Aktuelles

Informationen zu aktuellen Themen

Informationen über das aktuelle Tagungsprogramm erhalten Sie, indem Sie auf den Navigationspunkt Jahresprogramm  klicken. Sie können das Programm als Tabelle mit verschiedenen Filterfunktionen aufrufen. Zum Download halten wir auch eine PDF-Datei für Sie vor. Zwei Wochen vor Tagungsbeginn können Sie unter der Rubrik Tagungsprogramme das ausführliche Programm der in den Tagungsstätten in Trier und Wustrau stattfindenden Tagungen aufrufen.







Planungen zur Sanierung des Dachgeschosses des Zieten-Schlosses in der Tagungsstätte Wustrau schreiten voran

Im Rahmen eines Arbeitsbesuchs informierte sich die Leiterin des Bereichs Landesbau des Brandenburgischen Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen (BLB), Frau Grit Steinhagen, über den Stand der Planungen zur Sanierung und Ertüchtigung des Dachgeschosses des Schlossgebäudes in der Tagungsstätte Wustrau. Frau Steinhagen wurde durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss willkommen geheißen. Der Akademiedirektor dankte Frau Steinhagen für die große Unterstützung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BLB bei den für das Jahr 2018 bevorstehenden großen Umbaumaßnahmen. Die Deutsche Richterakademie sei sehr froh, dass die Planungen zur Realisierung der baulichen Maßnahmen so schnell voranschreiten und im Zeitplan liegen würden.

Im folgenden Fachgespräch stellte der mit den Maßnahmen betraute Architekt Dipl.-Ing. Rainer Kokert den derzeitigen Planungsstand der Sanierung des Dachgeschosses des Schlossgebäudes im Detail vor. Die baulichen Maßnahmen würden den zusätzlichen Raumbedarf der Deutschen Richterakademie abdecken. Gleichzeitig könnten aber auch die Wärmedämmung des Dachgeschosses und der Brandschutz optimiert werden, so Architekt Rainer Kokert. Die Ausführungen des planenden Architekten wurden durch die Objektbetreuerin des BLB Ines Landeck und den für Elektrik zuständigen Fachberater Page ergänzt. Gemeinsam mit Frau Steinhagen und der Leitung der Richterakademie wurden Einzelheiten der Planungen besprochen.

Zum Abschluss der Besprechung resümierte Akademiedirektor Dr. Tratz, mit der Dachsanierung werde die Tagungsstätte Wustrau einen großen Schritt in die Zukunft machen. Auch wenn ab Juli 2018 mit gewissen Erschwernissen für den Tagungsbetrieb zu rechnen sei, würden nach dem Ende der Baumaßnahmen viele neue Möglichkeiten für die Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte entstehen. So könnten neue Gruppen- und Besprechungsräume sowie ein neuer Hörsaal durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildungsveranstaltungen der Deutschen Richterakademie genutzt werden. Akademiedirektor bat aber bereits jetzt um Verständnis, dass im zweiten Halbjahr 2018 gewisse Beeinträchtigungen für den Seminarbetrieb unvermeidbar sein werden.

Besuch einer Delegation des People`s Court der Guangdong-Provinz aus der Volksrepublik China in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Über die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland informierte sich eine 20köpfige Delegation des People`s Court der Guangdong-Provinz in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie.  Die Kolleginnen und Kollegen aus der Volksrepublik China wurden am 14. November 2017 durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz und die Verwaltungsleiterin Christiane Uckrow herzlich im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Akademiedirektor Dr. Tratz machte deutlich, dass für die Deutsche Richterakademie der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus China von besonderer Bedeutung sei. Auch wenn zwischen China und Deutschland eine Entfernung von rund 7200 Kilometer läge, sei es aufgrund der Globalisierung der Wirtschaft immer stärker notwendig, solide Kenntnisse über andere Rechtssysteme zu verfügen.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten in der Bundesrepublik Deutschland. In den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau biete man jährlich rund 150 Fortbildungstagungen an, die von etwa 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht würden. In der Bundesrepublik Deutschland bestünde keine Verpflichtung zur Fortbildung. Vielmehr sei es die freie Entscheidung der Kolleginnen und Kollegen, eine Fortbildungsveranstaltung zu besuchen. Dennoch würden die Fortbildungsangebote sehr gut angenommen. So habe die Auslastung der Deutschen Richterakademie im Jahr 2016 bei 91,5 % gelegen. Auch für das Jahr 2017 zeichne sich eine Auslastung in diesem Bereich ab. Besonders interessiert zeigten sich die Kolleginnen und Kollegen aus China am Ablauf und den Themen der beiden Juristischen Staatsprüfungen.



