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Jahresbericht 2009

 
Vorwort

Die im Jahr 2009 bei der Durchführung des Jahresprogramms erzielten Ergebnisse verdeutlichen einmal mehr: Die an der Deutschen Richterakademie angebotenen Tagungen zur überregionalen Fortbildung der Richterinnen und Richter und Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in Deutschland erfreuen sich eines sehr großen Interesses.

Legt man die in der Evaluation ermittelten Erkenntnisse zu Grunde, entspricht das in der Programmkonferenz erarbeitete Tagungsangebot in einem sehr hohen Maß dem Fortbildungsbedarf der Praxis. Gemessen an der Auslastung der Teilnehmerkapazitäten und der fachlichen Bewertung durch die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer konnte im vergangenen Jahr sogar das beste Ergebnis seit Bestehen beider Tagungsstätten der Deutschen Richterakademie erzielt werden. Die Weiterentwicklung des hohen Standards der Tagungen, der seit Jahren zu einem Qualitätsmerkmal der angebotenen Fortbildungsveranstaltungen geworden ist, wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch ihre aktive Mitwirkung gefördert und vorangetrieben. Das Interesse an den Veranstaltungen der Deutschen Richterakademie ist größer als je zuvor.

In den beiden Tagungsstätten in Trier und Wustrau wurden im Berichtszeitraum 135 Tagungen veranstaltet, die von 4.487 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht wurden. Das Platzkontingent wurde zu 96,8 % ausgeschöpft. Dieser Wert stellt ein Rekordergebnis dar. Die hohe Auslastung korrespondiert mit einer in der Evaluation anhand der Teilnehmerbefragungen ermittelten hohen Bewertung der Tagungen. Im Durchschnitt lag die Gesamtbewertung, mit der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Tagungen beurteilt haben, bei 7,8 von 9 erreichbaren Punkten. Damit konnte das im Vorjahr erzielte Rekordergebnis wiederholt werden.

Insgesamt bestätigt das Jahresergebnis 2009 den praxisorientierten Ansatz, den die Programmkonferenz bei der Gestaltung und Entwicklung des Fortbildungsangebots verfolgt. Die Überzeugung, dass ein anspruchsvolles Fortbildungsangebot einen wesentlichen Baustein bei der Weiterentwicklung der Berufskompetenz der Richterinnen und Richter und Staatsanwältinnen und Staatsanwälte darstellt, hat zur Gestaltung eines lebendigen Tagungsbetriebs maßgeblich beigetragen, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihrem hohen Anspruch an die Lehrinhalte der angebotenen Tagung auch zu einem strukturierten Erfahrungsaustausch nutzen. Dieser konzeptionelle Ansatz hat die Deutsche Richterakademie auch international zu einem Vorbild für Programme zur justiziellen Fortbildung werden lassen.

Für das Engagement bei Konzeption, Planung und Durchführung der Tagungen danke ich den beteiligten Justizverwaltungen, den Mitgliedern der Programmkonferenz, den Fortbildungsreferentinnen und Fortbildungsreferenten, den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern, den Tagungsleiterinnen und Tagungsleitern, den Referentinnen und Referenten und meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Trier und Wustrau.

Den Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmern danke ich für ihre engagierte Mitwirkung an den Veranstaltungen der Deutschen Richterakademie und ihre interessierte Begleitung der in den Justizverwaltungen und an der Deutschen Richterakademie geleisteten Arbeit zur Entwicklung und Durchführung des Fortbildungsangebots.

Frank Jüttner
Direktor der Deutschen Richterakademie

Gesamtergebnis 2009

Der Jahresbericht 2009 dokumentiert erneut eine ausgesprochen positive Bilanz in der überregionalen Fortbildung der Richterinnen und Richter aller Gerichtszweige sowie der Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Gemessen an der Auslastung der angebotenen Teilnehmerkapazitäten und der Bewertung der Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu Inhalt und Methodik der durchgeführten Tagungen konnte das beste Ergebnis seit Bestehen beider Tagungsstätten der Deutschen Richterakademie erzielt werden.

