uhr, freitags 09.00 – 14.00 Uhr; Eintritt frei.


Stark besuchte Vernissage der neuen Ausstellung der Malerin Heidi Lasch im Zieten-Schloss zu Wustrau

Unter dem Motto „art SUBTIL“ steht die aktuelle Ausstellung der Malerin Heidi Lasch, die am 11. Januar 2018 mit einer feierlichen Vernissage im Zieten-Schloss der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie eröffnet wurde. Gezeigt werden rund 40 zumeist großformatige und farbgewaltige Acyl-, Aquarell- und Ölbilder, der in Mittweida geborenen Künstlerin.
        

In den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache stellte der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz das Ausstellungsmotto „art SUBTIL“, welches ihn zunächst an die Kunstrichtung „Minimal Art“ erinnert habe. Vielen sei sicherlich bekannt, dass diese Bewegung in den 1960er Jahren in den USA entstanden sei. Typisch für den Minimalismus sei die Reduzierung auf einfache und übersichtliche meist geometrische Grundstrukturen gewesen. Beim Betrachten der Werke von Heidi Lasch sei er aber schnell zu dem Schluss gekommen, dass eine derartige Reduzierung nicht gewollt sei. Vielmehr erkenne man einen Detailreichtum und eine lebendige Farbigkeit bei ihren Gemälden. Auf der Suche nach der Bedeutung des Ausstellungsmottos sei daher der Begriff „SUBTIL“ in den Fokus seines Nachdenkens geraten, so Dr. Tratz. Der Begriff komme vom lateinischen Wort „subtilis“ und könne mir zart, fein, detailliert, spitzfindig oder unterschwellig übersetzt werden. Diese Bedeutung passe sehr gut zu den Werken von Heidi Lasch. Bei ihren Gemälden zeige die Künstlerin eine feine Beobachtungsgabe. Die Werke seien detailliert und stellten häufig teils unterschwellig die Schönheit der Natur dar. Ob er mit dieser Deutung des Ausstellungsmottos richtig liege, könne an diesem Abend gemeinsam mit der anwesenden Künstlerin geklärt werden.

Besonders erfreut zeigte sich der Akademieleiter über die Anwesenheit des Präsidenten des Landgerichts Neuruppin Egbert Simons und des Ortsvorstehers von Wustrau Ingo Lamprecht.  

In das Werk der Künstlerin führte kenntnisreich Frau Aßmann ein, die sowohl mit eigenen Worten als auch mit einem von der Künstlerin Eva Koch verfassten Text das Werk von Heidi Lasch würdigte. Ergänzt wurden die einführenden Worte durch eine lyrische Bildbegleitung durch Helga Werder, die mehrere eigene Gedichte passend zu den Gemälden von Heidi Lasch vortrug. Abschließend ergriff die Künstlerin Heidi Lasch das Wort und danke allen Anwesenden für ihr Kommen. Musikalisch bereichert wurde die Vernissage durch die Konzertpianistin Barno Haknazar am Steinway-Flügel der Deutschen Richterakademie.
                   

Anschließend konnten die rund 120 Besucherinnen und Besucher die in den verschiedenen Räumlichkeiten der Tagungsstätte ausgestellten Kunstwerke näher in Augenschein nehmen und mit der anwesenden Künstlerin Heidi Lasch diskutieren. Bei Getränken und kulinarischen Leckerbissen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie vor- und zubereitet worden waren, klang die Vernissage aus. Am Ende der Veranstaltung resümierte Akademieleiter Dr. Tratz, die Tagungsstätte Wustrau sei erfolgreich mit einem künstlerischen Ausrufezeichen in das Jahr ihres 25. Bestehens  gestartet.
Heidi Lasch: „art SUBTIL“,
Deutsche Richterakademie, Am Schloss 1, 16818 Wustrau,

Vernissage: 11.01.2018, 19.30 Uhr, Ausstellung bis zum 01.03.2018,

Öffnungszeiten: mittwochs 13.00 – 16.00 Uhr, Eintritt frei

Zeitungsartikel können Sie unter folgenden Links nachlesen: Zeitungsartikel I; Zeitungsartikel II

Festveranstaltung zum 555. Geburtstag von Wustrau im Zieten-Schloss

Auf 555. Jahre konnte der Ort Wustrau am 14.12.2017 zurückblicken. An diesem Tag wurde Wustrau erstmals urkundlich erwähnt. Aus diesem Anlass versammelten sich die Bürgerinnen und Bürger aus Wustrau mit zahlreichen Gästen am 16.12.2018 zu einer Festveranstaltung im Zieten-Schloss der Deutschen Richterakademie. Zuvor war mit einem festlichen Gottesdienst in der Wustrauer Kirche, der durch die beiden Pfarrerinnen Ute Feuerstack und Rose Möllhoff-Mylius zelebriert wurde, der Jubiläumstag stimmungsvoll eröffnet worden. Im Anschluss an den Gottesdienst zog die Festgesellschaft gemeinsam zum Zieten-Schloss der Deutschen Richterakademie. Im Speisesaal der Fortbildungseinrichtung wurden alle sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz willkommen geheißen.

In seinen Begrüßungsworten gratulierte Direktor Dr. Tratz dem Ort Wustrau zu seinem 555. Bestehen. Man könne nur mit Respekt und Anerkennung auf dieses hohe Alter blicken, da die Tagungsstätte Wustrau im kommenden Jahr erst 25 Jahre alt werde. Trotz ihres vergleichsweise jungen Alters verstehe sich aber die Deutsche Richterakademie auch als Bestandteil des Ortes Wustrau. So kämen viele Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte zu einer Tagung nach Wustrau und würden hierbei sowohl den Ort als auch die Region kennen lernen. Im letzten Jahr habe man mit 2.333 Tagungsgästen so viele Personen wie noch niemals zuvor begrüßen können. Die Tagungsstätte trage aber auch zur Kaufkraft der Region bei, da die Deutsche Richterakademie als eine Art „Hotel“-Betrieb zahlreiche Produkte im Ort und der Region erwerben würde. Auch der Erhalt des historischen Schlossgebäudes führe zu zahlreichen Aufträgen an örtliche und regionale Betriebe. Außerdem sei die Deutsche Richterakademie wohl einer der größten Arbeitgeber in Wustrau. Insgesamt würden 29 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zieten-Schloss arbeiten.
Im Anschluss ergriff der Ortsvorsteher von Wustrau Ingo Lamprecht das Wort. Er sei stolz, dass im Jubiläumsjahr mehr als 100 Veranstaltungen im Ort stattgefunden hätten. Der gute Besuch der einzelnen Veranstaltungen habe den großen Zusammenhalt im Ort deutlich unter Beweis gestellt, so Ortsvorsteher Lamprecht. Er danke allen Gästen für ihr Kommen. Ein besonderer Dank gelte aber dem Organisationsteam, durch welches das Jubiläumsjahr zu einem besonderen Ereignis geworden sei.


