Aktuelles

Informationen zu aktuellen Themen

Informationen über das aktuelle Tagungsprogramm erhalten Sie, indem Sie auf den Navigationspunkt Jahresprogramm  klicken. Sie können das Programm als Tabelle mit verschiedenen Filterfunktionen aufrufen. Zum Download halten wir auch eine PDF-Datei für Sie vor. Zwei Wochen vor Tagungsbeginn können Sie unter der Rubrik Tagungsprogramme das ausführliche Programm der in den Tagungsstätten in Trier und Wustrau stattfindenden Tagungen aufrufen.










Informationsbesuch von Fortbildungsverantwortlichen aus Bulgarien, Italien, der Tschechischen Republik und der Europäischen Rechtsakademie (ERA) in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie 

Über die Fortbildung von Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in der Bundesrepublik Deutschland informierte sich eine fünfköpfige Delegation europäischer Fortbildungseinrichtungen bei einem Informationsbesuch in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Die Kolleginnen und Kollegen aus Bulgarien, Italien, der Tschechischen Republik und der Europäischen Rechtsakademie (ERA) wurden durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz am 16.10.2018 sehr herzlich willkommen geheißen. Dr. Tratz betonte, man könne stets von den Erfahrungen und Methoden anderer Fortbildungseinrichtungen profitieren. Daher freue er sich auf den kollegialen Austausch mit den Experten aus vergleichbaren Einrichtungen.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte, insbesondere der Schulungsräume, informierte Akademiedirektor Dr. Tratz den Kollegen Nikolay Krastev aus Bulgarien, die Kollegin Maria Teresa Rubini aus Italien, den Kollegen Antonio Scalera aus Italien, die Kollegin Tereza Tupa aus der Tschechischen Republik  und den Kollegen Jaroslav Opravil von der Europäischen Rechtsakademie (ERA) über die Organisation und die inhaltliche Planung der richterlichen und staatsanwaltlichen Fortbildung in Deutschland. So biete die Deutsche Richterakademie in ihren beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau jährlich rund 150 Fortbildungsveranstaltungen an, die von etwa 5.000 Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten besucht würden. Im vergangenen Jahr 2017 seien die Seminare und Trainingseinheiten zu 91,2 % und damit fast vollständig ausgelastet gewesen, so Akademieleiter Dr. Tratz. Inhaltlich biete man eine Mischung aus rein juristischen Fortbildungsveranstaltungen und verhaltensorientierte sowie interdisziplinäre Seminare an.

In einer anschließenden Gesprächsrunde diskutierten die Kolleginnen und Kollegen intensiv die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fortbildung in den verschiedenen Mitgliedsländern der Europäischen Union. Besonders interessiert zeigten sich die Mitglieder der Delegation an den Voraussetzungen der Einstellung von Richterinnen und Richtern in Deutschland. Diskutiert wurde auch über die Möglichkeiten der Unterstützung der Fortbildung durch elektronische Medien.

Der Besuch der Kolleginnen und Kollegen wurde durch ein gemeinsames Mittagessen in den Räumlichkeiten der Akademie abgerundet.


Justizdelegation aus Singapur zu Gast in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Das Familienrecht und die Fortbildung der Familienrichterinnen und Familienrichter in der Bundesrepublik Deutschland standen im Mittelpunkt eines zweitägigen Besuchs einer dreiköpfigen Delegation aus Singapur in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Die aus den Familienrichterinnen District Judge Yarni Loi und District Judge Suzanne Chin sowie der Mitarbeiterin der Abteilung Strategic Planning Senior Assistant Director Han Nguyen bestehende Delegation wurde durch die emeritierte Lehrstuhlinhaberin für deutsches, europäisches und internationales Privat- und Prozessrecht an der Universität Göttingen Prof. Dr. Dagmar Coester-Waltjen begleitet.