Das Programm der Deutschen Richterakademie für das Jahr 2009 hat dem Fortbildungsbedarf in einem sehr großen Maß entsprochen. Die Qualität der Tagungen war bei Zugrundelegung der Bewertung durch die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sehr hoch. Der im Jahr 2008 erzielte Spitzenwert konnte 2009 wiederholt werden. Die Gesamtbewertung liegt mit 7,8 von 9 möglichen Punkten auf dem bisher höchsten Niveau.

Bereits in den Jahren 2007 und 2008 waren Spitzenwerte bei der Auslastung der beiden Tagungsstätten erreicht worden, die im Jahr 2009 sogar noch gesteigert werden konnten. Mit 96,8 % wurde das beste Ergebnis seit Bestehen beider Häuser erzielt. Das Interesse an den Veranstaltungen der Deutschen Richterakademie war so groß wie nie zuvor.
 
Der Geschäftsbetrieb verlief - trotz der, insbesondere in Trier, umfangreichen Baumaßnahmen und einer in Wustrau im Kreise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer jahreszeitlich bedingt auftretenden Viruserkrankung - im Wesentlichen reibungslos. Das Auftreten des Noro-Virus in Wustrau machte mit Rücksicht auf die Gesundheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tagungsstätte die Absage von 5 Tagungen notwendig. Durch die sehr enge und gute Zusammenarbeit der beiden Tagungsstätten konnte eine zur Durchführung in Wustrau geplante Tagung nach Trier verlegt werden. Das durch die Krankheit notwendig gewordene Management ist durch die vor Ort eingeschalteten Behörden und die beteiligten Justizverwaltungen als professionell und vorbildlich eingeschätzt worden.

In beiden Tagungsstätten wurden der Service und die sich an den Anforderungen eines modernen Tagungsbetriebes orientierende Ausstattung von den Gästen hoch gelobt. Die Erweiterung der Serviceangebote und die Aktualisierung der Ausstattungen sind von den Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmern sehr gut angenommen worden.

Tagungs- und Teilnehmerzahlen / Auslastung

Im letzten Jahr wurden an der Deutschen Richterakademie von 140 geplanten Fortbildungsveranstaltungen 135 Tagungen mit 4.487 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (inklusive Tagungsleiter) durchgeführt. Die Auslastung der Kapazität von 4.635 Plätzen erreichte 96,8 %. Trotz der durch eine Viruserkrankung mit Rücksicht auf die Gesundheit aller Beteiligten erforderlich gewordenen Absage von 5 Tagungen konnte auch die Gesamtzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Auslastungsvergleich


 

Inhaltliche Aufteilung

Die Tagungen waren 2009 inhaltlich auf die drei Hauptgruppen wie folgt verteilt:

Innerhalb der juristischen Fachtagungen waren zivilrechtliche Themen mit einem  Anteil von 46 % (absolut 26 %), Strafrechtsthemen mit 38 % (absolut 21 %) und Themen der Fachgerichtsbarkeiten mit 16 % (absolut 9 %) vertreten.

Zu den fachübergreifenden Tagungen wurden neben den interdisziplinären auch die internationalen und europarechtlichen Themen gezählt, soweit sie nicht einem juristischen Fachgebiet zugeordnet werden konnten.

Tagungsstruktur

Die nach der Anzahl der Tagungsabschnitte bestimmte Tagungsstruktur gestaltete sich 2009 im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt:

Innerhalb dieser Tagungsstruktur waren 34 Tagungen teilnehmerreduziert ausgeschrieben. Des Weiteren waren bei einer Tagung in Trier 10 Plätze für Gäste aus Österreich und bei einer Tagung in Wustrau 14 Plätze für Gäste aus den USA und Kanada reserviert, die dann von vornherein nicht an deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer vergeben werden konnten.