Nach den Worten des Ortsvorstehers wurden die Gäste der Abschlussveranstaltung vom Küchenteam der Deutschen Richterakademie mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. Zum Abschluss der Festveranstaltung konnte der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz feststellen, dass die Akademie aus Wustrau nicht wegzudenken sei. 

Einen Zeitungsartikel können Sie unter folgendem Link nachlesen: Zeitungsartikel




Traditioneller Weihnachtskaffee im Zieten-Schloss

Zum Dank für die gute Zusammenarbeit lud die Tagungsstätte Wustrau auch in diesem Jahr wieder den örtlichen Kindergarten „Pusteblume“, ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Seniorinnen und Senioren aus Wustrau zum traditionellen Weihnachtskaffee in das Zieten-Schloss ein. Rund 45 Gäste folgten der Einladung und kamen am 13. Dezember 2017 in den weihnachtlich geschmückten Speisesaal der Tagungsstätte. Akademieleiter Dr. Stefan Tratz und Verwaltungsleiterin Christiane Uckrow freuten sich über die große Resonanz und hießen alle  Anwesenden sehr herzlich willkommen. Direktor Dr. Tratz führte weiter aus, gerade im Jahr des 555. Jubiläums des Ortes Wustrau sei der Deutschen Richterakademie die vorweihnachtliche Feier ein besonderes Anliegen. Das adventliche Zusammensein verdeutliche, dass sich die Deutsche Richterakademie als Teil des Ortes Wustrau verstehe. Gleichzeitig wolle sich die Richterakademie beim örtlichen Kindergarten für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken. Durch die Kooperation könnte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fortbildungsveranstaltungen der Deutschen Richterakademie die Möglichkeit geboten werden, ihre minderjährigen Kinder zu einer Tagung nach Wustrau mitzunehmen. Auf diese praktizierte Familienfreundlichkeit lege die Deutsche Richterakademie als Fortbildungseinrichtung großen Wert, so Dr. Tratz.

Sodann ergriff die Vorsitzende des Seniorenvereins Wustrau-Altfriesack Elfie Minke das Wort und dankte namens aller Anwesenden der Deutschen Richterakademie für die Gastfreundschaft.
                                                                               Höhepunkt der vorweihnachtlichen Feier waren die Darbietungen der über 20 Kinder aus dem Kindergarten „Pusteblume“. Diese erfreuten die Anwesenden mit weihnachtlichen Gedichten und Gesängen. Die Darbietungen der Kinder wurden mit viel Applaus und einer Einladung zu Süßigkeiten und Getränken belohnt.  


Delegation der Algerischen Justizbehörden in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Unter Führung des Leiters der Abteilung für Strafrechtliche Angelegenheiten und Gnadenwesen Herrn Mourad Sid Ahmed besuchte eine 10köpfige Delegation des Algerischen Justizministeriums im Rahmen eines Arbeitsbesuchs in Deutschland die Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Die Kolleginnen und Kollegen aus Algerien wurden durch die Verwaltungsleiterin der Tagungsstätte Christiane Uckrow in Vertretung des dienstlich abwesenden Akademiedirektors Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss zu Wustrau begrüßt. Die Deutsche Richterakademie sei stets daran interessiert, mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern über Fragen der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung zu sprechen. Hierbei könnten auch immer die eigene Arbeit hinterfragt und neue Ideen generiert werden, so Verwaltungsleiterin Christiane Uckrow.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Liegenschaft der Tagungsstätte versammelten sich die Mitglieder der Delegation, darunter auch die Leiterin der richterlichen Ausbildung bei der Richterhochschule Frau Saisa Bendali und Oberstaatsanwalt Djamel Lasfar als Vertreter der algerischen Richtergewerkschaft, im Konferenzraum der Tagungsstätte. Zunächst stelle Frau Uckrow die Organisation der Deutschen Richterakademie mit den beiden Tagungsstätten Trier und Wustrau vor. Träger der Deutschen Richterakademie seien der Bund und die 16 Bundesländer. Die jährlich rund 150 Tagungen mit einer Dauer von rund 1 Woche würden durch die Programmkonferenz der Deutschen Richterakademie beschlossen. In der Programmkonferenz seien alle Fortbildungsreferentinnen und -referenten sämtlicher Bundesländer und des Bundes vertreten. Im vergangenen Jahr sei die Deutsche Richterakademie zu 91,5 % und damit fast vollständig ausgelastet gewesen. Die Tagungsstätte Wustrau habe sogar so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie noch niemals zuvor in einem Jahr begrüßen können.

Besonders interessiert zeigte sich die Gäste aus Algerien an den zahlreichen verhaltensorientierten Tagungen der Deutschen Richterakademie und der Vorgehensweise bei der Auswahl der konkreten Referentinnen und Referenten.

Der Besuch der algerischen Justiz wurde von der Deutschen Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit e. V. (IRZ) organisiert.



Informationsabend der IHK Trier zur Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Im Rahmen der Tagung „Aktuelle Fragen des Asyl- und Ausländerrechts“ stellte die Industrie- und Handelskammer Trier (IHK) am 29.11.2017 in der Deutschen Richterakademie ihre Bemühungen und Erfolge zur Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vor. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Glockauer berichtete gemeinsam mit der Bereichsleiterin des DIHK in Berlin Dr. Sandra Hartig über praktische Beispiele der Integration von Geflüchteten in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Während IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Glockauer insbesondere Integrationsbeispiele aus der Region  Trier schilderte, stellte Frau Dr. Hartig Fallbeispiele aus weiteren Bundesländern und aktuelle rechtliche Fragestellungen aus dem Bereich der Gesetzgebung vor. In der anschließenden intensiven Diskussion mit den anwesenden rund 40 Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichtern gingen Frau Dr. Hartig und Herr Dr. Glockauer außerdem auf zahlreiche weitere Punkte wie die Frage nach einem Einwanderungsgesetz und zukünftige Herausforderungen der Integration ein. Abgerundet wurde der Informationsabend durch Gespräche in kleiner Runde. Am Ende der Veranstaltung dankte Akademiedirektor Dr. Tratz der IHK Trier für die interessanten Einblicke in die Praxis und äußerte die Hoffnung nach einer weiterhin guten Zusammenarbeit.
                    
In der vom Bundesland Bayern jährlich ausgerichteten Tagung zum Asyl- und Ausländerrecht wurden unter Leitung des Richters am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Clemens Kurzidem zahlreiche Fragen des Migrationsrechts aus verschiedenen Blickwinkeln erörtert. So referierte unter anderem der Vorsitzende Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Uwe Berlit zur aktuellen Rechtsprechung, Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Harald Dörig zum Thema der Fortentwicklung des EU-Migrationsrechts durch nationale Richter und die Abteilungspräsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Gräfin Ursula Praschma zur Frage der Informationsgewinnung und Entscheidungspraxis des Bundesamtes. Im Rahmen der Tagung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern Erfahrungen und Informationen auszutauschen.