Die Delegation wurde am 09.10.2018 sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Die Deutsche Richterakademie freue sich über das Interesse der Kolleginnen aus Singapur an der Arbeit der Deutschen Richterakademie und stelle gerne die Bemühungen zur Optimierung der Fortbildung der Familienrichterinnen und Familienrichter vor. Die Delegation habe den richtigen Besuchszeitpunkt gewählt, da in dieser Woche das erfolgreiche Seminar „Konfliktlösung im Sorge- und Umgangsrechtsverfahren“ von Sachsen-Anhalt veranstaltet werde. In dieser Fortbildungsveranstaltung werden unter der Tagungsleitung von RiinAG Ute Flotho spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten zur Vernehmung von Kindern unterschiedlichen Alters und zur Lösung besonderer Problemsituationen vermittelt, so Direktor Dr. Tratz.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Tagungsstätte trafen sich die Delegation und Direktor Dr. Tratz zu weiterführenden Gesprächen. Zunächst stellte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung in Deutschland vor. So erläuterte Dr. Tratz die Konstruktion und die Finanzierung der Deutschen Richterakademie als Bund-Länder-Einrichtung. Die Themen eines Fortbildungsjahrs würden in mehreren Programmkonferenzen gemeinsam beraten und beschlossen. Hierbei würden vor allem die Anregungen der rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlich ca. 150 Fortbildungsveranstaltungen berücksichtigt, die im Rahmen einer umfassenden Evaluation jeder einzelnen Tagung abgefragt würden. Jeder Tagungsgast erhalte zu Beginn einer Fortbildungsveranstaltung einen Fragebogen, der gegen Ende der Tagung wieder eingesammelt werde. In diesem Fragebogen könnten die Referentinnen und Referenten des besuchten Seminars sowie die Tagungsbedingungen anonym bewertet werden. Aufgrund der hohen Auslastung der Deutschen Richterakademie mit über 91 % im Jahr 2017 sei man davon überzeugt, bisher die richtigen Schwerpunkte gesetzt zu haben, so Direktor Dr. Tratz.

Bei einem gemeinsamen Abendessen mit den Referentinnen und der Tagungsleiterin der Tagung „Konfliktlösung im Sorge- und Umgangsrechtsverfahren“ hatte die Delegation die Möglichkeit, zahlreiche thematische Aspekte zu diskutieren und ihre Fragen beantwortet zu bekommen.

Am zweiten Tag ihres Besuches nahm die Delegation als Gäste an der vom Bundesland Sachsen-Anhalt organisierten Veranstaltung zur Konfliktlösung in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren teil. Hierbei konnten sich die Richterinnen aus Singapur einen unmittelbaren Eindruck vom Ablauf der Fortbildungsveranstaltung machen. Thematisch standen die Gestaltung von Kindesanhörungen und die Implementierung des Kindeswohls im Zentrum dieses Seminartags. Die Delegation aus Singapur zeigte sich von den Inhalten und der Art der Vermittlung sehr angetan.

Am Ende des Besuchs resümierten die Gäste aus Singapur sowie Direktor Dr. Tratz, der gemeinsame Austausch habe viele Anregungen geliefert. Beide Seiten äußerten zudem das Interesse, weiter in Kontakt zu bleiben.


Gute Fortschritte bei den Baumaßnahmen in der Tagungsstätte Wustrau

Mit dem Entkernen des Dachgeschosses des Zieten-Schlosses konnten die seit Juli 2018 laufenden Baumaßnahmen in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Fertigstellung nehmen. In den zurückliegenden Sommermonaten wurden die  unzureichende Dämmung des Dachgeschosses ausgebaut und die bisherigen Wände entfernt, um den Weg für die Errichtung der neuen Lehrsäle und Workshop-Räume frei zu machen. In den nächsten Monaten werden im nun frei geräumten Dachgeschoss neue Trockenbauwände für den geplanten Raumzuschnitt eingebaut. Auch die Elektroinstallation des Dachgeschosses sowie die technischen Ausstattungen werden modernisiert.
      

Trotz der Baumaßnahmen im Dachgeschoss konnte der Seminarbetrieb in der Tagungsstätte pünktlich Ende August 2018 wieder aufgenommen werden. Durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden zuvor umfangreiche Säuberungsarbeiten im Erdgeschoss des Schloss-Gebäudes durchgeführt, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmer trotz der weiter voranschreitenden Baumaßnahmen im Dachgeschoss einen regulären Tagungsbetrieb bieten zu können. In diesem Zusammenhang wurde auch der Speisesaal durch Mitarbeiter der Tagungsstätte frisch gestrichen. Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und ihre hohe Motivation. Es sei erkennbar, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Ergebnisse des Dachgeschossumbaus des historischen Schloss-Gebäudes freuen würden. Direktor Dr. Tratz dankte aber auch allen Bundesländern und dem Bund für die Investition in die Tagungsstätte Wustrau, welche auch die Bedeutung der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung sowie die Stellung der Deutschen Richterakademie unter Beweis stellen würde.