Europäische Fortbildung in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Das „Vokabular der Europäischen Menschenrechtsnormen“ steht im Mittelpunkt einer Sprachtagung des Europäischen Netzwerks für die juristische Aus- und Fortbildung (EJTN) in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Aus 19 Ländern der Europäischen Union nach Brandenburg angereiste Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte lernen eine Woche gemeinsam juristische Fachbegriffe der englischen, der französischen und der deutschen Sprache zu Fragestellungen der Menschenrechte.
                                

Die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vom 12. bis 17. November 2017 stattfindenden Sprachtagung wurden vom Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss willkommen geheißen. Der Akademieleiter zeigte sich erfreut, dass so viele Gäste aus Ländern der Europäischen Union nach Wustrau gekommen sind. Der Akademieleiter hob besonders hervor, dass bei dieser Tagung erstmals die Kolleginnen und Kollegen juristische Begriffe der deutschen Sprache erlernen und vertiefen könnten. Dr. Tratz dankte den Verantwortlichen des EJTN, dass man nach 2015 erneut mit dieser wichtigen Tagung nach Wustrau gekommen sei. Der Großteil der Gäste war bereits am Vorabend des ersten Tagungstags durch Direktor Dr. Tratz sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Richterakademie am Flughafen in Berlin in Empfang genommen worden.

Im Anschluss an den Akademieleiter begrüßte der Projektmanager des EJTN Ondrej Strnad die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er dankte der Deutschen Richterakademie für die freundliche Bereitstellung der Tagungseinrichtung für diese herausragende internationale Tagung. Die Tagungsstätte Wustrau biete sehr gute Möglichkeiten zur Durchführung internationaler Tagungen. Außerdem hob Herr Strnad den warmherzigen Empfang durch sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Richterakademie hervor.

Nach der Eröffnungsveranstaltung teilten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier verschiedene Gruppen, um in englischer, französischer oder deutscher Sprache mit Rechts- und Sprachexperten Fragestellungen aus dem Bereich der Menschenrechte zu erörtern. Themen der Tagung sind unter anderem die Religionsfreiheit, das Recht auf ein faires Verfahren und die EU Charta der Grundrechte.

Neben der inhaltlichen Arbeit haben die internationalen Gäste auch die Möglichkeit, im Rahmen eines von der Deutschen Richterakademie organisierten gemeinsamen Ausflugs die Bundeshauptstadt Berlin näher kennen zu lernen.



Stark frequentierte Vernissage der Ausstellung „Senet“ des Künstlers Jens Kanitz im Zieten-Schloss zu Wustrau

Unter dem Motto „Senet“ steht die neue Ausstellung des in Neuruppin geborenen und in Rheinsberg aufgewachsenen Künstlers Jens Kanitz im historischen Zieten-Schloss der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Die Ausstellung, in der rund 40 Werke des bekannten Künstlers gezeigt werden, wurde am 26. Oktober 2017 mit einer festlichen Vernissage eröffnet. In der Region ist Jens Kanitz unter anderem durch seine vor dem Amtsgericht Neuruppin aufgestellte große Holzskulptur „Axis mundi“ bekannt.

     

In den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache stellte der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz das Motto der Ausstellung. Zunächst habe ihm der Begriff „Senet“ wenig gesagt. Er habe sich aber daran erinnert, dass sich Jens Kanitz bereits einmal mit dem Thema der „Maat“ beschäftigt habe. Bei der „Maat“ habe es sich um eine altägyptische Göttin und Tochter des Re gehandelt. Gleichzeitig sei „Maat“ aber auch ein Prinzip für die Weltordnung, die Wahrheit und die Gerechtigkeit gewesen, so Akademiedirektor Dr. Tratz. Daher habe er vermutet, „Senet“ stehe ebenfalls im Zusammenhang mit Ägypten. Ein bekanntes Lexikon habe zu drei möglichen Deutungen geführt. So sei „Senet“ eine altägyptische Königin der 12. Dynastie des Mittleren Reiches (2000 bis 1700 v. Chr.) gewesen. „Senet“ sei aber auch das altägyptische Verb für „durchschreiten“ und „passieren“. Dies würde eigentlich für eine Ausstellung gut passen, da die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung durchschreiten könnten. „Senet“ sei aber auch die Bezeichnung für ein altägyptisches Brett- und Gesellschaftsspiel, welches dem heutigen Backgammon ähnlich sei. So wurde beispielsweise im Grab des Tutanchamun ein „Senet“-Spieleset aufgefunden, so Akademiedirektor Dr. Tratz. Nach seiner Auffassung würden einige Indizien dafür sprechen, dass Jens Kanitz mit „Senet“ das ägyptische Spiel meinen würde.

Besonders erfreut zeigte sich der Akademieleiter über die Anwesenheit des Präsidenten des Landgerichts Neuruppin Egbert Simons und des Ortsvorstehers von Wustrau Ingo Lamprecht.  