Es gab insgesamt 10 Einführungstagungen, 3 fremdsprachliche Tagungen und 8 Tagungen im Rahmen der Herbstakademie mit aktuellen Themen.

Die durchschnittliche Auslastung nach Tagungstypen stellt sich wie folgt dar:

• W13-Tagungen  99,5 %
• W11-Tagungen  99,5 %
• W9-Tagungen   95,1 %
• W8-Tagungen   97,9 %
• W6-Tagungen  93,0 %
• W4-Tagung    140,0 %

Die teilnehmerreduzierten Tagungen waren mit 108,0 %
die Einführungskurse mit   99,4 %
die Herbstakademie mit  88,3 %
und die fremdsprachlichen Tagungen mit  91,3 %
ausgelastet.

Das Interesse an den verhaltensorientierten Tagungen, die überwiegend teilnehmerreduziert ausgeschrieben wurden, ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen. Im Hinblick auf die inhaltlich-fachlichen Gründe, die Anlass für die Teilnehmerbeschränkungen sind, dürfte es allerdings geboten sein, die Möglichkeit einer Überbuchung, von der die veranstaltenden Justizverwaltungen bei den teilnehmerreduzierten Tagungen noch stärker als im Vorjahr Gebrauch gemacht haben, nicht zum Regelfall werden zu lassen. Die Auslastung bei den Einführungskursen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die Nachfrage nach Plätzen in den aktuellen Themen gewidmeten Tagungen der Herbstakademie hat ebenfalls wieder angezogen. Die Nachfrage bei den - ausschließlich teilnehmerreduziert angebotenen - fremdsprachlichen Tagungen ist ungebrochen groß.

Am besten ausgelastet waren die W13- und W11-Tagungen, dicht gefolgt von den W8- und W9-Tagungen. Bei allen Tagungstypen konnte die Auslastung im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.


Teilnehmerzahlen nach Berufsgruppen / Frauenanteil

Die Gesamtteilnehmerzahl setzte sich 2009 nach Berufsgruppen wie folgt zusammen:

Richterinnen und Richter der ordentlichen Gerichtsbarkeit: 2.348
Richterinnen und Richter der Fachgerichtsbarkeiten:   919
   davon der Verwaltungsgerichtsbarkeit: 351
Arbeitsgerichtsbarkeit: 231
Finanzgerichtsbarkeit:   67
Sozialgerichtsbarkeit: 245
Verfassungsgerichtsbarkeit:     1
Patentgerichte:   24
Staatsanwältinnen  und Staatsanwälte:   796
Sonstige   278
Tagungsleiterinnen und Tagungsleiter:   146
Gesamt 4.487 

Der Anteil der Frauen unter den Tagungsteilnehmern hat sich prozentual wie folgt entwickelt:

Der Frauenanteil lag bei den Gerichten am 30.06.2008 bei 37,8 %, bei den Staatsanwaltschaften bei 40,0 %.

Gesamtzahl der Tagungen / Gesamtauslastung seit 1973 

Seit Bestehen der Deutschen Richterakademie fanden bisher insgesamt 3.236 Tagungen statt. Es standen 120.750 Teilnehmerplätze zur Verfügung, die von 110.632 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Anspruch genommen wurden. Dies entspricht einer Gesamtauslastungsquote von 91,6 %. In Trier konnte 2009 in einer Feierstunde bereits die 75.000 Teilnehmerin einer in der Tagungsstätte ausgerichteten Tagung begrüßt werden. In Wustrau haben sich nunmehr über 34.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fortgebildet.

Die Gesamtauslastung stellt sich für das Jahr 2009 wie folgt dar:

Auslastung nach Tagungsstätten

Im Jahr 2009 fanden in der Tagungsstätte Trier 70 und in der Tagungsstätte Wustrau 65 Tagungen statt. Demnach - und unter Berücksichtigung der teilnehmerreduzierten Tagungen - standen in Trier insgesamt 2.500 und in Wustrau 2.135 Teilnehmerplätze zur Verfügung.