Während der Bauzeit werden die Tagungen in den Räumen des benachbarten Gutshauses und eines Gästehauses durchgeführt. Bei den ab August 2018 veranstalteten Seminaren wurden diese alternativen Tagungsräumlichkeiten gut bewertet. Die Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer hätten sich zudem erfreut gezeigt, dass die Tagungsstätte Wustrau durch die laufenden Baumaßnahmen für zukünftige Fortbildungsveranstaltungen optimiert werde, so Direktor Dr. Tratz. Viele Tagungsgäste seien überaus interessiert, die Ergebnisse der Baumaßnahmen bei zukünftigen Fortbildungsveranstaltungen persönlich in Augenschein zu nehmen.


Arbeitstagung der Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter der Fortbildungsabteilungen des Bundes und der Länder in der Tagungsstätte Trier

Zur weiteren Optimierung der Arbeitsabläufe zwischen den Fortbildungsabteilungen des Bundes und der Länder sowie der Verwaltung der Deutschen Richterakademie trafen sich die zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter mit der Verwaltung der Deutschen Richterakademie zu einer dreitägigen Arbeitstagung in der Tagungsstätte Trier.

Die Kolleginnen und Kollegen wurden am 24. September 2018 sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz in Trier willkommen geheißen. Durch den intensiven kollegialen Austausch und die Diskussion der Kolleginnen und Kollegen könnten sicherlich zahlreiche organisatorische Aspekte der Fortbildung weiter verbessert werden, so Direktor Dr. Tratz.  Das persönliche Kennenlernen erleichtere außerdem die zukünftige Zusammenarbeit.
                                     

Nach einer Führung durch die Tagungsstätte Trier, bei der insbesondere die baulichen Veränderungen der letzten zwei Jahre wie die Erneuerung der Weinstube und der Einbau von Treppenliften zur Verbesserung der Barrierefreiheit gezeigt wurden, versammelten sich die rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitstagung gemeinsam mit Akademieleiter Dr. Tratz zur ersten Arbeitssitzung. Zunächst berichtete Direktor Dr. Tratz über den bisherigen Verlauf des Fortbildungsjahrs 2018. Trotz der Baumaßnahmen in der Tagungsstätte Wustrau sei die Auslastung beider Tagungsstätten stabil geblieben. Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei den Tagungen des Formats „Deutsche Richterakademie aktuell“, die sich mit besonders aktuellen Fragestellungen beschäftigen würden. Bei diesen Tagungen hätte die Nachfrage zumeist das Platzkontingent deutlich überstiegen. Zudem seien diese Tagungen mit regelmäßig über 8 von 9 möglichen Punkten sehr gut bewertet gewesen.

In den weiteren Arbeitssitzungen beschäftigten sich die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter unter anderem mit der Organisation der Vergabe der Tagungsplätzen, den Einladungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den einzelnen Tagungen und den finanziellen Aspekten der Fortbildungsveranstaltungen. Auch die Betreuung internationaler Gäste und die Einbindung der Deutschen Richterakademie in das europäische Fortbildungsnetzwerk (EJTN) wurden thematisiert.

Mit einer Stadtführung auf den Spuren von Karl Marx und einer gemeinsamen Weinprobe in den Räumen der Tagungsstätte wurde die Arbeitstagung abgerundet. Am Ende der Konferenz wurde allseits der Wunsch nach einer Wiederholung der Tagung in zwei Jahren geäußert, um die Umsetzung der besprochenen Maßnahmen evaluieren zu können.   


Delegation der Botschaft der Vereinigen Staaten von Amerika in Berlin zu Gast in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Über die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland informierte sich eine hochrangige Delegation der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika bei einem Besuch der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie.

Die Delegation unter Führung von Counselor for Global Affairs Laura Malenas wurden am 19. September 2018 sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Die Deutsche Richterakademie freue sich über das Interesse der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika an den Inhalten und der Organisation der Fortbildung in Deutschland. Die Deutsche Richterakademie sei sehr gerne bereit, über ihre Arbeit zu informieren.