Im Anschluss führte die Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung der Staatlichen Museen Berlin, Frau Dr. Jana Helmbold-Doyé, in die Thematik „Spiel und Totengericht im Alten Ägypten“ ein. Das Spiel „Senet“ sei nur vermeintlich ein Vergnügungsspiel gewesen. Aktuell kenne man aber weder die Bedeutung der einzelnen Spielfelder noch die konkrete Spielanleitung. Ausgehend vom Speil „Senet“ erläuterte Frau Dr. Helmbold-Doyé die ägyptischen Vorstellungen eines „Totengerichts“. Die Gäste der Ausstellung verfolgten gespannt die mit Bildern unterlegten Ausführungen der Expertin.

Nach diesem interessanten Vortrag konnten die in verschiedenen Räumen der Deutschen Richterakademie ausgestellten Werke näher in Augenschein genommen und mit dem Künstler diskutiert werden. Bei Getränken und kulinarischen Leckerbissen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie zubereitet worden waren, verweilten die rund 140 Besucherinnen und Besucher der Vernissage noch über mehrere Stunden im Zieten-Schloss.




Jens Kanitz: „Senet“, Deutsche Richterakademie, Am Schloss 1, 16818 Wustrau,
Vernissage: 26.10.2017, 19.30 Uhr, Ausstellung bis zum 15.12.2017,
Öffnungszeiten: mittwochs 13.00 – 16.00 Uhr, Eintritt frei

Zeitungsberichte können Sie unter folgenden Links nachlesen: Artikel 1; Artikel II; Artikel III;








Gut besuchte Vernissage der Ausstellung „Orange beflügelt“ der Künstlerin Ruth Weber in der Tagungsstätte Trier

Mit einer feierlichen Vernissage wurde am 19. Oktober 2017 die neue Ausstellung der Künstlerin Ruth Weber in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie eröffnet. In der unter dem Motto „Orange beflügelt“ stehenden Ausstellung werden mehrere Dutzend Gemälde der in Trier lebenden und arbeitenden Künstlerin gezeigt.

   

In den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache stellte der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz die Namensidentität der Farbe Orange mit der Frucht Orange. Nach allgemeiner Meinung sei die Farbe nach der aus China oder Südostasien stammenden Zitrusfrucht Orange benannt worden. Vorher sei die Farbe mit „Gelb-Rot“ bezeichnet gewesen. In der 1810 veröffentlichten Farbenlehre von Johann Wolfgang von Goethe finde man daher die Bezeichnung „Orange“ noch nicht. Nach Goethe sei bei „Gelb-Roth“ die „active Seite […] in ihrer höchsten Energie“ und es sei kein Wunder, „dass energische, gesunde, rohe Menschen sich besonders dieser Farbe erfreuen“. Aktuell definiere man in der Wissenschaft die Farbe „Orange“ als einen Farbreiz, der bei einer Wellenlänge zwischen 575 und 595 Nanometer in das menschliche Auge treffe. In der Kunst führe die Farbe „Orange“ zu sehr energiegeladenen Gemälden, so Akademiedirektor Dr. Tratz. Hiervon könnten sich die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung überzeugen.



In das Werk von Ruth Weber führte Richter am Amtsgericht Josef Thul ein, der das künstlerische Wirken von Ruth Weber bereits seit vielen Jahren beobachtet. Bei den Bildern von Ruth Weber falle besonders der kraftvolle Einsatz von Farbe auf. Die Künstlerin arbeite gerne mit verschiedenen Materialien und Techniken. Dennoch sei ihre Vorliebe zur Acryl-Malerei gut erkennbar.



Abschließend ergriff die Künstlerin persönlich das Wort. Ruth Weber dankte allen Gästen der Vernissage für ihr Kommen. Sie sei von der großen Zahl der Besucherinnen und Besucher überwältigt und freue sich auf die vielfältigen Kontakte.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungeröffnung durch die Musikerinnen Elke Steffes und Lisa Weber an ihren Klarinetten. Die Darbietung der beiden Künstlerinnen wurde von den Gästen der Vernissage mit viel Beifall honoriert.

Nun konnten die rund 120 Gäste die ausgestellten Kunstwerke von Ruth Weber näher in Augenschein nehmen und untereinander erörtern. Bei Getränken und kulinarischen Leckerbissen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie zubereitet worden waren, wurden die gewonnenen Eindrücke rege diskutiert.

                                  

Ruth Weber: „Orange beflügelt“, Deutsche Richterakademie, Berliner Allee 7, 54295 Trier;
Vernissage: 19.10.2017, 19.30 Uhr; Ausstellung vom 19.10. bis zum 14.12.2017; Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 09.00 – 16.30 Uhr, freitags 09.00 – 14.00 Uhr; Eintritt frei.

Einen Zeitungsartikel können Sie unter folgendem Link nachlesen: Artikel


Besuch aus der französischen Ecole nationale de la magistrature (ENM) in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Interessiert an der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland zeigte sich die Mitarbeiterin der französischen Ecole national de la magistrature, Frau Coline Legeay,  bei einem Besuch der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Frau Legeay, die in der ENM als Trainerin für Richterinnen und Richter tätig ist, besucht derzeit die Bundesländer Berlin und Brandenburg im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Richteraustausches.