Gemeinsames Seminar der Polnischen Nationalen Hochschule für Gerichtsbarkeit und Staatsanwaltschaft (KSSiP) und der Deutschen Richterakademie in Lublin




Über die Möglichkeiten zur Bekämpfung der Computerkriminalität diskutierten rund 40 Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte aus Polen und Deutschland im Rahmen eines gemeinsamen Seminars am 27. und 28. November 2017 in Lublin. Mit dieser Veranstaltung wurde der kollegiale Austausch der Kolleginnen und Kollegen aus Polen und Deutschland fortgesetzt, der im Jahr 2015 mit einem Seminar in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie begründet wurde.




Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars wurden zu Beginn der Tagung durch die Direktorin der Polnischen Nationalen Hochschule für Gerichtsbarkeit und Staatsanwaltschaft, Frau Dr. habil. Malgorzata Manowska, sehr herzlich in Lublin willkommen geheißen. Die Computerkriminalität kenne keine Grenzen. Daher sei es wichtig, dass sich die Kolleginnen und Kollegen aus beiden Ländern über diese Thematik austauschen und gemeinsam über praktische Fragen der Ermittlungsarbeit beraten würden. Sie freue sich auch, dass die Tagung in beiden Ländern auf so großes Interesse gestoßen sei, so Direktorin Manowska. Auch der stellvertretende Direktor der Polnischen Nationalen Hochschule Adam Czerwinski, der für die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung in Polen verantwortlich zeichnet, begrüßte die Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer in der Tagungsstätte Lublin. Er freue sich auf den gemeinsamen Austausch mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen. Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz ging in seiner Begrüßungsansprache insbesondere auf die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland ein. Beide Staaten hätten eine gemeinsame Grenze von über 440 Kilometern. Die Kriminalität mache vor diesen nationalen Grenzen aber keinen Halt. Daher sei es im Interesse beider Länder die Beziehungen und den praktischen Austausch zwischen den Kolleginnen und Kollegen auszubauen, so Akademiedirektor Dr. Tratz.
                                                 
Nach der Eröffnung der Schulung widmeten sich die Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten den verschiedenen Formen der Computerkriminalität und ihrer Bekämpfung. Zunächst wurden sie durch Prof. Dr. habil. Jerzy Kosinski in die technische Seite der Computerkriminalität eingeführt. Im Anschluss stellte Richter Marcin Szymczak die rechtlichen Regelungen zur Bekämpfung der Computerkriminalität in Polen, Deutschland und auf europäischer Ebene dar.

Am Nachmittag des ersten Seminartags teilten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf zwei Workshops auf, in denen über die Problematik der Beweissicherung bei Computerkriminalität in Deutschland und Polen gesprochen wurde. So erörterte in einem Workshop Staatsanwalt als Gruppenleiter Sebastian Behler von der Staatsanwaltschaft Chemnitz anhand konkreter Fallbeispiele die vielfältigen technischen Möglichkeiten zur Gewinnung von Ermittlungsergebnissen. Durch Simulationen wurden den Kolleginnen und Kollegen praktische Hinweise zur Lösung von Fällen der Computerkriminalität gegeben.






Nach einer Stadtführung durch die Stadt Lublin, die im Jahr 2017 ihren 700. Geburtstag feiert, lud die Polnische Nationale Hochschule zu einem festlichen Abendessen ein. Während des Abendessens dankte Direktor Dr. Tratz den polnischen Organisatoren für die warmherzige Aufnahme und die perfekte Tagungsorganisation.



Am zweiten Seminartag stellten die Workshops unter Moderation der Tagungsleiterin Staatsanwältin Katarzyna Krysiak die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. So berichtete Oberstaatsanwalt Dr. Rainer Hornung über die Resultate eines der beiden Workshops zur Optimierung der Ermittlungsarbeit bei konkreten Fällen der Computerkriminalität. Im Anschluss an die Berichte erörterten die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer praktische Fragen der Zusammenarbeit mit Sachverständigen und dem European Judicial Cybercrime Network.

Am Rande des Seminars trafen sich Direktorin Manowska und ihr Kollege Dr. Tratz zu einem mehrstündigen Meinungsaustausch. Am Ende resümierten Direktorin Manowska und Direktor Dr. Tratz, die gemeinsame Zusammenarbeit sei für beide Seiten fruchtbringend und solle auf jeden Fall in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.



Planungen zur Sanierung des Dachgeschosses des Zieten-Schlosses in der Tagungsstätte Wustrau schreiten voran

Im Rahmen eines Arbeitsbesuchs informierte sich die Leiterin des Bereichs Landesbau des Brandenburgischen Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen (BLB), Frau Grit Steinhagen, über den Stand der Planungen zur Sanierung und Ertüchtigung des Dachgeschosses des Schlossgebäudes in der Tagungsstätte Wustrau. Frau Steinhagen wurde durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss willkommen geheißen. Der Akademiedirektor dankte Frau Steinhagen für die große Unterstützung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BLB bei den für das Jahr 2018 bevorstehenden großen Umbaumaßnahmen. Die Deutsche Richterakademie sei sehr froh, dass die Planungen zur Realisierung der baulichen Maßnahmen so schnell voranschreiten und im Zeitplan liegen würden.

Im folgenden Fachgespräch stellte der mit den Maßnahmen betraute Architekt Dipl.-Ing. Rainer Kokert den derzeitigen Planungsstand der Sanierung des Dachgeschosses des Schlossgebäudes im Detail vor. Die baulichen Maßnahmen würden den zusätzlichen Raumbedarf der Deutschen Richterakademie abdecken. Gleichzeitig könnten aber auch die Wärmedämmung des Dachgeschosses und der Brandschutz optimiert werden, so Architekt Rainer Kokert. Die Ausführungen des planenden Architekten wurden durch die Objektbetreuerin des BLB Ines Landeck und den für Elektrik zuständigen Fachberater Page ergänzt. Gemeinsam mit Frau Steinhagen und der Leitung der Richterakademie wurden Einzelheiten der Planungen besprochen.

Zum Abschluss der Besprechung resümierte Akademiedirektor Dr. Tratz, mit der Dachsanierung werde die Tagungsstätte Wustrau einen großen Schritt in die Zukunft machen. Auch wenn ab Juli 2018 mit gewissen Erschwernissen für den Tagungsbetrieb zu rechnen sei, würden nach dem Ende der Baumaßnahmen viele neue Möglichkeiten für die Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte entstehen. So könnten neue Gruppen- und Besprechungsräume sowie ein neuer Hörsaal durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildungsveranstaltungen der Deutschen Richterakademie genutzt werden. Akademiedirektor bat aber bereits jetzt um Verständnis, dass im zweiten Halbjahr 2018 gewisse Beeinträchtigungen für den Seminarbetrieb unvermeidbar sein werden.