Bei einer ausführlichen Führung durch das Gelände der Tagungsstätte erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die aktuell laufenden Baumaßnahmen im Dachgeschoss des Schlossgebäudes. Nach Fertigstellung stünden den Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmern mehrere zusätzliche Schulungs- und Kleingruppenräume zur Verfügung, die insbesondere für interaktive Fortbildungsveranstaltungen benötigt würden.

Im Anschluss an den Rundgang durch die Liegenschaft traf sich die dreiköpfige Delegation darunter auch Legal Advisor Markus Schmidt mit Direktor Dr. Tratz zu einem Informations- und Gedankenaustausch in einem der Tagungsräume. Zunächst stellte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung in Deutschland vor. Die Themen eines Fortbildungsjahrs würden in mehreren Programmkonferenzen gemeinsam mit den Fortbildungsverantwortlichen der Bundesländer und des Bundes beraten. Hierbei würden vor allem die Anregungen der rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlich ca. 150 Fortbildungsveranstaltungen berücksichtigt, die im Rahmen einer umfassenden Evaluation jeder einzelnen Tagung abgefragt würden. Jeder Tagungsgast erhalte zu Beginn einer Fortbildungsveranstaltung einen Fragebogen, der gegen Ende der Tagung anonym zurückgegen werde. In diesem Fragebogen sollten die Referentinnen und Referenten des besuchten Seminars sowie die Tagungsbedingungen bewertet werden. Außerdem würden die Anregungen und Wünsche der Praxis nach neuen Themen und Formaten für Fortbildungsveranstaltungen abgefragt. Aufgrund der hohen Auslastung der Deutschen Richterakademie von 91,2 % im Jahr 2017 sei man davon überzeugt, bisher die richtigen Schwerpunkte gesetzt zu haben, so Direktor Dr. Tratz.

Beendet wurde der Delegationsbesuch mit einem gemeinsamen Mittagessen im festlich geschmückten Pavillon der Deutschen Richterakademie. Die Gäste zeigten sich von der Leistung des Küchenteams der Deutschen Richterakademie beeindruckt und dankten der Deutschen Richterakademie für die freundliche Aufnahme.

Tagung zur „Flugsicherheit - Redlichkeitskultur“ in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in der Deutschen Richterakademie

Auf ein reges Teilnahmeinteresse stieß die erstmals vom Bundesland Hessen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur veranstaltete Tagung zum Thema „Flugsicherheit – Redlichkeitskultur“ in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie.

                                     

Über 25 Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie Gäste aus dem Bereich des Luftverkehrs informierten sich über aktuelle rechtliche Entwicklungen im Bereich der Flugsicherheit und der sog. „Redlichkeitskultur“. Anhand von Beispielsfällen wurden Fragen der konkreten Behandlung von Ereignissen in der Zivilluftfahrt und hieraus resultierende Meldepflichten aufgrund der EU-Verordnung Nr. 376/2014 erörtert. Neben Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur kamen auch Repräsentanten der Deutschen Flugsicherung DFS GmbH, der Deutschen Lufthansa, der Vereinigung Cockpit und des Luftfahrt-Bundesamts zu Wort. Insbesondere wurden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Rechtspflege mit den weiteren vertretenen Institutionen erörtert.

Am Ende der durch Regierungsdirektor Kamp vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und Ministerialrätin Weisbart vom Hessischen Ministerium der Justiz geleiteten Tagung bilanzierten alle Anwesende, der kommunikative Austausch habe zu einer Verbesserung des Verständnisses für die Anliegen der Flugsicherheit und der Redlichkeitskultur geführt. 


Deutsch-Chinesisches Seminar für Richterinnen und Richter in der Tagungsstätte Trier

Die Bekämpfung häuslicher Gewalt in China und Deutschland war Thema des vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gemeinsam mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisierten Deutsch-Chinesischen Richterseminars in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Hierzu trafen sich rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus China und der Bundesrepublik Deutschland vom 02. bis 08. September 2018 in Trier zu einem intensiven kollegialen Austausch.
                                   

Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz hieß die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr herzlich willkommen. Der Deutschen Richterakademie sei es ein besonderes Anliegen die internationalen Kontakte weiter zu vertiefen und den kollegialen Austausch auszubauen. So habe die Deutsche Richterakademie im Jahr 2018 bereits mehrere international ausgerichtete Seminare mit direkten Nachbarländern veranstaltet. Von ganz besonderer Bedeutung für die Deutsche Richterakademie sei aber das heute beginnende Deutsch-Chinesische Richterseminar. Die Affinität der Deutschen Richterakademie zu China könne bereits daran erkannt werden, dass die letzten drei Fortbildungsjahre unter einem Motto des chinesischen Philosophen Konfuzius standen. Auch wenn China und Deutschland geographisch rund 7200 Kilometer voneinander entfernt wären, sei es sehr wichtig  Kenntnisse über das chinesische Rechtssystem zu erlangen, so Akademiedirektor Dr. Tratz. Dies habe er auch in der vergangenen Woche dem Justizminister der Volksrepublik China, Herrn Minister Fu Zhenghua, berichten können, den er anlässlich des Besuchs des Herrn Ministers gemeinsam mit der Bundesjustizministerin Dr. Katarina Barley in Trier treffen durfte.

Seitens des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz begrüßte Frau Regierungsdirektorin Dr. Beatrix Lindner die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung. Der Rechtsstaatsdialog zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China bestehe mittlerweile bereits 18 Jahre. Der Dialog sei quasi „volljährig“ geworden. Ein wichtiger Teil dieses Dialogs sei das Richterseminar, welches zum 11. Mal durchgeführt werde. Das Thema der Tagung „Rechtliche Regelungssysteme zur Bekämpfung häuslicher Gewalt“ sei für beide Länder von besonderer Bedeutung. Sie freue sich auf den Austausch und die Diskussion zwischen den Kolleginnen und Kollegen, so Frau Dr. Lindner.

Für die chinesische Delegation ergriff Frau Prof. Lyu Fang, die Leiterin des Fachmagazins „Rechtsanwendung“, das Wort. Die Volksrepublik China habe bewusst das Thema „Häusliche Gewalt“ in den Mittelpunkt des 11. Deutsch-Chinesischen Richterseminars gestellt. Die Volksrepublik China habe kürzlich eine neue gesetzliche Regelung zur Bekämpfung der häuslichen Gewalt eingeführt, welche Parallelen zur deutschen Regelung besitze. Daher sei es sehr interessant, mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen über die praktische Anwendung der gesetzlichen Grundlagen zu sprechen. In China besitze außerdem die Zahl „11“ eine besondere Bedeutung. Sie verkörpere die Verbindung von Ying und Yang. Auch symbolisiere sie die Konzentration auf ein Thema. Daher freue sie sich auf die konzentrierte Erörterung des Tagungsthemas mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen während des 11. Deutsch-Chinesischen Richterseminars, so Frau Prof. Lyu Fang.

Während der Tagung besprachen und diskutierten die Richterinnen und Richter aus Deutschland und China ausführlich die gesetzlichen Regelungssysteme in beiden Ländern zur Bekämpfung der häuslichen Gewalt. Anhand von Beispielsfällen wurden das gerichtliche Verfahren zum Erlass einer Gewaltschutzanordnung, die Gewährung von vorläufigem Rechtsschutz und die Vollstreckung gerichtlicher Schutzanordnungen erörtert.

Außerdem besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars das Polizeipräsidium Trier, um sich von der Opferschutzbeauftragten der Polizei über deren Erfahrungen informieren zu lassen. Abgerundet wurde der Besuch durch eine Führung durch die Landesausstellung „Karl Marx 1818 – 1883 / Leben, Werk, Zeit“ sowie eine Weinprobe.


Feierliche Eröffnung der Ausstellung „Ansichten“ des Künstlers Harald Reiter in der Tagungsstätte Trier

Mit einer stark frequentierten Vernissage wurde am 23. August 2018 die neue Ausstellung des in Trier geborenen Künstlers Harald Reiter in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie eröffnet. Gezeigt werden rund 60 zum Teil großformatige Gemälde sowie Skulpturen. Das größte Bild der Ausstellung „ATALANTIS“ beeindruckt mit seinen nahezu vier Metern in der Breite und verarbeitet die Ereignisse des 11. September 2001 in New York.