Frau Legeay wurde am 12. Oktober 2017 durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz und der Verwaltungsleiterin der Tagungsstätte Wustrau Christiane Uckrow sehr herzlich im Zieten-Schloss willkommen geheißen. Nach einer Führung durch die Gebäude der Liegenschaft erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation und die Durchführung der Richterfortbildung in der Bundesrepublik Deutschland. Die thematische Planung der Fortbildung obliege der Programmkonferenz der Deutschen Richterakademie, in der alle 16 Bundesländer und das Bundesministerium der Justiz gemeinsam mit dem Direktor der Deutschen Richterakademie die Themen für ein Fortbildungsjahr beraten. Die Detailplanung würden dann die Fortbildungsabteilungen der einzelnen Bundesländer bzw. des Bundesministeriums der Justiz übernehmen. Die Ermittlung des zukünftigen Fortbildungsbedarfs erfolge insbesondere über den Einsatz von Fragebögen bei den jährlich rund 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der laufenden Seminare. Die Fragebögen würden zu Beginn einer Veranstaltung ausgegeben und könnten anonym ausgefüllt werden. Rund 80 % der Fragebögen kämen am Tagungsende zurück. Außerdem versuche man bei der Ermittlung des Fortbildungsbedarfs sämtliche Anregungen der Ministerien und anderer Berufsverbände zu berücksichtigen.

Am Ende des Besuchstags dankte Frau Legeay für die überaus freundliche Aufnahme. Akademiedirektor Dr. Tratz resümierte, dass man bei jedem Erfahrungsaustausch mit einem ausländischen Gast Gelegenheit habe, neue Einblicke zu gewinnen.



Informationsbesuch von Fortbildungsverantwortlichen aus Großbritannien, Spanien und der Europäischen Rechtsakademie (ERA) in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Über die Organisation der Fortbildung von Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in der Bundesrepublik Deutschland informierte sich eine dreiköpfige Delegation europäischer Fortbildungseinrichtungen bei einem Informationsbesuch in der Deutschen Richterakademie. Die Kolleginnen und Kollegen aus  Großbritannien, Spanien und der Europäischen Rechtsakademie (ERA) wurden durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz am 27.09.2017 sehr herzlich in der Tagungsstätte Trier willkommen geheißen. Dr. Tratz betonte, man könne stets von den Erfahrungen und Methoden anderer Fortbildungseinrichtungen profitieren. Daher freue er sich auf den kollegialen Austausch.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte insbesondere der Schulungsräume informierte Akademiedirektor Dr. Tratz die Kollegin Sira Maria Amor Vegas aus Madrid, den Kollegen Philip Rostant aus Wales und den Kollegen Jaroslav Opravil von der Europäischen Rechtsakademie (ERA) über die Organisation und die Inhalte der richterlichen und staatsanwaltlichen Fortbildung. So biete die Deutsche Richterakademie in den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau jährlich rund 150 Fortbildungsveranstaltungen an, die von etwa 5000 Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten besucht würden. Im vergangenen Jahr 2016 seien die Seminare und Trainingseinheiten zu 91,5 % und damit fast vollständig ausgelastet gewesen, so Akademieleiter Dr. Tratz. Inhaltlich biete die Deutsche Richterakademie eine Mischung aus rein juristischen Fortbildungsveranstaltungen und verhaltensorientierte sowie interdisziplinäre Seminare an.

In einer anschließenden Gesprächsrunde diskutierten die Kolleginnen und Kollegen intensiv die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fortbildung in den verschiedenen Mitgliedsländern der Europäischen Union. Besonders interessiert zeigten sich die Mitglieder der Delegation an den Einstellungsvoraussetzungen für das Richteramt und dem Auswahlverfahren für die Bewerberinnen und Bewerber.

Der Besuch der Kolleginnen und Kollegen wurde durch ein gemeinsames Mittagessen in den Räumlichkeiten der Akademie abgerundet.


Präsident des Bundesverwaltungsgerichts Prof. Dr. Dr. h. c. Klaus Rennert als Referent bei der Deutschen Richterakademie in Wustrau

Im Rahmen der Tagung „Verwaltungsgerichtsbarkeit – Effektiver Rechtsschutz in der täglichen Praxis“ referierte der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts, Herr Prof. Dr. Dr. h. c. Klaus Rennert, am 22. September 2017 in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts wurde von den Tagungsleitern der von Bremen veranstalteten Tagung Präsident des Verwaltungsgerichts Prof. Peter Sperlich und Senatsrat Dr. Christian Maierhöfer sowie dem Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich willkommen geheißen. Direktor Dr. Tratz zeigte sich erfreut, dass Prof. Dr. Rennert als Präsident eines der fünf obersten Gerichtshöfe des Bundes aktiv als Referent an einer Fortbildungsveranstaltung für Kolleginnen und Kollegen mitwirke. Dies sei ein starkes Signal der Unterstützung für die richterliche Fortbildung.