Auslastung Trier

Auslastung Wustrau

Bewertungsanalyse

Vorjahresvergleich

Bei der Gesamtbewertung aller Tagungen konnte das im Vorjahr erzielte Spitzenergebnis von  7,8  - bei 9 erreichbaren - Punkten im Jahr 2009 wiederholt werden.

Die Bewertungen der Tagungen verteilen sich wie folgt:

Die Anzahl der Tagungen, die mit 8 Punkten und mehr beurteilt wurden, ist im Vergleich zum Vorjahr, in dem insoweit ein Rekordergebnis (67 Tagungen) erzielt werden konnte, auf 57 Veranstaltungen zurückgegangen. Der Wert liegt aber immer noch deutlich über den - für sich betrachtet aber auch guten - Ergebnissen früherer Jahre (z.B. 2007: 45 Tagungen). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren 2009 mithin der Ansicht, dass über 40 % aller durchgeführten Tagungen eine Bewertung im Spitzenbereich verdient haben. Lediglich 4 der insgesamt 135 Tagungen haben in der Gesamtbewertung weniger als 7 Punkte erhalten, wobei nur in einem Fall die Bewertung 6 Punkte unterschritten hat. Keine Tagung ist mit weniger als 5,9 Punkten bewertet worden.

Tagungsinhalte und -struktur

Die Veranstaltung „Der MENSCH in der Robe - Grundtagung“ (NRW) hat bei der Bewertung durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im vergangenen Jahr mit 8,8 Punkten die Spitzenbewertung erhalten. Jeweils 8,6 Punkte erhielten die Tagungen „Droit Français I“ (DRA), „Die nationalsozialistische Justiz und ihre Aufarbeitung“ (NDS), „Justiz und Öffentlichkeit“ (NRW) und „Mediation für Richtermediatorinnen und Richtermediatoren - Mediation III“ (TH), gefolgt von den mit jeweils 8,5 Punkten bewerteten Tagungen „Besondere Probleme des Schwurgerichtsverfahrens“ (HE), „Führungskräfte in der Justiz: Projektmanagement“ (BW) und „Ermittlungstechnik, Ermittlungstaktik“ (BW) sowie den mit 8,4 Punkten bewerteten Tagungen „Ausdruck und Überzeugungskraft durch den richtigen Einsatz der Stimme im Gerichtssaal“ (TH),  „Deutsch-amerikanische Tagung zum Kindschaftsrecht“ (BU), „Der Umgang mit Opfern sexueller Gewalt innerhalb des Strafverfahrens“ (BRA), „Deutsche Justizgeschichte ab 1945“ (NDS), „20 Jahre friedliche Revolution“ (SAC) und „Justiz, Medien, Medienrecht - Presseseminar“ (RP).

Die Bewertung der juristischen Fachtagungen konnte im Strafrecht gesteigert werden und ist im Bereich des Zivilrechts und der Fachgerichtsbarkeiten hohem Niveau stabil geblieben:

• Zivilrecht: 7,8 Punkte (2008 = 7,8)
• Strafrecht: 7,7 Punkte (2008 = 7,6)
• Fachgerichtsbarkeiten:   7,8 Punkte (2008 = 7,9)

Die übrigen Tagungsgruppen erhielten folgende Bewertungen:

interdisziplinäre Tagungen: 7,6 Punkte (2008 = 7,9)
verhaltensorientierte Tagungen: 8,1 Punkte (2008 = 8,1)
int./europarechtliche Tagungen: 7,9 Punkte (2008 = 8,0)

Die Einführungskurse lagen 2009 mit durchschnittlich 7,7 Punkten ebenfalls über dem Vorjahresergebnis (2008 = 7,6 Punkte). Die Tagungen der Herbstakademie sind mit 7,5 Punkten etwas unter dem im Vorjahr erzielten Wert (2008 = 7,7 Punkte) bewertet worden.  Alle - von der Deutschen Richterakademie in Zusammenarbeit mit der Universität Trier und der University of East Anglia (Norwich Law School) selbst konzipierten - fremdsprachlichen Tagungen lagen in der Einzelbewertung über 8  Punkte und in der durchschnittlichen Gesamtbewertung bei 8,2 Punkten.