       

                 

In seiner Begrüßungsansprache ging der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz auf das Motto der Ausstellung „Ansichten“ ein. Dieser Begriff habe unterschiedliche Bedeutungen. So äußere man eine „Ansicht“, wenn man seine Meinung zu einem bestimmten Thema öffentlich mache. Nach der Erkenntnistheorie sei eine Ansicht eine von Wissen und Glauben zu unterscheidende Form des Fürwahrhaltens. Von „Wissen“ könne man sprechen, wenn etwas sowohl subjektiv als auch objektiv als hinreichend begründet angesehen werde. „Glauben“ läge dagegen vor, wenn zwar subjektiv aber nicht objektiv eine Begründung angegeben werden könne. Eine „Ansicht“ äußere man aber bereits dann, wenn für diese sowohl subjektiv als auch objektiv eine hinreichende Begründung fehle. Diese philosophische Gedankenwelt habe Harald Reiter nach seiner Auffassung wohl nicht gemeint, so Direktor Dr. Tratz. Von einer „Ansicht“ spreche man aber auch im Zusammenhang mit optischen Wahrnehmungen. Sicherlich würden sich viele der Anwesenden an ihren zurückliegenden Sommerurlaub erinnern, bei dem sie ein berühmtes Bauwerk in einer ganz speziellen Ansicht wahrnehmen konnten. Dies könne beispielsweise von einem speziellen Blickwinkel wie einer Anhöhe oder bei hervorragenden Lichtverhältnissen gewesen sein. Der Begriff „Ansichten“ stehe also auch im Zusammenhang mit der optischen Wahrnehmung unserer Augen. Dieses Begriffsverständnis lasse sich gut  auf die Kunst übertragen. Harald Reiter zeige den Ausstellungsbesucherinnen und Ausstellungsbesuchern, wie er die Welt wahrnehme. Diese „künstlerische Sicht“ könne naturalistisch oder abstrakt sein. Aber vielleicht entdecke man auch die ganz spezielle Sichtweise von Harald Reiter.

                                                                      

In das Werk von Harald Reiter führte Martin Lautwein ein. Der Direktor der Realschule Pius in Konz, die der Künstler Harald Reiter als Kind besuchte und in der seine künstlerische Begabung erkannt und gefördert wurde, führte aus, der Duktus der Malerei von Harald Reiter fuße in den Stilrichtungen der Klassischen Moderne. Diese habe seine Malerei inspiriert und die zielgerichtete Entwicklung hin zu seinem von ihm entwickelten Malstil „KALEIDOSKOPISMUS“ initiiert. Der Kaleidoskopismus gebe dem Kunstwerk eine prägnante, gestalterische Spannung und etabliere sich in einer erzählerischen, unbefangenen Farben- und Formenvielfalt. Die gegliederte Formenstruktur betone in einer eigenen Sprache die Modulation der Farbklänge und transportiere eine unbeschwerte Betrachtungsweise, so Martin Lautwein. Im Vordergrund stehe die Zergliederung des Lichts in Farben und Formen sowie die Auflösung der Form in Licht und Farbe. Es seien Bilder für „Jedermann“, Bilder die erzählen. Zweck der Bilder sei es, eine wohltuende Anmutung zu vermitteln, so Martin Lautwein.

Anschließend ergriff der Künstler Harald Reiter persönlich das Wort. Er freue sich über die große Resonanz der Ausstellung und danke allen Anwesenden für Ihr Kommen.



Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungeröffnung durch den bekannten Trierer Tenor Prof. h. c. Thomas Kiessling. Durch seinen gesanglichen Vortrag unter anderem der Arie „Nessun dorma“ aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini begeisterte er die anwesenden Gäste.

Nun konnten die rund 110 Gäste die ausgestellten Kunstwerke von Harald Reiter näher in Augenschein nehmen und mit dem Künstler erörtern. Bei Getränken und Speisen aus der Küche der Tagungsstätte, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie mit Liebe zubereitet worden waren, wurden die gewonnenen Eindrücke rege diskutiert.






Harald Reiter: „Ansichten – Gemälde und Skulpturen“,

Deutsche Richterakademie, Berliner Allee 7, 54295 Trier;

Ausstellung vom 24.08. bis zum 18.10.2018; Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 09.00 – 16.30 Uhr, freitags 09.00 – 14.00 Uhr; Eintritt frei.



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