Prof. Dr. Dr. h. c. Rennert sprach „zum (verwaltungs-)richterlichen Berufsethos“. In der von Bremen  organisierten Tagung erörterten über 30 Richterinnen und Richter der Verwaltungsgerichtsbarkeit rechtliche Fragen aus dem Verwaltungsrecht sowie zum verwaltungsrichterlichen Selbstverständnis.







Feierliche Eröffnung der Ausstellung „Verweilen“ der Künstlerin Serap Riedel im Zieten-Schloss zu Wustrau

Unter dem Motto „Verweilen“ steht die neue Ausstellung der Künstlerin Serap Riedel im historischen Zieten-Schloss der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Die Ausstellung, in der rund 40 teils großformatige Bilder von Serap Riedel gezeigt werden, wurde am 21. September 2017 mit einer gut frequentierten Vernissage eröffnet.

     


In den Mittelpunkt seiner Begrüßungsansprache stellte der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz das Motto der Ausstellung. Nach einem bekannten Lexikon stelle das Wort „verweilen“ die gehobene Umschreibung für die Wendung „an einem Ort bleiben“ dar. In der heutigen schnelllebigen Zeit werde „Verweilen“ häufig auch als eine Art der „Entschleunigung“ verstanden. Im Jahr 2012 habe der Professor für Philosophie an der Universität der Künste in Berlin, Prof. Dr. Han, mit einem Essay zur Kunst des Verweilens Aufsehen erregt, in dem er sich unter anderem mit den Ursachen der Beschleunigung der Gesellschaft auseinander gesetzt habe. Aus seiner Sicht sei die Ursache der Beschleunigung in der allgemeinen Unfähigkeit zu finden, mit einer Sache sinnvoll abzuschließen. Die Zeit würde „fortstürzen“, weil sie nirgends zum Abschluss komme. Als Lösung für diese als unangenehm empfundene Beschleunigung setze Prof. Han auf die Kunst des Verweilens sowie eine Art „kontemplatives“ Leben. Auf diese Weise würden die Dinge nach Prof. Han auch ihre Schönheit enthüllen. Weiter führte Akademiedirektor Dr. Tratz aus, auch die Deutsche Richterakademie sei ein Ort des Verweilens. Die Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer würden sich bewusst für einige Tage aus ihrem beruflichen Alltag heraus nehmen. Aus diesem „Verweilen“ in der Tagungsstätte könnten neue Impulse und Netzwerke für die berufliche Arbeit entstehen. Besonders erfreut zeigte sich der Akademieleiter über die Anwesenheit des Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichts Prof. Dr. Rennert, der aktuell als Referent an einer verwaltungsrechtlichen Tagung mitwirke.
                                                                                   

In das Werk von Serap Riedel führte ihr Ehemann Richter am Sozialgericht Siegfried Riedel ein. Serap Riedel liege nicht daran, sich auf einen bestimmten Stil, einige Motive und Farbgebung zu beschränken. Sie verstehe sich als keiner Richtung zugehörige unabhängige Künstlerin, die "vom Leben" beeinflusst werde. Ebenso vielfältig wie das Leben seien auch ihre Inspirationsquellen. Sehe man im künstlerischen Schaffen und seiner Entwicklung eine Wanderung, dann sei eine Ausstellung die Gelegenheit zum Verweilen. Das Verweilen sei aber immer auch etwas Vorübergehendes, der Aufbruch sei immanent und die Wanderung gehe weiter.



Musikalisch abgerundet wurde die Vernissage durch Harfenklänge des Musikers Sören Wendt. Die sowohl lebendigen als auch ruhigen Musikstücke begeisterte die rund 70 Besucherinnen und Besucher der Ausstellungseröffnung.







Anschließend konnten die in verschiedenen Räumen der Deutschen Richterakademie ausgestellten Gemälde näher in Augenschein genommen und mit der Künstlerin erörtert sowie diskutiert werden.

Bei Getränken und kulinarischen Leckerbissen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Richterakademie vor- und zubereitet worden waren, verweilten die Besucherinnen und Besucher der Vernissage noch über mehrere Stunden in der Deutschen Richterakademie.