Besuch einer Delegation des People`s Court der Guangdong-Provinz aus der Volksrepublik China in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Über die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland informierte sich eine 20köpfige Delegation des People`s Court der Guangdong-Provinz in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie.  Die Kolleginnen und Kollegen aus der Volksrepublik China wurden am 14. November 2017 durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz und die Verwaltungsleiterin Christiane Uckrow herzlich im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Akademiedirektor Dr. Tratz machte deutlich, dass für die Deutsche Richterakademie der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus China von besonderer Bedeutung sei. Auch wenn zwischen China und Deutschland eine Entfernung von rund 7200 Kilometer läge, sei es aufgrund der Globalisierung der Wirtschaft immer stärker notwendig, solide Kenntnisse über andere Rechtssysteme zu verfügen.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten in der Bundesrepublik Deutschland. In den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau biete man jährlich rund 150 Fortbildungstagungen an, die von etwa 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht würden. In der Bundesrepublik Deutschland bestünde keine Verpflichtung zur Fortbildung. Vielmehr sei es die freie Entscheidung der Kolleginnen und Kollegen, eine Fortbildungsveranstaltung zu besuchen. Dennoch würden die Fortbildungsangebote sehr gut angenommen. So habe die Auslastung der Deutschen Richterakademie im Jahr 2016 bei 91,5 % gelegen. Auch für das Jahr 2017 zeichne sich eine Auslastung in diesem Bereich ab. Besonders interessiert zeigten sich die Kolleginnen und Kollegen aus China am Ablauf und den Themen der beiden Juristischen Staatsprüfungen.



Europäische Fortbildung in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Das „Vokabular der Europäischen Menschenrechtsnormen“ steht im Mittelpunkt einer Sprachtagung des Europäischen Netzwerks für die juristische Aus- und Fortbildung (EJTN) in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Aus 19 Ländern der Europäischen Union nach Brandenburg angereiste Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte lernen eine Woche gemeinsam juristische Fachbegriffe der englischen, der französischen und der deutschen Sprache zu Fragestellungen der Menschenrechte.
                                

Die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vom 12. bis 17. November 2017 stattfindenden Sprachtagung wurden vom Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss willkommen geheißen. Der Akademieleiter zeigte sich erfreut, dass so viele Gäste aus Ländern der Europäischen Union nach Wustrau gekommen sind. Der Akademieleiter hob besonders hervor, dass bei dieser Tagung erstmals die Kolleginnen und Kollegen juristische Begriffe der deutschen Sprache erlernen und vertiefen könnten. Dr. Tratz dankte den Verantwortlichen des EJTN, dass man nach 2015 erneut mit dieser wichtigen Tagung nach Wustrau gekommen sei. Der Großteil der Gäste war bereits am Vorabend des ersten Tagungstags durch Direktor Dr. Tratz sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Richterakademie am Flughafen in Berlin in Empfang genommen worden.

Im Anschluss an den Akademieleiter begrüßte der Projektmanager des EJTN Ondrej Strnad die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er dankte der Deutschen Richterakademie für die freundliche Bereitstellung der Tagungseinrichtung für diese herausragende internationale Tagung. Die Tagungsstätte Wustrau biete sehr gute Möglichkeiten zur Durchführung internationaler Tagungen. Außerdem hob Herr Strnad den warmherzigen Empfang durch sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Richterakademie hervor.

Nach der Eröffnungsveranstaltung teilten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier verschiedene Gruppen, um in englischer, französischer oder deutscher Sprache mit Rechts- und Sprachexperten Fragestellungen aus dem Bereich der Menschenrechte zu erörtern. Themen der Tagung sind unter anderem die Religionsfreiheit, das Recht auf ein faires Verfahren und die EU Charta der Grundrechte.

Neben der inhaltlichen Arbeit haben die internationalen Gäste auch die Möglichkeit, im Rahmen eines von der Deutschen Richterakademie organisierten gemeinsamen Ausflugs die Bundeshauptstadt Berlin näher kennen zu lernen.



Stark frequentierte Vernissage der Ausstellung „Senet“ des Künstlers Jens Kanitz im Zieten-Schloss zu Wustrau

Unter dem Motto „Senet“ steht die neue Ausstellung des in Neuruppin geborenen und in Rheinsberg aufgewachsenen Künstlers Jens Kanitz im historischen Zieten-Schloss der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Die Ausstellung, in der rund 40 Werke des bekannten Künstlers gezeigt werden, wurde am 26. Oktober 2017 mit einer festlichen Vernissage eröffnet. In der Region ist Jens Kanitz unter anderem durch seine vor dem Amtsgericht Neuruppin aufgestellte große Holzskulptur „Axis mundi“ bekannt.

     

In den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache stellte der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz das Motto der Ausstellung. Zunächst habe ihm der Begriff „Senet“ wenig gesagt. Er habe sich aber daran erinnert, dass sich Jens Kanitz bereits einmal mit dem Thema der „Maat“ beschäftigt habe. Bei der „Maat“ habe es sich um eine altägyptische Göttin und Tochter des Re gehandelt. Gleichzeitig sei „Maat“ aber auch ein Prinzip für die Weltordnung, die Wahrheit und die Gerechtigkeit gewesen, so Akademiedirektor Dr. Tratz. Daher habe er vermutet, „Senet“ stehe ebenfalls im Zusammenhang mit Ägypten. Ein bekanntes Lexikon habe zu drei möglichen Deutungen geführt. So sei „Senet“ eine altägyptische Königin der 12. Dynastie des Mittleren Reiches (2000 bis 1700 v. Chr.) gewesen. „Senet“ sei aber auch das altägyptische Verb für „durchschreiten“ und „passieren“. Dies würde eigentlich für eine Ausstellung gut passen, da die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung durchschreiten könnten. „Senet“ sei aber auch die Bezeichnung für ein altägyptisches Brett- und Gesellschaftsspiel, welches dem heutigen Backgammon ähnlich sei. So wurde beispielsweise im Grab des Tutanchamun ein „Senet“-Spieleset aufgefunden, so Akademiedirektor Dr. Tratz. Nach seiner Auffassung würden einige Indizien dafür sprechen, dass Jens Kanitz mit „Senet“ das ägyptische Spiel meinen würde.

Besonders erfreut zeigte sich der Akademieleiter über die Anwesenheit des Präsidenten des Landgerichts Neuruppin Egbert Simons und des Ortsvorstehers von Wustrau Ingo Lamprecht.  

Im Anschluss führte die Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung der Staatlichen Museen Berlin, Frau Dr. Jana Helmbold-Doyé, in die Thematik „Spiel und Totengericht im Alten Ägypten“ ein. Das Spiel „Senet“ sei nur vermeintlich ein Vergnügungsspiel gewesen. Aktuell kenne man aber weder die Bedeutung der einzelnen Spielfelder noch die konkrete Spielanleitung. Ausgehend vom Speil „Senet“ erläuterte Frau Dr. Helmbold-Doyé die ägyptischen Vorstellungen eines „Totengerichts“. Die Gäste der Ausstellung verfolgten gespannt die mit Bildern unterlegten Ausführungen der Expertin.