Die zivilrechtlichen Tagungen wurden inhaltlich mit 7,5 und methodisch mit 7,3 Punkten bewertet. In diesen Bereichen konnte die gute Vorjahresbewertung nochmals gesteigert werden. 15 Tagungen erhielten 8 und mehr Punkte. Nur eine Tagung erhielt weniger als 7 Punkte. Der kontinuierlich hohe Standard der zivilrechtlichen Tagungen konnte im Jahr 2009 weiter entwickelt werden.

Die Strafrechtstagungen wurden inhaltlich mit 7,3 Punkten und methodisch mit durchschnittlich 7,2 Punkten bewertet. In diesen Bereichen konnten die guten Ergebnisse des Vorjahres wiederholt werden. Mit 10 Tagungen, die in der Gesamtbewertung 8 und mehr Punkte erhielten, konnte das gute Vorjahresergebnis wiederholt werden. Lediglich zwei Tagung wurde mit weniger als 7 Punkten bewertet.

Von den Tagungen der Fachgerichtsbarkeiten erzielten 5 Veranstaltungen 8 und mehr Punkte. Nur eine Tagung wurde mit weniger als 7,5 Punkten bewertet. Die niedrigste Bewertung in diesem Bereich bei 7,1 Punkten. Inhaltlich und methodisch wurden die Veranstaltungen durchschnittlich mit 7,3 Punkten und methodisch mit 7,1 Punkten bewertet, so dass insgesamt der hohe Stand des Vorjahres bestätigt werden konnte.

Die interdisziplinären Tagungen kamen inhaltlich auf 7,4 und methodisch auf 7,3 Punkte. Hier erhielten 5 Tagungen 8 und mehr Punkte und nur eine Tagung erhielt weniger als 7 Punkte. In der Gesamtbewertung wurden sie mit 7,6 Punkten leicht unter dem Durchschnitt bewertet.

Die verhaltensorientierten Tagungen wurden inhaltlich mit 7,9 und methodisch mit 8,0 Punkten bewertet. Sie wurden 2009 erneut in allen Bereichen besser als im Vorjahr bewertet. 12 Tagungen erhielten 8 und mehr Punkte. Die durchschnittliche Gesamtbewertung in diesem Bereich liegt mit 8,1 Punkten sogar noch über dem Durchschnitt aller 2009 durchgeführten Tagungen.

Die thematisch international bzw. europarechtlich ausgerichteten Tagungen lagen in der Gesamtbewertung über dem Durchschnitt aller Tagungen. Inhaltlich wurden sie mit 7,6 Punkten und methodisch mit 7,3 Punkten bewertet.

In der Bewertung haben die Tagungen der Herbstakademie mit einer Ausnahme  gute Ergebnisse erzielt, so dass zu prüfen sein wird ob sie weiterentwickelt und in das reguläre Jahresprogramm überführt werden sollen.

Von den 15 neu in das Programm 2008 aufgenommenen Tagungen sind 12  bereits bei ihrer ersten Veranstaltung überdurchschnittlich bewertet worden, wobei die von der baden-württembergischen Justizverwaltung durchgeführte Tagung „Führungskräfte in der Justiz: Projektmanagement“ mit 8,5 Punkten auch im Vergleich aller Tagungen eine Spitzenbewertung erzielen konnte.