Serap Riedel: „Verweilen“, Deutsche Richterakademie, Am Schloss 1, 16818 Wustrau, Ausstellung bis zum 19.10.2017, Öffnungszeiten: mittwochs 13.00 – 16.00 Uhr, Eintritt frei




Informationsbesuch einer Delegation des Shenzhen Intermediate People`s Court aus der Volksrepublik China in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie

Die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung stand im Mittelpunkt eines Besuchs einer 20köpfigen Delegation des Shenzhen Intermediate People`s Court in der Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie.  Die Kolleginnen und Kollegen aus der Volksrepublik China unter Leitung von Judge Xiao Hong Kai wurden am 21. September 2017 durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss zu Wustrau willkommen geheißen. Akademiedirektor Dr. Tratz betonte, für die Deutsche Richterakademie sei der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus China von besonderer Bedeutung. Auch wenn zwischen China und Deutschland eine Entfernung von rund 7200 Kilometer läge, sei es aufgrund der internationalen Verzahnung in Wirtschaft und Politik immer stärker erforderlich, solide Kenntnisse über andere Rechtssysteme zu verfügen.

Nach einer ausführlichen Führung durch die Liegenschaft und die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erläuterte Akademiedirektor Dr. Tratz die Organisation der Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten in der Bundesrepublik Deutschland. In den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau biete man jährlich rund 150 Fortbildungstagungen an, die von etwa 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht würden. In der Bundesrepublik Deutschland bestehe keine Verpflichtung zur Fortbildung. Vielmehr sei es die freie Entscheidung der Kolleginnen und Kollegen, eine Fortbildungsveranstaltung bei der Deutschen Richterakademie zu besuchen. Daher sei man sehr froh, dass die Fortbildungsangebote sehr gut angenommen würden. So habe die Auslastung der Deutschen Richterakademie im Jahr 2016 bei 91,5 % gelegen. Die Ermittlung des zukünftigen Fortbildungsbedarfs erfolge zumeist über Fragebögen, die jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einer Veranstaltung ausgehändigt bekomme, so Direktor Dr. Tratz. Aus der Auswertung der anonymen Fragebögen könne sehr gut entnommen werden, welcher Fortbildungsbedarf bei den Kolleginnen und Kollegen bestehe.

Dr. h. c. Charlotte Knobloch als Referentin in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Zum Thema „Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft – gibt es (k)eine Bewusstseinsveränderung nach dem Holocaust?“ referierte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Frau Dr. h. c. Charlotte Knobloch, in der Deutschen Richterakademie in Trier. Im Rahmen der vom Bundesland Hessen veranstalteten Tagung „Politischer Extremismus – Herausforderungen für Gesellschaft und Justiz“ sprach Frau Dr. h. c. Knobloch am 18. September 2017 vor rund 40 Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten aus der gesamten Bundesrepublik über die Aktualität und die Gefahren des Antisemitismus.

Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und ehemalige Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses wurde durch den Tagungsleiter Generalstaatsanwalt Prof. Dr. Helmut Fünfsinn und den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich in den Räumlichkeiten der Tagungsstätte Trier willkommen geheißen. Beide dankten Frau Dr. h. c. Knobloch, dass sie auch in diesem Jahr als Referentin zur Verfügung stünde.

In ihrem Vortrag vor den Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten führte Frau Dr. h. c. Knobloch aus, aktuell seien Fremdenhass und Antisemitismus öfter und lauter spürbar. Die Anzahl judenfeindlicher Straftaten sei nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa alarmierend. Auch die Bedrohungslage durch den internationalen Terrorismus sei gestiegen, so Frau Dr. h. c. Knobloch. Durch Fundamentalisten würden die Werte der liberalen Gesellschaft missachtet. Der Staat und seine Bürger müssten bei diesen Entwicklungen wachsam sein. Erschreckend sei zudem die Hetze in den Sozialen Netzwerken. Dieser Hasskriminalität müsse durch höhere Strafen entgegengetreten werden. In ihrem meinungsstraken Vortrag setzte sich Frau Dr. h. c. Knobloch außerdem mit dem Erstarken rechtsextremer Parteien auseinander. Diese Gruppierungen würden gegen Minderheiten hetzen und stünden für Menschenverachtung. Gemeinsam müsse man denjenigen entgegentreten, die die Errungenschaften der liberalen Gesellschaft in Gefahr brächten. Nach ihrem Referat diskutierte Frau Dr. h. c. Knobloch intensiv mit den Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmern über zahlreiche Aspekte ihres Referats.

Generalstaatsanwalt Prof. Dr. Fünfsinn und Direktor Dr. Tratz dankten Frau Dr. h. c. Knobloch für ihre engagierten Ausführungen und äußerten den Wunsch, Frau Dr. h. c.  Knobloch bei einer Wiederholung der Tagung im Jahr 2018 wieder als Referentin gewinnen zu können.

Richterforum 2017 der rheinland-pfälzischen Sozialgerichtsbarkeit in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof, der Staatsminister der Justiz und für Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz Herbert Mertin und der Präsident des Bundessozialgerichts Prof. Dr. Rainer Schlegel waren Referenten des Richterforums 2017 der rheinland-pfälzischen Sozialgerichtsbarkeit in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Bei dieser vom Präsidenten des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz Ernst Merz  veranstalteten Fortbildungsveranstaltung trafen sich etwa 80 Sozialrichterinnen und Sozialrichter in Trier.