Nach diesem interessanten Vortrag konnten die in verschiedenen Räumen der Deutschen Richterakademie ausgestellten Werke näher in Augenschein genommen und mit dem Künstler diskutiert werden. Bei Getränken und kulinarischen Leckerbissen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie zubereitet worden waren, verweilten die rund 140 Besucherinnen und Besucher der Vernissage noch über mehrere Stunden im Zieten-Schloss.




Jens Kanitz: „Senet“, Deutsche Richterakademie, Am Schloss 1, 16818 Wustrau,
Vernissage: 26.10.2017, 19.30 Uhr, Ausstellung bis zum 15.12.2017,
Öffnungszeiten: mittwochs 13.00 – 16.00 Uhr, Eintritt frei

Zeitungsberichte können Sie unter folgenden Links nachlesen: Artikel 1; Artikel II; Artikel III;








Gut besuchte Vernissage der Ausstellung „Orange beflügelt“ der Künstlerin Ruth Weber in der Tagungsstätte Trier

Mit einer feierlichen Vernissage wurde am 19. Oktober 2017 die neue Ausstellung der Künstlerin Ruth Weber in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie eröffnet. In der unter dem Motto „Orange beflügelt“ stehenden Ausstellung werden mehrere Dutzend Gemälde der in Trier lebenden und arbeitenden Künstlerin gezeigt.

   

In den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache stellte der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz die Namensidentität der Farbe Orange mit der Frucht Orange. Nach allgemeiner Meinung sei die Farbe nach der aus China oder Südostasien stammenden Zitrusfrucht Orange benannt worden. Vorher sei die Farbe mit „Gelb-Rot“ bezeichnet gewesen. In der 1810 veröffentlichten Farbenlehre von Johann Wolfgang von Goethe finde man daher die Bezeichnung „Orange“ noch nicht. Nach Goethe sei bei „Gelb-Roth“ die „active Seite […] in ihrer höchsten Energie“ und es sei kein Wunder, „dass energische, gesunde, rohe Menschen sich besonders dieser Farbe erfreuen“. Aktuell definiere man in der Wissenschaft die Farbe „Orange“ als einen Farbreiz, der bei einer Wellenlänge zwischen 575 und 595 Nanometer in das menschliche Auge treffe. In der Kunst führe die Farbe „Orange“ zu sehr energiegeladenen Gemälden, so Akademiedirektor Dr. Tratz. Hiervon könnten sich die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung überzeugen.



In das Werk von Ruth Weber führte Richter am Amtsgericht Josef Thul ein, der das künstlerische Wirken von Ruth Weber bereits seit vielen Jahren beobachtet. Bei den Bildern von Ruth Weber falle besonders der kraftvolle Einsatz von Farbe auf. Die Künstlerin arbeite gerne mit verschiedenen Materialien und Techniken. Dennoch sei ihre Vorliebe zur Acryl-Malerei gut erkennbar.



Abschließend ergriff die Künstlerin persönlich das Wort. Ruth Weber dankte allen Gästen der Vernissage für ihr Kommen. Sie sei von der großen Zahl der Besucherinnen und Besucher überwältigt und freue sich auf die vielfältigen Kontakte.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungeröffnung durch die Musikerinnen Elke Steffes und Lisa Weber an ihren Klarinetten. Die Darbietung der beiden Künstlerinnen wurde von den Gästen der Vernissage mit viel Beifall honoriert.

Nun konnten die rund 120 Gäste die ausgestellten Kunstwerke von Ruth Weber näher in Augenschein nehmen und untereinander erörtern. Bei Getränken und kulinarischen Leckerbissen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie zubereitet worden waren, wurden die gewonnenen Eindrücke rege diskutiert.

                                  

Ruth Weber: „Orange beflügelt“, Deutsche Richterakademie, Berliner Allee 7, 54295 Trier;
Vernissage: 19.10.2017, 19.30 Uhr; Ausstellung vom 19.10. bis zum 14.12.2017; Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 09.00 – 16.30 Uhr, freitags 09.00 – 14.00 Uhr; Eintritt frei.

Einen Zeitungsartikel können Sie unter folgendem Link nachlesen: Artikel


Besuch aus der französischen Ecole nationale de la magistrature (ENM) in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Interessiert an der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland zeigte sich die Mitarbeiterin der französischen Ecole national de la magistrature, Frau Coline Legeay,  bei einem Besuch der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Frau Legeay, die in der ENM als Trainerin für Richterinnen und Richter tätig ist, besucht derzeit die Bundesländer Berlin und Brandenburg im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Richteraustausches.

Frau Legeay wurde am 12. Oktober 2017 durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz und der Verwaltungsleiterin der Tagungsstätte Wustrau Christiane Uckrow sehr herzlich im Zieten-Schloss willkommen geheißen. Nach einer Führung durch die Gebäude der Liegenschaft erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation und die Durchführung der Richterfortbildung in der Bundesrepublik Deutschland. Die thematische Planung der Fortbildung obliege der Programmkonferenz der Deutschen Richterakademie, in der alle 16 Bundesländer und das Bundesministerium der Justiz gemeinsam mit dem Direktor der Deutschen Richterakademie die Themen für ein Fortbildungsjahr beraten. Die Detailplanung würden dann die Fortbildungsabteilungen der einzelnen Bundesländer bzw. des Bundesministeriums der Justiz übernehmen. Die Ermittlung des zukünftigen Fortbildungsbedarfs erfolge insbesondere über den Einsatz von Fragebögen bei den jährlich rund 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der laufenden Seminare. Die Fragebögen würden zu Beginn einer Veranstaltung ausgegeben und könnten anonym ausgefüllt werden. Rund 80 % der Fragebögen kämen am Tagungsende zurück. Außerdem versuche man bei der Ermittlung des Fortbildungsbedarfs sämtliche Anregungen der Ministerien und anderer Berufsverbände zu berücksichtigen.

Am Ende des Besuchstags dankte Frau Legeay für die überaus freundliche Aufnahme. Akademiedirektor Dr. Tratz resümierte, dass man bei jedem Erfahrungsaustausch mit einem ausländischen Gast Gelegenheit habe, neue Einblicke zu gewinnen.



Informationsbesuch von Fortbildungsverantwortlichen aus Großbritannien, Spanien und der Europäischen Rechtsakademie (ERA) in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Über die Organisation der Fortbildung von Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in der Bundesrepublik Deutschland informierte sich eine dreiköpfige Delegation europäischer Fortbildungseinrichtungen bei einem Informationsbesuch in der Deutschen Richterakademie. Die Kolleginnen und Kollegen aus  Großbritannien, Spanien und der Europäischen Rechtsakademie (ERA) wurden durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz am 27.09.2017 sehr herzlich in der Tagungsstätte Trier willkommen geheißen. Dr. Tratz betonte, man könne stets von den Erfahrungen und Methoden anderer Fortbildungseinrichtungen profitieren. Daher freue er sich auf den kollegialen Austausch.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte insbesondere der Schulungsräume informierte Akademiedirektor Dr. Tratz die Kollegin Sira Maria Amor Vegas aus Madrid, den Kollegen Philip Rostant aus Wales und den Kollegen Jaroslav Opravil von der Europäischen Rechtsakademie (ERA) über die Organisation und die Inhalte der richterlichen und staatsanwaltlichen Fortbildung. So biete die Deutsche Richterakademie in den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau jährlich rund 150 Fortbildungsveranstaltungen an, die von etwa 5000 Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten besucht würden. Im vergangenen Jahr 2016 seien die Seminare und Trainingseinheiten zu 91,5 % und damit fast vollständig ausgelastet gewesen, so Akademieleiter Dr. Tratz. Inhaltlich biete die Deutsche Richterakademie eine Mischung aus rein juristischen Fortbildungsveranstaltungen und verhaltensorientierte sowie interdisziplinäre Seminare an.