Mit 11 % bewegt sich der Anteil der neu ins Jahresprogramm aufgenommenen Tagungen zahlenmäßig auf dem Niveau der Vorjahre. Die große Akzeptanz der neu eingeführten Tagungen sollte Anlass sein, den Anteil neuer Tagungen in den kommenden Jahren weiter zu erhöhen, um die Attraktivität des Programms der Deutschen Richterakademie weiter zu steigern und die praxisorientierte Ausrichtung des Fortbildungsangebots noch mehr zu betonen.

Tagungsdauer

Die Dauer aller 2009 durchgeführten Tagungen wurde

•  von 81,8 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als angemessen (2008 = 79,5 %), 
•  von 13,9 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als zu kurz (2008 = 16,2 %),
•  von   1,9 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als zu lang  (2008 = 2,2 %)

bewertet.

Die Rücklaufquote der Fragebogen betrug 76,0 % (2008 = 76,5 %).

W 13-Tagungen

Dieser Tagungstyp erreichte mit 8,1 Punkten in der Gesamtbewertung einen überdurchschnittlichen Wert (2008: 8,0 Punkte). Die inhaltliche Bewertung lag bei 7,6 Punkten und die methodische bei 7,4 Punkten. Die Tagungsdauer hielten 80,7 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für angemessen (2008 = 78,6 %), 9,4 % für zu kurz und 8,8 % für zu lang.


W 11-Tagungen

W11-Tagungen sind im Jahr 2009 zum dritten Mal durchgeführt worden. Sie entsprachen mit einer Gesamtbewertung von 7,7 Punkten dem auch für das Vorjahr ermit-telten Wert. Die inhaltliche Bewertung liegt bei 7,5 Punkten, die methodische bei 7,4 Punkten. Die Tagungsdauer hielten 82,2 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für angemessen (2008 = 67,4 %), 8,9 % fanden die Tagungen zu kurz und 7,0 % zu lang. Nachdem 2007 und 2008 allgemein Kritik daran geübt worden war, dass der Samstag als Tagungstag genutzt wurde, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die Tagungen noch als W13-Tagungen kannten, die vorgenommene Kürzung grundsätzlich gerügt hatten, ist dieser Tagungstyp 2009 besser angenommen worden. Die weitere Entwicklung bleibt zu beobachten.

W 9-Tagungen

Dieser Tagungstyp erreichte mit 7,9 Punkten in der Gesamtbewertung eine überdurchschnittliche Bewertung. In der inhaltlichen Bewertung wurden 7,5 und in der Bewertung zur Methodik 7,4 Punkte erzielt. 88,5 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hielten die Tagungsdauer für angemessen (2008 = 86,9 %), 7,9 % für zu kurz und 1,5 % für zu lang.

W 8-Tagungen

Die W 8-Tagungen als zahlenmäßig stärkste Gruppe erreicht mit einer Gesamtbewertung von 7,8 Punkten exakt den Durchschnittswert aller Tagungen. Inhaltlich und methodisch wurde ein Wert von jeweils 7,4 Punkten erzielt. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hielten 80,8 % die Tagungsdauer für angemessen (2008 = 81,3 %), 15,3 % für zu kurz und 1,1 % für zu lang.

W 6-Tagungen

Mit 7,6 Punkten haben die Kurztagungen in der Gesamtbewertung in etwa den Vorjahreswert (7,7 Punkte) erreicht. Die Bewertung zu Inhalt und Methode liegt bei 7,3 und 7,2 Punkten. 66,4 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hielten die Tagungsdauer für angemessen (2008 = 73,5 %), 29,8 % für zu kurz, 1,2 % für zu lang.

W 4-Tagungen

Tagungen mit nur 4 Tagungsabschnitten sollen im Hinblick auf den Aufwand bei Vorbereitung und Durchführung nur in geeigneten Ausnahmefällen angeboten werden. Im Jahr 2009 ist eine W 4-Tagung durchgeführt worden, die in der Gesamtbewertung durchschnittlich 7,4 Punkte erhielt. Die Tagungsdauer wurde von 54 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als zu kurz und von 46 % als angemessen eingeschätzt.