Der Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz begrüßte die Kolleginnen und Kollegen sehr herzlich. Es sei schön, dass die rheinland-pfälzische Sozialgerichtsbarkeit wieder die Deutsche Richterakademie als Tagungsort gewählt habe. Dies verdeutliche auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landessozialgericht Rheinland-Pfalz unter Leitung seines Präsidenten Ernst Merz und der Deutschen Richterakademie. Im Rahmen seines Grußwortes stellte Direktor Dr. Tratz auch das kürzlich erschienene Jahresprogramm der Deutschen Richterakademie für das Jahr 2018 vor. Insgesamt würden 145 Seminare in den beiden Tagungsstätten Trier und Wustrau den Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten angeboten. Hierunter fänden sich auch Veranstaltungen zu sozialrechtlichen Themen wie der gesetzlichen Krankenversicherung (SGB V) und der Europäisierung des Sozialrechts. Aber auch über 30 interdisziplinäre Veranstaltungen, über 30 verhaltensorientierte Tagungen und mehrere juristische Sprachtagungen seien Inhalt des Fortbildungsprogramms. Der Akademiedirektor äußerte die Hoffnung, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen im Fortbildungsjahr 2018 die Tagungen der Deutschen Richterakademie in Trier und in Wustrau besuchen würden.
                                                       
Im Zentrum des ersten Tags des Richterforums am 14.09.2017 stand die Rede des Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof zum Thema „Sozialrecht und Verfassung“. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier Arbeitskreisen unter anderem Fragestellungen aus den Themenfeldern „Krankenversicherung“, „Pflegeversicherung“, „Unfallversicherung“ und „Grundsicherung für Arbeitssuchende“. 


Schwerpunkte des zweiten Tags waren unter anderem die Rede von Staatsminister Mertin zum „Digitalen Wandel in der Justiz“ und des Präsidenten des Bundessozialgerichts Prof. Dr. Schlegel zur Fragestellung „Wen soll das Sozialrecht schützen?“. 





Gemeinsamer Besuch der Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und des Bundesjustizministers Heiko Maas bei der Deutschen Richterakademie in Trier

Im Rahmen eines gemeinsamen Besuchs in der Tagungsstätte Trier informierten sich die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Katarina Barley und der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas über die Arbeit der Deutschen Richterakademie. Bundesministerin Dr. Barley und Bundesminister Maas wurden durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich in den Räumlichkeiten der Tagungsstätte willkommen geheißen. Es sei eine besondere Ehre für die Deutsche Richterakademie, dass gleichzeitig eine Bundesministerin und ein Bundesminister die Tagungsstätte Trier besuchen würden. Die Deutsche Richterakademie werte den gleichzeitigen Besuch von zwei Mitgliedern der Bundesregierung als deutliches Signal der Unterstützung für die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung. Insbesondere der Besuch des für die Justiz zuständigen Bundesministers verdeutliche auch die gute Zusammenarbeit der Deutschen Richterakademie als Bund-Länder-Einrichtung mit dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz, so Direktor Dr. Tratz. Der Besuch von Bundesfamilienministerin Dr. Barley, die früher unter anderem auch als Richterin am Landgericht Trier gearbeitet hatte, unterstreiche zudem die Verbundenheit der Tagungsstätte Trier mit der Region, in der auch der Wahlkreis von Frau Dr. Barley liege.

Nach einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erörterten Bundesministerin Dr. Barley und Bundesminister Maas gemeinsam mit Akademiedirektor Dr. Tratz und der Verwaltungsleiterin der Tagungsstätte Trier Andrea Meyer zukünftige Herausforderungen für die richterliche und staatsanwaltliche Fortbildung. Im Rahmen des Gesprächs konnte Direktor Dr. Tratz zwei Exemplare des neuen Jahresprogramms der Deutschen Richterakademie für das Fortbildungsjahr 2018 an Bundesministerin Dr. Barley und Bundesminister Maas übergeben. Die Deutsche Richterakademie biete den Kolleginnen und Kollegen insgesamt 145 Tagungen an. Neben rein rechtlichen Seminaren seien auch jeweils 30 Tagungen zu verhaltensorientierten und interdisziplinären Themen in das Jahresprogramm aufgenommen worden. 


Zum Abschluss trugen sich Bundesministerin Dr. Barley und Bundesminister Maas in das Gästebuch der Tagungsstätte ein. Bundesminister Maas würdigte die Deutsche Richterakademie mit den Worten „eine der ganz wichtigen Einrichtungen der deutschen Justiz, denn sie macht unseren Rechtsstaat noch besser!“ Bundesministerin Dr. Barley ergänzte „und das auch noch familienfreundlich!“.