In einer anschließenden Gesprächsrunde diskutierten die Kolleginnen und Kollegen intensiv die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fortbildung in den verschiedenen Mitgliedsländern der Europäischen Union. Besonders interessiert zeigten sich die Mitglieder der Delegation an den Einstellungsvoraussetzungen für das Richteramt und dem Auswahlverfahren für die Bewerberinnen und Bewerber.

Der Besuch der Kolleginnen und Kollegen wurde durch ein gemeinsames Mittagessen in den Räumlichkeiten der Akademie abgerundet.


Präsident des Bundesverwaltungsgerichts Prof. Dr. Dr. h. c. Klaus Rennert als Referent bei der Deutschen Richterakademie in Wustrau

Im Rahmen der Tagung „Verwaltungsgerichtsbarkeit – Effektiver Rechtsschutz in der täglichen Praxis“ referierte der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts, Herr Prof. Dr. Dr. h. c. Klaus Rennert, am 22. September 2017 in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts wurde von den Tagungsleitern der von Bremen veranstalteten Tagung Präsident des Verwaltungsgerichts Prof. Peter Sperlich und Senatsrat Dr. Christian Maierhöfer sowie dem Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich willkommen geheißen. Direktor Dr. Tratz zeigte sich erfreut, dass Prof. Dr. Rennert als Präsident eines der fünf obersten Gerichtshöfe des Bundes aktiv als Referent an einer Fortbildungsveranstaltung für Kolleginnen und Kollegen mitwirke. Dies sei ein starkes Signal der Unterstützung für die richterliche Fortbildung.

Prof. Dr. Dr. h. c. Rennert sprach „zum (verwaltungs-)richterlichen Berufsethos“. In der von Bremen  organisierten Tagung erörterten über 30 Richterinnen und Richter der Verwaltungsgerichtsbarkeit rechtliche Fragen aus dem Verwaltungsrecht sowie zum verwaltungsrichterlichen Selbstverständnis.







Feierliche Eröffnung der Ausstellung „Verweilen“ der Künstlerin Serap Riedel im Zieten-Schloss zu Wustrau

Unter dem Motto „Verweilen“ steht die neue Ausstellung der Künstlerin Serap Riedel im historischen Zieten-Schloss der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Die Ausstellung, in der rund 40 teils großformatige Bilder von Serap Riedel gezeigt werden, wurde am 21. September 2017 mit einer gut frequentierten Vernissage eröffnet.

     


In den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache stellte der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz das Motto der Ausstellung. Nach einem bekannten Lexikon stelle das Wort „verweilen“ die gehobene Umschreibung für die Wendung „an einem Ort bleiben“ dar. In der heutigen schnelllebigen Zeit werde „Verweilen“ häufig auch als eine Art der „Entschleunigung“ verstanden. Im Jahr 2012 habe der Professor für Philosophie an der Universität der Künste in Berlin, Prof. Dr. Han, mit einem Essay zur Kunst des Verweilens Aufsehen erregt, in dem er sich unter anderem mit den Ursachen der Beschleunigung der Gesellschaft auseinander gesetzt habe. Aus seiner Sicht sei die Ursache der Beschleunigung in der allgemeinen Unfähigkeit zu finden, mit einer Sache sinnvoll abzuschließen. Die Zeit würde „fortstürzen“, weil sie nirgends zum Abschluss komme. Als Lösung für diese als unangenehm empfundene Beschleunigung setze Prof. Han auf die Kunst des Verweilens sowie eine Art „kontemplatives“ Leben. Auf diese Weise würden die Dinge nach Prof. Han auch ihre Schönheit enthüllen. Weiter führte Akademiedirektor Dr. Tratz aus, auch die Deutsche Richterakademie sei ein Ort des Verweilens. Die Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer würden sich bewusst für einige Tage aus ihrem beruflichen Alltag heraus nehmen. Aus diesem „Verweilen“ in der Tagungsstätte könnten neue Impulse und Netzwerke für die berufliche Arbeit entstehen. Besonders erfreut zeigte sich der Akademieleiter über die Anwesenheit des Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichts Prof. Dr. Rennert, der aktuell als Referent an einer verwaltungsrechtlichen Tagung mitwirke.
                                                                                   

In das Werk von Serap Riedel führte ihr Ehemann Richter am Sozialgericht Siegfried Riedel ein. Serap Riedel liege nicht daran, sich auf einen bestimmten Stil, einige Motive und Farbgebung zu beschränken. Sie verstehe sich als keiner Richtung zugehörige unabhängige Künstlerin, die "vom Leben" beeinflusst werde. Ebenso vielfältig wie das Leben seien auch ihre Inspirationsquellen. Sehe man im künstlerischen Schaffen und seiner Entwicklung eine Wanderung, dann sei eine Ausstellung die Gelegenheit zum Verweilen. Das Verweilen sei aber immer auch etwas Vorübergehendes, der Aufbruch sei immanent und die Wanderung gehe weiter.



Musikalisch abgerundet wurde die Vernissage durch Harfenklänge des Musikers Sören Wendt. Die sowohl lebendigen als auch ruhigen Musikstücke begeisterte die rund 70 Besucherinnen und Besucher der Ausstellungseröffnung.







Anschließend konnten die in verschiedenen Räumen der Deutschen Richterakademie ausgestellten Gemälde näher in Augenschein genommen und mit der Künstlerin erörtert sowie diskutiert werden.

Bei Getränken und kulinarischen Leckerbissen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie vor- und zubereitet worden waren, verweilten die Besucherinnen und Besucher der Vernissage noch über mehrere Stunden in der Deutschen Richterakademie.