Informationsbesuch des Amtschefs des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie

Einen persönlichen Eindruck von der Praxis der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Fortbildung machte sich der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz Prof. Dr. Frank Arloth im Rahmen eines Informationsbesuchs in der Tagungsstätte Trier der Deutschen Richterakademie. Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth wurde am 13. September 2017 sehr herzlich durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz, der vor seiner Berufung zum Akademieleiter ebenfalls als Richter in der bayerischen Justiz tätig war, willkommen geheißen. Der Besuch des Amtschefs verdeutliche die kontinuierliche Unterstützung der Deutschen Richterakademie durch das Bayerische Staatsministerium der Justiz, so Direktor Dr. Tratz. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der richterlichen und staatsanwaltlichen Fortbildung sei es sehr schön, wenn sich die Träger der Deutschen Richterakademie über die aktuelle Arbeit der Bund-Länder-Einrichtung informieren würden.

Zu Beginn seines Aufenthalts in der Deutschen Richterakademie besuchte Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth die aktuell laufende Fortbildungsveranstaltung „Praxisforum Staatsschutzstrafrecht“. In der vom Sächsischen Staatsministerium der Justiz veranstalteten Tagung werden zahlreiche Fragen des Staatsschutzstrafrechts erörtert. Zudem erhalten die über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit zu einem kollegialen Erfahrungsaustausch. Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth zeigte sich über die Qualität und Aktualität der Fortbildung höchst angetan.

Nach dem Einblick in die laufende Fortbildungsveranstaltung und einer Führung durch die Räumlichkeiten der Tagungsstätte erörterte Ministerialdirektor Prof. Dr. Arloth gemeinsam mit  Akademiedirektor Dr. Tratz und der Verwaltungsleiterin der Tagungsstätte Trier Andrea Meyer zukünftige Herausforderungen für die inhaltliche Ausgestaltung und die Organisation der Fortbildung der Richterinnen und Richter sowie der Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Im Rahmen des Gesprächs stellte Direktor Dr. Tratz auch das neue Jahresprogramm der Deutschen Richterakademie für das Jahr 2018 vor. So würden insgesamt 145 Veranstaltungen zu den verschiedensten Themengebieten angeboten. Gleichzeitig werde aber auch das Dachgeschoss des Schlossgebäudes der Tagungsstätte Wustrau saniert und für die Fortbildung baulich ertüchtigt. So könnten durch die Baumaßnahmen der erhöhte Bedarf an Räumen für interaktive Seminare und die Arbeit in Workshops abgedeckt werden. Man habe das Ziel, auch mit dem Jahresprogramm 2018 eine Auslastung von über 90 % zu erreichen, so Direktor Dr. Tratz.


Berlins Justizsenator Dr. Dirk Behrendt bei der Deutschen Richterakademie in Wustrau

Zu einem „Kamingespräch“ mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung „Aufgaben der Beteiligungsgremien im richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Bereich“ besuchte der Berliner Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung Dr. Dirk Behrendt am 07. September 2017 die Tagungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie. Senator Dr. Behrendt wurde durch den Direktor der Deutschen Richterakademie Dr. Stefan Tratz sehr herzlich im Zieten-Schloss  willkommen geheißen. Durch seine Anwesenheit und die aktive Mitwirkung bei einer Tagung unterstreiche der Senator deutlich seine Unterstützung für die richterliche und staatsanwaltschaftliche Fortbildung bei der Deutschen Richterakademie. Das Gespräch mit Senator Dr. Behrendt sei ein besonderer Höhepunkt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden aktuell laufenden Tagungen, so Direktor Dr. Tratz. Im Rahmen des „Kamingesprächs“ erörterte Senator Dr. Behrendt, der früher ebenfalls als Richter am Landgericht und am Verwaltungsgericht gearbeitet hatte, mit den anwesenden Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten die verschiedenen Vorschläge und Ideen zur Selbstverwaltung der Justiz. Es entwickelte sich eine rege Diskussion zu den verschiedenen Sichtweisen und Aspekten einer justiziellen Selbstverwaltung. Die Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer aus allen 16 Bundesländern dankten Senator Dr. Behrendt am Ende des Abends für das interessante Gespräch und die vielen neu gewonnenen Einblicke mit Applaus.



Abgerundet wurde der Besuch von Senator Dr. Behrendt mit einer kurzen Führung durch die Räumlichkeiten und die Außenanlagen des Zieten-Schlosses sowie ein gemeinsames Abendessen im festlich geschmückten Gartenpavillon.

In der vom Gemeinsamen Juristischen Prüfungsamt der Länder Berlin und Brandenburg (GJPA)  ausgerichteten Tagung wurden unter Leitung des Vorsitzenden Richters am Verwaltungsgericht Christian Oestmann unter anderem Fragen der richterlichen Unabhängigkeit, der Mitbestimmung und der elektronischen Aktenführung thematisiert. Im Rahmen der Tagung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern Erfahrungen und Informationen auszutauschen.



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