Serap Riedel: „Verweilen“, Deutsche Richterakademie, Am Schloss 1, 16818 Wustrau, Ausstellung bis zum 19.10.2017, Öffnungszeiten: mittwochs 13.00 – 16.00 Uhr, Eintritt frei




Informationsbesuch einer Delegation des Shenzhen Intermediate People`s Court aus der Volksrepublik China in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung stand im Mittelpunkt eines Besuchs einer 20köpfigen Delegation des Shenzhen Intermediate People`s Court in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie.  Die Kolleginnen und Kollegen aus der Volksrepublik China unter Leitung von Judge Xiao Hong Kai wurden am 21. September 2017 durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Akademiedirektor Dr. Tratz betonte, für die Deutsche Richterakademie sei der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus China von besonderer Bedeutung. Auch wenn zwischen China und Deutschland eine Entfernung von rund 7200 Kilometer läge, sei es aufgrund der internationalen Verzahnung in Wirtschaft und Politik immer stärker erforderlich, solide Kenntnisse über andere Rechtssysteme zu verfügen.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Liegenschaft und die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten in der Bundesrepublik Deutschland. In den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau biete man jährlich rund 150 Fortbildungstagungen an, die von etwa 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht würden. In der Bundesrepublik Deutschland bestehe keine Verpflichtung zur Fortbildung. Vielmehr sei es die freie Entscheidung der Kolleginnen und Kollegen, eine Fortbildungsveranstaltung bei der Deutschen Richterakademie zu besuchen. Daher sei man sehr froh, dass die Fortbildungsangebote sehr gut angenommen würden. So habe die Auslastung der Deutschen Richterakademie im Jahr 2016 bei 91,5 % gelegen. Die Ermittlung des zukünftigen Fortbildungsbedarfs erfolge zumeist über Fragebögen, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einer Veranstaltung ausgehändigt bekomme, so Direktor Dr. Tratz. Aus der Auswertung der anonymen Fragebögen könne sehr gut entnommen werden, welcher Fortbildungsbedarf bei den Kolleginnen und Kollegen bestehe.

Dr. h. c. Charlotte Knobloch als Referentin in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Zum Thema „Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft – gibt es (k)eine Bewusstseinsveränderung nach dem Holocaust?“ referierte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Frau Dr. h. c. Charlotte Knobloch, in der Deutschen Richterakademie in Trier. Im Rahmen der vom Bundesland Hessen veranstalteten Tagung „Politischer Extremismus – Herausforderungen für Gesellschaft und Justiz“ sprach Frau Dr. h. c. Knobloch am 18. September 2017 vor rund 40 Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten aus der gesamten Bundesrepublik über die Aktualität und die Gefahren des Antisemitismus.

Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und ehemalige Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses wurde durch den Tagungsleiter Generalstaatsanwalt Prof. Dr. Helmut Fünfsinn und den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich in den Räumlichkeiten der Tagungsstätte Trier willkommen geheißen. Beide dankten Frau Dr. h. c. Knobloch, dass sie auch in diesem Jahr als Referentin zur Verfügung stünde.

In ihrem Vortrag vor den Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten führte Frau Dr. h. c. Knobloch aus, aktuell seien Fremdenhass und Antisemitismus öfter und lauter spürbar. Die Anzahl judenfeindlicher Straftaten sei nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa alarmierend. Auch die Bedrohungslage durch den internationalen Terrorismus sei gestiegen, so Frau Dr. h. c. Knobloch. Durch Fundamentalisten würden die Werte der liberalen Gesellschaft missachtet. Der Staat und seine Bürger müssten bei diesen Entwicklungen wachsam sein. Erschreckend sei zudem die Hetze in den Sozialen Netzwerken. Dieser Hasskriminalität müsse durch höhere Strafen entgegengetreten werden. In ihrem meinungsstraken Vortrag setzte sich Frau Dr. h. c. Knobloch außerdem mit dem Erstarken rechtsextremer Parteien auseinander. Diese Gruppierungen würden gegen Minderheiten hetzen und stünden für Menschenverachtung. Gemeinsam müsse man denjenigen entgegentreten, die die Errungenschaften der liberalen Gesellschaft in Gefahr brächten. Nach ihrem Referat diskutierte Frau Dr. h. c. Knobloch intensiv mit den Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmern über zahlreiche Aspekte ihres Referats.

Generalstaatsanwalt Prof. Dr. Fünfsinn und Direktor Dr. Tratz dankten Frau Dr. h. c. Knobloch für ihre engagierten Ausführungen und äußerten den Wunsch, Frau Dr. h. c.  Knobloch bei einer Wiederholung der Tagung im Jahr 2018 wieder als Referentin gewinnen zu können.

Richterforum 2017 der rheinland-pfälzischen Sozialgerichtsbarkeit in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof, der Staatsminister der Justiz und für Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz Herbert Mertin und der Präsident des Bundessozialgerichts Prof. Dr. Rainer Schlegel waren Referenten des Richterforums 2017 der rheinland-pfälzischen Sozialgerichtsbarkeit in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Bei dieser vom Präsidenten des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz Ernst Merz  veranstalteten Fortbildungsveranstaltung trafen sich etwa 80 Sozialrichterinnen und Sozialrichter in Trier.

Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz begrüßte die Kolleginnen und Kollegen sehr herzlich. Es sei schön, dass die rheinland-pfälzische Sozialgerichtsbarkeit wieder die Deutsche Richterakademie als Tagungsort gewählt habe. Dies verdeutliche auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landessozialgericht Rheinland-Pfalz unter Leitung seines Präsidenten Ernst Merz und der Deutschen Richterakademie. Im Rahmen seines Grußwortes stellte Direktor Dr. Tratz auch das kürzlich erschienene Jahresprogramm der Deutschen Richterakademie für das Jahr 2018 vor. Insgesamt würden 145 Seminare in den beiden Tagungsstätten Trier und Wustrau den Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten angeboten. Hierunter fänden sich auch Veranstaltungen zu sozialrechtlichen Themen wie der gesetzlichen Krankenversicherung (SGB V) und der Europäisierung des Sozialrechts. Aber auch über 30 interdisziplinäre Veranstaltungen, über 30 verhaltensorientierte Tagungen und mehrere juristische Sprachtagungen seien Inhalt des Fortbildungsprogramms. Der Akademiedirektor äußerte die Hoffnung, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen im Fortbildungsjahr 2018 die Tagungen der Deutschen Richterakademie in Trier und in Wustrau besuchen würden.
                                                       
Im Zentrum des ersten Tags des Richterforums am 14.09.2017 stand die Rede des Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof zum Thema „Sozialrecht und Verfassung“. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier Arbeitskreisen unter anderem Fragestellungen aus den Themenfeldern „Krankenversicherung“, „Pflegeversicherung“, „Unfallversicherung“ und „Grundsicherung für Arbeitssuchende“. 


Schwerpunkte des zweiten Tags waren unter anderem die Rede von Staatsminister Mertin zum „Digitalen Wandel in der Justiz“ und des Präsidenten des Bundessozialgerichts Prof. Dr. Schlegel zur Fragestellung „Wen soll das Sozialrecht schützen?“. 





Gemeinsamer Besuch der Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und des Bundesjustizministers Heiko Maas bei der Deutschen Richterakademie in Trier

Im Rahmen eines gemeinsamen Besuchs in der Tagungsstätte Trier informierten sich die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Katarina Barley und der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas über die Arbeit der Deutschen Richterakademie. Bundesministerin Dr. Barley und Bundesminister Maas wurden durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich in den Räumlichkeiten der Tagungsstätte willkommen geheißen. Es sei eine besondere Ehre für die Deutsche Richterakademie, dass gleichzeitig eine Bundesministerin und ein Bundesminister die Tagungsstätte Trier besuchen würden. Die Deutsche Richterakademie werte den gleichzeitigen Besuch von zwei Mitgliedern der Bundesregierung als deutliches Signal der Unterstützung für die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung. Insbesondere der Besuch des für die Justiz zuständigen Bundesministers verdeutliche auch die gute Zusammenarbeit der Deutschen Richterakademie als Bund-Länder-Einrichtung mit dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz, so Direktor Dr. Tratz. Der Besuch von Bundesfamilienministerin Dr. Barley, die früher unter anderem auch als Richterin am Landgericht Trier gearbeitet hatte, unterstreiche zudem die Verbundenheit der Tagungsstätte Trier mit der Region, in der auch der Wahlkreis von Frau Dr. Barley liege.

Nach einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erörterten Bundesministerin Dr. Barley und Bundesminister Maas gemeinsam mit Akademiedirektor Dr. Tratz und der Verwaltungsleiterin der Tagungsstätte Trier Andrea Meyer zukünftige Herausforderungen für die richterliche und staatsanwaltliche Fortbildung. Im Rahmen des Gesprächs konnte Direktor Dr. Tratz zwei Exemplare des neuen Jahresprogramms der Deutschen Richterakademie für das Fortbildungsjahr 2018 an Bundesministerin Dr. Barley und Bundesminister Maas übergeben. Die Deutsche Richterakademie biete den Kolleginnen und Kollegen insgesamt 145 Tagungen an. Neben rein rechtlichen Seminaren seien auch jeweils 30 Tagungen zu verhaltensorientierten und interdisziplinären Themen in das Jahresprogramm aufgenommen worden. 


Zum Abschluss trugen sich Bundesministerin Dr. Barley und Bundesminister Maas in das Gästebuch der Tagungsstätte ein. Bundesminister Maas würdigte die Deutsche Richterakademie mit den Worten „eine der ganz wichtigen Einrichtungen der deutschen Justiz, denn sie macht unseren Rechtsstaat noch besser!“ Bundesministerin Dr. Barley ergänzte „und das auch noch familienfreundlich!“.




Informationsbesuch des Amtschefs des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Einen persönlichen Eindruck von der Praxis der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung machte sich der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz Prof. Dr. Frank Arloth im Rahmen eines Informationsbesuchs in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth wurde am 13. September 2017 sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz, der vor seiner Berufung zum Akademieleiter ebenfalls als Richter in der bayerischen Justiz tätig war, willkommen geheißen. Der Besuch des Amtschefs verdeutliche die kontinuierliche Unterstützung der Deutschen Richterakademie durch das Bayerische Staatsministerium der Justiz, so Direktor Dr. Tratz. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der richterlichen und staatsanwaltlichen Fortbildung sei es sehr schön, wenn sich die Träger der Deutschen Richterakademie über die aktuelle Arbeit der Bund-Länder-Einrichtung informieren würden.

Zu Beginn seines Aufenthalts in der Deutschen Richterakademie besuchte Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth die aktuell laufende Fortbildungsveranstaltung „Praxisforum Staatsschutzstrafrecht“. In der vom Sächsischen Staatsministerium der Justiz veranstalteten Tagung werden zahlreiche Fragen des Staatsschutzstrafrechts erörtert. Zudem erhalten die über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit zu einem kollegialen Erfahrungsaustausch. Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth zeigte sich über die Qualität und Aktualität der Fortbildung höchst angetan.

Nach dem Einblick in die laufende Fortbildungsveranstaltung und einer Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erörterte Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth gemeinsam mit  Akademiedirektor Dr. Tratz und der Verwaltungsleiterin der Tagungsstätte Trier Andrea Meyer zukünftige Herausforderungen für die inhaltliche Ausgestaltung und die Organisation der Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie der Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Im Rahmen des Gesprächs stellte Direktor Dr. Tratz auch das neue Jahresprogramm der Deutschen Richterakademie für das Jahr 2018 vor. So würden insgesamt 145 Veranstaltungen zu den verschiedensten Themengebieten angeboten. Gleichzeitig werde aber auch das Dachgeschoss des Schlossgebäudes der Tagungsstätte Wustrau saniert und für die Fortbildung baulich ertüchtigt. So könnten durch die Baumaßnahmen der erhöhte Bedarf an Räumen für interaktive Seminare und die Arbeit in Workshops abgedeckt werden. Man habe das Ziel, auch mit dem Jahresprogramm 2018 eine Auslastung von über 90 % zu erreichen, so Direktor Dr. Tratz.


Berlins Justizsenator Dr. Dirk Behrendt bei der Deutschen Richterakademie in Wustrau

Zu einem „Kamingespräch“ mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung „Aufgaben der Beteiligungsgremien im richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Bereich“ besuchte der Berliner Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung Dr. Dirk Behrendt am 07. September 2017 die Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Senator Dr. Behrendt wurde durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss  willkommen geheißen. Durch seine Anwesenheit und die aktive Mitwirkung bei einer Tagung unterstreiche der Senator deutlich seine Unterstützung für die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung bei der Deutschen Richterakademie. Das Gespräch mit Senator Dr. Behrendt sei ein besonderer Höhepunkt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden aktuell laufenden Tagungen, so Direktor Dr. Tratz. Im Rahmen des „Kamingesprächs“ erörterte Senator Dr. Behrendt, der früher ebenfalls als Richter am Landgericht und am Verwaltungsgericht gearbeitet hatte, mit den anwesenden Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten die verschiedenen Vorschläge und Ideen zur Selbstverwaltung der Justiz. Es entwickelte sich eine rege Diskussion zu den verschiedenen Sichtweisen und Aspekten einer justiziellen Selbstverwaltung. Die Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer aus allen 16 Bundesländern dankten Senator Dr. Behrendt am Ende des Abends für das interessante Gespräch und die vielen neu gewonnenen Einblicke mit Applaus.



Abgerundet wurde der Besuch von Senator Dr. Behrendt mit einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten und die Außenanlagen des Zieten-Schlosses sowie ein gemeinsames Abendessen im festlich geschmückten Gartenpavillon.

In der vom Gemeinsamen Juristischen Prüfungsamt der Länder Berlin und Brandenburg (GJPA)  ausgerichteten Tagung wurden unter Leitung des Vorsitzenden Richters am Verwaltungsgericht Christian Oestmann unter anderem Fragen der richterlichen Unabhängigkeit, der Mitbestimmung und der elektronischen Aktenführung thematisiert. Im Rahmen der Tagung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern Erfahrungen und Informationen auszutauschen.



Deutsche Richterakademie - Tagungsstätte Trier: trier(at)deutsche-richterakademie.de - Tagungsstätte Wustrau: wustrau(at)deutsche-richterakademie.de